Chemie · Thermodynamik / Gase

Ideales Gasgesetz

Das ideale Gasgesetz verbindet Druck, Volumen, Stoffmenge und Temperatur eines idealen Gases.

GrundlegendPrüfungsrelevant

Kostenlos · keine Kreditkarte · in 2 Minuten in deinem Lernplan

Formel

LaTeX: p \cdot V = n \cdot R \cdot T
p in Pa · V in m³ · n in mol · R = 8,314 J/(mol·K) · T in K

Variablen & Einheiten – Ideales Gasgesetz

SymbolBedeutungEinheit
pDruckPa (Pascal)
VVolumenm³ oder L
nStoffmengemol
RUniverselle Gaskonstante (8,314)J/(mol·K)
TTemperatur (in Kelvin!)K

Herleitung & Hintergrund – Ideales Gasgesetz

Synthese aus Boyle-Mariotte-Gesetz (pV = const.), Gay-Lussac-Gesetz (V/T = const.) und Avogadro-Gesetz (V ∝ n). Gilt exakt nur für ideale Gase (keine Wechselwirkungen, punktförmige Teilchen).

Prüfungs-Blueprint

Gültigkeitsbereich

Gilt als Näherung für verdünnte Gase bei nicht zu hohem Druck und nicht zu niedriger Temperatur.

Herleitung in Schritten

Die Gleichung fasst Boyle-Mariotte, Gay-Lussac und Avogadro in einer Zustandsgleichung zusammen.

  1. 1Für ideale Teilchen gilt pV proportional zur Teilchenzahl und zur absoluten Temperatur.
  2. 2Mit n als Stoffmenge und R als Proportionalitätskonstante entsteht pV = nRT.

Umstellen

Volumen aus Zustandgrößen

Temperatur immer in Kelvin einsetzen.

Aufgabenvariante

Was passiert mit V bei konstantem p und n, wenn T verdoppelt wird?

V verdoppelt sich, weil V proportional zu T ist.

Typische Fehler

Celsius statt Kelvin verwenden.

Für Gasgesetze wird immer die absolute Temperatur benötigt.

Klausurkontext

  • Oft in Mischaufgaben mit Dichte, Stoffmenge, Reaktionsgasen oder Druckänderungen.

Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.

Formelcluster

Thermodynamik und Stoffmenge

Verbindet makroskopische Zustandsgrößen mit chemischen Rechnungen.

Rechenbeispiel

5 mol N₂ bei T = 300 K und p = 1 atm = 101.325 Pa: V = nRT/p = 5 × 8,314 × 300 / 101.325 ≈ 0,123 m³ = 123 L.

Anwendungsgebiete

Luftfahrt (Druckkabinen), Tauchen (Druckausgleich), Chemische Reaktoren, Atemgasgemische

Quanta-Prüfungsset

Kuratiertes Prüfungsset für "Ideales Gasgesetz":

Frage (Vorderseite)

Welche Formel beschreibt Ideales Gasgesetz?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Wie stellst du pV = nRT nach Volumen aus Zustandgrößen um?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Welcher typische Fehler passiert bei pV = nRT?

Antwort in deinem Set

+ 8 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe

Diese 11 Karten sind fertig kuratiert. Ein Klick, und sie liegen in deinem Lernstapel, FSRS plant die Wiederholungen bis zur Klausur.

Wissenschaftliche Quellen

Häufige Schreibweisen & Suchanfragen

pV=nRTpv=nrtp*V=n*R*Tp·V=n·R·Tpv nrtp mal V gleich n mal R mal TpV nRT Formelpv nt formelideale GasgleichungZustandsgleichung ideales Gasideal gas law

Verwandte Formeln

Weitere Chemie-Formeln

Häufige Fragen zu Ideales Gasgesetz

Wie berechnet man das Volumen eines idealen Gases?+

Stelle pV = nRT nach dem Volumen um: V = nRT/p. Setze die Stoffmenge n in mol, die universelle Gaskonstante R = 8,314 J/(mol·K), die absolute Temperatur T in Kelvin und den Druck p in Pascal ein, dann kommt das Volumen in Kubikmetern heraus. Beispiel: 5 mol Stickstoff bei 300 K und 1 atm = 101 325 Pa ergeben V = 5·8,314·300/101 325 ≈ 0,123 m³, also 123 Liter. Achte darauf, den Druck in Pascal und die Temperatur in Kelvin anzugeben; atm, bar oder Celsius müssen vorher umgerechnet werden. Ein Kubikmeter entspricht 1000 Litern.

Warum muss die Temperatur beim Gasgesetz in Kelvin stehen?+

Weil im idealen Gasgesetz Volumen und Druck direkt proportional zur absoluten Temperatur sind. Diese Proportionalität gilt nur ab dem absoluten Nullpunkt, den die Kelvin-Skala bei 0 K festlegt. Verdoppelst du die absolute Temperatur bei konstantem Druck, verdoppelt sich das Volumen. Auf der Celsius-Skala wäre das unsinnig, denn eine Verdopplung von 10 °C auf 20 °C entspricht keineswegs einer Verdopplung der Teilchenenergie. Setzt du versehentlich Celsius ein, bekommst du grob falsche und bei negativen Werten sogar unphysikalische Ergebnisse. Rechne deshalb immer zuerst um: T in Kelvin gleich T in Celsius plus 273,15.

Was passiert mit dem Druck, wenn man ein Gas bei konstantem Volumen erwärmt?+

Bei konstantem Volumen und konstanter Stoffmenge folgt aus pV = nRT, dass der Druck direkt proportional zur absoluten Temperatur ist: p ∝ T. Verdoppelst du die Temperatur in Kelvin, verdoppelt sich der Druck. Das ist das Gesetz von Amontons oder Gay-Lussac. Anschaulich stoßen die Gasteilchen bei höherer Temperatur schneller und häufiger gegen die Wände, wodurch der Druck steigt. Deshalb steigt der Druck in einem geschlossenen Behälter, etwa einer Spraydose, beim Erhitzen an und kann gefährlich werden. Für die Rechnung gilt p₁/T₁ = p₂/T₂, jeweils mit Temperaturen in Kelvin.

Wann versagt das ideale Gasgesetz?+

Das ideale Gasgesetz ist eine Näherung, die zwei Annahmen macht: Die Gasteilchen haben kein Eigenvolumen und üben keine Anziehungskräfte aufeinander aus. Diese Annahmen brechen bei hohem Druck und niedriger Temperatur zusammen. Bei hohem Druck wird das Eigenvolumen der Teilchen relevant, bei tiefer Temperatur werden die Anziehungskräfte spürbar, bis das Gas schließlich kondensiert. In der Nähe des Siedepunkts oder bei sehr dichten Gasen liefert das Gesetz deutliche Abweichungen. Für reale Gase nutzt man dann genauere Modelle wie die Van-der-Waals-Gleichung. Für verdünnte Gase bei Zimmerbedingungen ist die ideale Näherung aber sehr gut.

Was ist der Unterschied zwischen der Stoffmenge n und der Teilchenzahl?+

Die Stoffmenge n wird in Mol angegeben und zählt Portionen von Teilchen. Ein Mol enthält genau die Avogadro-Zahl von Teilchen, also rund 6,022×10²³. Die Teilchenzahl N ist die tatsächliche Anzahl einzelner Atome oder Moleküle und hängt über N = n·N_A mit der Stoffmenge zusammen. Im idealen Gasgesetz pV = nRT arbeitest du mit der Stoffmenge und der Gaskonstante R. Alternativ gibt es die Form pV = N·k_B·T mit der Teilchenzahl und der Boltzmann-Konstante k_B = R/N_A. Beide Formen sind gleichwertig; du wählst je nach Aufgabe, ob dir Mol oder die Teilchenzahl gegeben ist.

Ideales Gasgesetz prüfungssicher behalten

Erstelle ein kuratiertes FSRS-Prüfungsset für pV = nRT: Formelabruf, Variablen, Herleitung, Umstellung, Beispiel, typische Fehler und Klausurkontext.

Kostenlos · kuratiertes Formelset · LaTeX · FSRS Spaced Repetition

Wie berechnet man mit Ideales Gasgesetz?

So gehst du eine typische Aufgabe zu Ideales Gasgesetz (pV = nRT) Schritt für Schritt an:

  1. 1

    Aufgabe

    Was passiert mit V bei konstantem p und n, wenn T verdoppelt wird?

    Rechenweg

    V verdoppelt sich, weil V proportional zu T ist.