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Chemie · Elektrochemie

Nernst-Gleichung

Die Nernst-Gleichung beschreibt das Elektrodenpotential in Abhängigkeit von Temperatur und Konzentration.

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Formel

E=E0−zFRT​lnQ
LaTeX: E = E^0 - \frac{RT}{zF} \ln Q
E in V · R = 8,314 J/(mol·K) · T in K · z = Zahl übertragener Elektronen · F = 96.485 C/mol

Variablen & Einheiten – Nernst-Gleichung

SymbolBedeutungEinheit
EElektrodenpotentialV
E°StandardelektrodenpotentialV
RGaskonstanteJ/(mol·K)
TTemperaturK
zZahl der übertragenen Elektronendimensionslos
FFaraday-Konstante (96.485 C/mol)C/mol
QReaktionsquotientdimensionslos

Herleitung & Hintergrund – Nernst-Gleichung

Walther Nernst leitete die Gleichung 1889 aus thermodynamischen Prinzipien ab. Bei 25°C vereinfacht: E = E° − (0,0592/z)·log Q.

Prüfungs-Blueprint

Gültigkeitsbereich

Gilt für elektrochemische Gleichgewichte unter definierten Aktivitäten beziehungsweise Konzentrationen und Temperatur.

Herleitung in Schritten

Die Nernst-Gleichung verbindet elektrische Arbeit mit chemischem Potential.

  1. 1Thermodynamisch gilt ΔG = ΔG° + RT ln Q.
  2. 2Mit ΔG = -zFE und ΔG° = -zFE° entsteht E = E° - RT/(zF) ln Q.

Umstellen

Reaktionsquotient aus Potential

Q=eRT(E0−E)zF​

Bei 25 °C wird oft die dekadische Kurzform verwendet.

Aufgabenvariante

Warum sinkt E bei größerem Q?

ln Q wird größer und der Term RT/(zF)·ln Q wird von E° abgezogen.

Typische Fehler

z mit stöchiometrischem Koeffizienten verwechseln.

z ist die Zahl der übertragenen Elektronen pro Reaktionsumsatz.

Klausurkontext

  • Häufig in Zellspannungen, Konzentrationszellen und Redoxgleichgewichten.

Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.

Diese Fehler im Set trainierenIch habe schon ein Konto

Formelcluster

Elektrochemische Thermodynamik

Bindet Gibbs-Energie, Gleichgewicht und elektrische Spannung zusammen.

ΔG=ΔH−T⋅ΔS

Gibbs-Energie (Freie Enthalpie)

Kc​=[A]a⋅[B]b[C]c⋅[D]d​

Massenwirkungsgesetz (Gleichgewichtskonstante)

pH=−lg([H3​O+])

pH-Wert-Definition

Rechenbeispiel

Cu²⁺/Cu-Elektrode (E° = +0,34 V), [Cu²⁺] = 0,01 mol/L, T = 298 K, z = 2: E = 0,34 − (0,0296)·log(1/0,01) = 0,34 − 0,0592 = 0,28 V.

Anwendungsgebiete

Batterietechnik (Li-Ion), Brennstoffzellen, Korrosionsschutz, Biosensoren (Blutglukose)

Quanta-Prüfungsset

Kuratiertes Prüfungsset für "Nernst-Gleichung":

Frage (Vorderseite)

Welche Formel beschreibt Nernst-Gleichung?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Wie stellst du E = E° − (RT/zF)·ln Q nach Reaktionsquotient aus Potential um?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Welcher typische Fehler passiert bei E = E° − (RT/zF)·ln Q?

Antwort in deinem Set

+ 8 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe

Diese 11 Karten sind fertig kuratiert. Ein Klick, und sie liegen in deinem Lernstapel, FSRS plant die Wiederholungen bis zur Klausur.

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Wissenschaftliche Quellen

  • [1]Nernst, W. (1889). Die elektromotorische Wirksamkeit der Jonen. Zeitschrift für Physikalische Chemie.

Häufige Schreibweisen & Suchanfragen

E=E0-RT/nF*lnQE = E° - (RT/nF) ln QNernst E0 RT nFZellspannung FormelNernst-Gleichungelektrochemische SpannungNernst equation

Verwandte Formeln

ΔG=ΔH−T⋅ΔS

Gibbs-Energie (Freie Enthalpie)

Kc​=[A]a⋅[B]b[C]c⋅[D]d​

Massenwirkungsgesetz (Gleichgewichtskonstante)

pH=−lg([H3​O+])

pH-Wert-Definition

m=z⋅FM⋅I⋅t​

Faraday-Gesetz der Elektrolyse

Weitere Chemie-Formeln

p⋅V=n⋅R⋅T

Ideales Gasgesetz

k=A⋅e−EA​/(R⋅T)

Arrhenius-Gleichung

pH=pKa​+log[HA][A−]​

Henderson-Hasselbalch-Gleichung

ΔG=ΔH−T⋅ΔS

Gibbs-Energie (Freie Enthalpie)

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Häufige Fragen zu Nernst-Gleichung

Wie berechnet man das Elektrodenpotential mit der Nernst-Gleichung?+

Ziehe vom Standardpotential E° den Term (RT/zF)·ln Q ab: E = E° − (RT/zF)·ln Q. Dabei ist R = 8,314 J/(mol·K), T die absolute Temperatur, z die Zahl der übertragenen Elektronen, F = 96 485 C/mol die Faraday-Konstante und Q der Reaktionsquotient. Bei 25 °C vereinfacht sich der Vorfaktor zu etwa 0,0592 V, wenn man auf den Zehnerlogarithmus umstellt: E = E° − (0,0592/z)·log Q. Beispiel Kupferelektrode mit E° = +0,34 V, [Cu²⁺] = 0,01 mol/L, z = 2: E = 0,34 − (0,0296)·log(1/0,01) = 0,34 − 0,0592 = 0,28 V.

Was bedeutet die Zahl z in der Nernst-Gleichung?+

z ist die Anzahl der Elektronen, die bei der betrachteten Redoxreaktion pro Formelumsatz übertragen werden. Bei der Reduktion von Cu²⁺ zu Cu werden zwei Elektronen aufgenommen, also z = 2; bei Ag⁺ zu Ag nur eines, z = 1. Ein häufiger Fehler ist, z mit einem stöchiometrischen Koeffizienten aus der Reaktionsgleichung zu verwechseln. z ergibt sich immer aus der Änderung der Oxidationszahl, also aus der Elektronenbilanz der Teilgleichung. Weil z im Nenner des Nernst-Terms steht, halbiert ein doppelt so großes z den Einfluss der Konzentration auf das Potential. Bestimme z deshalb sorgfältig, bevor du einsetzt.

Warum sinkt das Potential, wenn der Reaktionsquotient Q größer wird?+

Weil in der Nernst-Gleichung der Term (RT/zF)·ln Q vom Standardpotential abgezogen wird. Wird Q größer, wächst ln Q, und ein größerer Betrag wird subtrahiert, wodurch E sinkt. Ein großer Reaktionsquotient bedeutet, dass die Produkte gegenüber den Edukten überwiegen; die Reaktion ist also schon weit fortgeschritten und hat weniger Triebkraft, was das kleinere Potential widerspiegelt. Umgekehrt liefert ein kleines Q, mit überwiegenden Edukten, ein höheres Potential. Im Gleichgewicht ist Q gleich der Gleichgewichtskonstanten K und das Potential wird null; dann liefert die Zelle keine Spannung mehr. So verbindet die Nernst-Gleichung Konzentration und Zellspannung.

Was ist der Unterschied zwischen Standardpotential und tatsächlichem Potential?+

Das Standardpotential E° ist ein tabellierter Referenzwert, der unter Standardbedingungen gilt: alle Konzentrationen 1 mol/L, Gasdrücke 1 bar und meist 25 °C. Das tatsächliche Potential E weicht davon ab, sobald die realen Konzentrationen von den Standardwerten abweichen. Die Nernst-Gleichung berechnet genau diese Abweichung über den Term (RT/zF)·ln Q. Sind alle Konzentrationen 1 mol/L, ist Q gleich eins, ln Q gleich null, und E entspricht exakt E°. In der Praxis liegen die Konzentrationen selten bei Standardwerten, deshalb brauchst du die Nernst-Gleichung, um das reale Potential einer Konzentrationszelle oder Batterie zu bestimmen.

Wie funktioniert eine Konzentrationszelle nach Nernst?+

Eine Konzentrationszelle besteht aus zwei gleichen Elektroden im selben Elektrolyten, aber mit unterschiedlichen Konzentrationen. Weil die Elektroden chemisch identisch sind, ist das Standardpotential E° gleich null; die Spannung entsteht allein durch den Nernst-Term. Nach E = −(RT/zF)·ln Q hängt die Spannung nur vom Konzentrationsverhältnis der beiden Halbzellen ab. Die verdünntere Seite wird zur negativen Elektrode, die konzentriertere zur positiven. Der Stromfluss gleicht die Konzentrationen an, bis beide gleich sind und die Spannung null wird. Solche Zellen zeigen eindrücklich, dass allein ein Konzentrationsunterschied ohne chemische Reaktion eine messbare Spannung erzeugen kann.

Nernst-Gleichung prüfungssicher behalten

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Wie berechnet man mit Nernst-Gleichung?

So gehst du eine typische Aufgabe zu Nernst-Gleichung (E = E° − (RT/zF)·ln Q) Schritt für Schritt an:

  1. 1

    Aufgabe

    Warum sinkt E bei größerem Q?

    Rechenweg

    ln Q wird größer und der Term RT/(zF)·ln Q wird von E° abgezogen.