Physik · Mechanik

Newtons zweites Gesetz

Das zweite Newtonsche Gesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen Kraft, Masse und Beschleunigung eines Körpers.

GrundlegendPrüfungsrelevant

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Formel

LaTeX: F = m \cdot a
F in Newton [N] = [kg·m/s²] · m in Kilogramm [kg] · a in m/s²
Schema: Ein Kraftpfeil F wirkt auf einen Körper der Masse m, darüber ein gestrichelter Beschleunigungspfeil a in dieselbe Richtung.mFa
Die Kraft F beschleunigt die Masse m, die Beschleunigung a zeigt in Richtung der Kraft.

Variablen & Einheiten – Newtons zweites Gesetz

SymbolBedeutungEinheit
FKraftN (Newton)
mMasse des Körperskg (Kilogramm)
aBeschleunigungm/s²

Herleitung & Hintergrund – Newtons zweites Gesetz

Isaac Newton formulierte 1687 in seinen "Philosophiae Naturalis Principia Mathematica" die drei Grundgesetze der klassischen Mechanik. Das zweite Gesetz (lex secunda) lautet: Vis impressa est mutatio motus — die einwirkende Kraft ist gleich der Änderung des Bewegungszustands. In moderner Vektorform: F⃗ = m·a⃗, wobei bei konstanter Masse F⃗ = dp⃗/dt = d(mv⃗)/dt = m·dv⃗/dt = m·a⃗.

Prüfungs-Blueprint

Gültigkeitsbereich

Gilt in Inertialsystemen der klassischen Mechanik und bei konstanter Masse. Bei sehr hohen Geschwindigkeiten oder variabler Masse muss die Impulsform F = dp/dt verwendet werden.

Herleitung in Schritten

Die Kraft ist die zeitliche Änderung des Impulses. Für konstante Masse wird daraus direkt F = m·a.

  1. 1Starte mit p = m·v und F = dp/dt.
  2. 2Ist m konstant, gilt dp/dt = m·dv/dt = m·a.

Umstellen

Beschleunigung aus Kraft und Masse

Je größer die Masse, desto kleiner ist bei gleicher Kraft die Beschleunigung.

Aufgabenvariante

Ein Körper mit 8 kg wird durch 24 N beschleunigt. Bestimme a.

a = F/m = 24 N / 8 kg = 3 m/s².

Typische Fehler

Masse in Gramm einsetzen oder Kraft und Gewichtskraft verwechseln.

Masse immer in kg einsetzen; Gewichtskraft ist nur ein Spezialfall F_G = m·g.

Klausurkontext

  • Typisch sind Aufgaben mit Freikörperbild, resultierender Kraft und anschließender Beschleunigung.

Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.

Rechenbeispiel

Ein Auto der Masse m = 1.200 kg beschleunigt mit a = 3 m/s². Die nötige Antriebskraft beträgt: F = 1.200 kg × 3 m/s² = 3.600 N.

Anwendungsgebiete

Fahrzeugdynamik, Raumfahrt (Raketenantrieb), Biomechanik (Ganganalyse), Materialprüfung

Quanta-Prüfungsset

Kuratiertes Prüfungsset für "Newtons zweites Gesetz":

Frage (Vorderseite)

Welche Formel beschreibt Newtons zweites Gesetz?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Wie stellst du F = ma nach Beschleunigung aus Kraft und Masse um?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Welcher typische Fehler passiert bei F = ma?

Antwort in deinem Set

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Diese 10 Karten sind fertig kuratiert. Ein Klick, und sie liegen in deinem Lernstapel, FSRS plant die Wiederholungen bis zur Klausur.

Wissenschaftliche Quellen

Häufige Schreibweisen & Suchanfragen

F=maF = m*aF = m·af=maF gleich m mal aKraft gleich Masse mal BeschleunigungNewtons 2. GesetzNewton's second lawKraftformel Physikzweites Newtonsches Gesetz

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Häufige Fragen zu Newtons zweites Gesetz

Wie berechnet man die Kraft mit F = m·a?+

Setze die Masse in Kilogramm und die Beschleunigung in Meter pro Sekunde zum Quadrat ein, dann multiplizierst du beide Werte. Das Ergebnis erhältst du in Newton, denn 1 N ist definiert als 1 kg·m/s². Beispiel: Ein Körper von 8 kg, der mit 3 m/s² beschleunigt, erfährt F = 8·3 = 24 N. Achte darauf, dass F die resultierende Kraft ist, also die Summe aller angreifenden Kräfte. Wirken mehrere Kräfte, musst du sie zuerst vorzeichenrichtig addieren, bevor du durch die Masse teilst oder die Beschleunigung bestimmst.

Wie stellt man F = m·a nach der Beschleunigung um?+

Teile beide Seiten der Gleichung durch die Masse, dann erhältst du a = F/m. Die Beschleunigung ist also der Quotient aus resultierender Kraft und Masse. Daraus folgt eine wichtige Aussage: Bei gleicher Kraft wird ein schwererer Körper langsamer beschleunigt, weil die Masse im Nenner steht. Willst du die Masse bestimmen, formst du zu m = F/a um. Setze immer SI-Einheiten ein, also Newton, Kilogramm und Meter pro Sekunde zum Quadrat, sonst stimmt das Ergebnis nicht. Ein Wert in Gramm oder in km/h muss vor dem Einsetzen umgerechnet werden.

Was ist der Unterschied zwischen Kraft und Gewichtskraft?+

Kraft im zweiten Newtonschen Gesetz ist jede resultierende Einwirkung, die einen Körper beschleunigt. Die Gewichtskraft ist nur ein Sonderfall davon: Sie entsteht durch die Erdanziehung und lautet F_G = m·g mit dem Ortsfaktor g ≈ 9,81 m/s². Ein Körper von 10 kg hat also eine Gewichtskraft von rund 98 N, unabhängig davon, ob er sich bewegt. F = m·a beschreibt dagegen die Beschleunigung durch die Summe aller Kräfte, zu denen die Gewichtskraft, Reibung, Normalkraft oder Antriebskraft gehören können. Verwechsle die Masse in Kilogramm nie mit der Gewichtskraft in Newton, das ist ein häufiger Klausurfehler.

Wann gilt F = m·a nicht mehr?+

Die Form F = m·a setzt eine konstante Masse und ein Inertialsystem der klassischen Mechanik voraus. Sie versagt in zwei Fällen. Erstens bei veränderlicher Masse, etwa bei einer Rakete, die Treibstoff ausstößt; dort brauchst du die allgemeinere Impulsform F = dp/dt. Zweitens bei Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit, wo die relativistische Mechanik gilt und die träge Masse effektiv zunimmt. Auch in beschleunigten Bezugssystemen musst du Scheinkräfte wie die Zentrifugalkraft ergänzen. Für alle Schul- und typischen Studienaufgaben mit festen Massen und Alltagsgeschwindigkeiten bleibt F = m·a jedoch exakt gültig.

Warum ist die resultierende Kraft entscheidend und nicht eine einzelne Kraft?+

Ein Körper beschleunigt nur, wenn die Summe aller Kräfte ungleich null ist. Heben sich Kräfte gegenseitig auf, bleibt der Körper in Ruhe oder bewegt sich gleichförmig weiter, das ist das erste Newtonsche Gesetz. In F = m·a steht deshalb immer die resultierende Kraft. Zeichne bei Aufgaben zuerst ein Freikörperbild und trage alle Kräfte mit Richtung ein: Antrieb, Reibung, Gewichtskraft, Normalkraft. Danach addierst du die Kräfte komponentenweise, meist getrennt in x- und y-Richtung. Erst diese Summe setzt du in die Gleichung ein. Wer nur eine einzelne Kraft einsetzt, überschätzt die Beschleunigung fast immer.

Newtons zweites Gesetz prüfungssicher behalten

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Wie berechnet man mit Newtons zweites Gesetz?

So gehst du eine typische Aufgabe zu Newtons zweites Gesetz (F = ma) Schritt für Schritt an:

  1. 1

    Aufgabe

    Ein Körper mit 8 kg wird durch 24 N beschleunigt. Bestimme a.

    Rechenweg

    a = F/m = 24 N / 8 kg = 3 m/s².