Avogadro-Konstante (Teilchenzahl)
Die Avogadro-Konstante N_A verknüpft die Stoffmenge mit der tatsächlichen Teilchenzahl: Ein Mol enthält 6,022×10²³ Teilchen, n Mol entsprechend das n-fache.
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Formel
N = n \cdot N_AVariablen & Einheiten – Avogadro-Konstante (Teilchenzahl)
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| N | Teilchenzahl (Atome, Moleküle, Ionen) | dimensionslos |
| n | Stoffmenge | mol |
| N_A | Avogadro-Konstante (6,02214076×10²³) | mol⁻¹ |
Herleitung & Hintergrund – Avogadro-Konstante (Teilchenzahl)
Seit 2019 definiert der exakt festgelegte Wert N_A = 6,02214076×10²³ mol⁻¹ das Mol im SI-System. Benannt nach Amedeo Avogadro, dessen Hypothese von 1811 besagt, dass gleiche Gasvolumina bei gleichem Druck und gleicher Temperatur gleich viele Teilchen enthalten. Jean Perrin bestimmte N_A experimentell über die Brownsche Bewegung (Nobelpreis 1926).
Prüfungs-Blueprint
Gültigkeitsbereich
Gilt universell für jede Teilchensorte; entscheidend ist nur, welche Teilchen gezählt werden (Atome, Moleküle, Ionen, Elektronen).
Herleitung in Schritten
Das Mol ist seit 2019 direkt über die festgelegte Teilchenzahl N_A definiert.
- 1Ein Mol enthält per Definition exakt 6,02214076×10²³ Teilchen.
- 2n Mol enthalten entsprechend das n-fache: N = n·N_A.
Umstellen
Stoffmenge
Von der Teilchenzahl zurück zur Molangabe.
Masse eines Teilchens
Verbindet molare Masse und Einzelteilchenmasse.
Aufgabenvariante
Wie viele Moleküle enthalten 0,25 mol Wasser?
N = n·N_A = 0,25 · 6,022×10²³ ≈ 1,51×10²³ Moleküle.
Wie schwer ist ein einzelnes Wassermolekül (M = 18,02 g/mol)?
m_T = M/N_A = 18,02/(6,022×10²³) ≈ 2,99×10⁻²³ g.
Typische Fehler
Die Teilchensorte nicht festlegen.
1 mol H₂O enthält N_A Moleküle, aber 3·N_A Atome; immer angeben, was gezählt wird.
Zehnerpotenz von N_A falsch übernehmen.
N_A ≈ 6,022×10²³ mol⁻¹; ein Größenordnungs-Check entlarvt Tippfehler sofort.
Der Teilchenzahl N eine Einheit wie mol geben.
N ist eine reine Anzahl; nur n trägt die Einheit mol.
Klausurkontext
- Kombiaufgaben mit n = m/M: von der Einwaage zur Teilchenzahl und zurück, auch in Kernphysik-Kontexten.
Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.
Formelcluster
Teilchen zählen
Die Brücke zwischen Mol-Rechnung und Teilchenmodell.
Rechenbeispiel
0,25 mol Wasser enthalten N = n·N_A = 0,25 × 6,022×10²³ ≈ 1,51×10²³ Moleküle. Umgekehrt: 3,011×10²⁴ Teilchen entsprechen n = N/N_A = 5,0 mol.
Anwendungsgebiete
Teilchenzahl-Rechnungen, SI-Definition des Mols, Kristallographie, Halbleiterdotierung, Radioaktivität (Aktivität aus Kernzahl)
Quanta-Prüfungsset
Kuratiertes Prüfungsset für "Avogadro-Konstante (Teilchenzahl)":
Frage (Vorderseite)
Welche Formel beschreibt Avogadro-Konstante (Teilchenzahl)?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Wie stellst du N = n·N_A nach Stoffmenge um?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Welcher typische Fehler passiert bei N = n·N_A?
Antwort in deinem Set
+ 7 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe
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Wissenschaftliche Quellen
Häufige Schreibweisen & Suchanfragen
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Häufige Fragen zu Avogadro-Konstante (Teilchenzahl)
Wie berechnet man die Teilchenzahl aus der Stoffmenge?+
Multipliziere die Stoffmenge mit der Avogadro-Konstante: N = n·N_A mit N_A = 6,022×10²³ mol⁻¹. Beispiel: 0,25 mol Wasser enthalten N = 0,25·6,022×10²³ ≈ 1,51×10²³ Moleküle. Ist statt der Stoffmenge eine Masse gegeben, gehst du in zwei Schritten vor: erst n = m/M, dann N = n·N_A. So enthalten 9,0 g Wasser (n = 0,50 mol) rund 3,0×10²³ Moleküle. Das Ergebnis ist eine reine Anzahl ohne Einheit. Kontrolliere immer die Größenordnung: Alltagsmengen eines Stoffes liegen fast immer im Bereich 10²² bis 10²⁵ Teilchen; ein Ergebnis wie 10¹² wäre ein sicheres Zeichen für einen Rechenfehler.
Warum hat die Avogadro-Konstante genau diesen Wert?+
Der Wert ist historisch so gewählt, dass Teilchenmasse und molare Masse denselben Zahlenwert bekommen: Ein Kohlenstoff-12-Atom wiegt 12 u, ein Mol Kohlenstoff-12 wiegt praktisch 12 g. Dafür muss die Zahl der Teilchen pro Mol gerade der Kehrwert der atomaren Masseneinheit in Gramm sein. Ursprünglich war das Mol deshalb über 12 g Kohlenstoff-12 definiert, und N_A wurde gemessen, unter anderem von Jean Perrin über die Brownsche Bewegung und später hochpräzise über nahezu perfekte Silizium-Einkristallkugeln. Seit der SI-Reform 2019 ist der Spieß umgedreht: N_A = 6,02214076×10²³ mol⁻¹ ist exakt festgelegt und definiert seinerseits das Mol.
Wie schwer ist ein einzelnes Atom oder Molekül?+
Teile die molare Masse durch die Avogadro-Konstante: m_T = M/N_A. Ein Wassermolekül wiegt demnach 18,02 g/mol geteilt durch 6,022×10²³ mol⁻¹, also etwa 2,99×10⁻²³ g. Ein Kohlenstoffatom kommt auf 12,01/6,022×10²³ ≈ 1,99×10⁻²³ g. Solche Zahlen zeigen, warum man Teilchen nicht einzeln wiegt, sondern in Mol-Portionen: Erst 10²³ Teilchen ergeben wägbare Gramm-Mengen. Umgekehrt funktioniert es genauso: Aus der Masse eines Teilchens in u erhältst du direkt die molare Masse in g/mol, denn beide Zahlenwerte sind gleich. Diese Umrechnung taucht in Klausuren gern versteckt auf, etwa bei Massenspektrometrie-Aufgaben oder in der Kernphysik.
Zählt man bei N = n·N_A Atome oder Moleküle?+
Das entscheidest du selbst, und genau deshalb musst du die Teilchensorte immer dazu sagen. Die Formel liefert die Anzahl derjenigen Teilchen, auf die sich die Stoffmenge bezieht. Ein Mol Wasser enthält 6,022×10²³ Wassermoleküle, aber jedes Molekül besteht aus drei Atomen, also stecken 3·6,022×10²³ ≈ 1,8×10²⁴ Atome darin. Ein Mol Sauerstoffgas O₂ enthält N_A Moleküle und 2·N_A Sauerstoffatome. Bei Salzen zählt man Formeleinheiten oder direkt Ionen: Ein Mol CaCl₂ liefert ein Mol Ca²⁺- und zwei Mol Cl⁻-Ionen. Klausurfragen zielen oft genau auf diesen Unterschied; lies also präzise, ob nach Molekülen, Atomen oder Ionen gefragt ist.
Was besagt das Gesetz von Avogadro für Gase?+
Avogadros Hypothese von 1811 besagt: Gleiche Volumina beliebiger Gase enthalten bei gleichem Druck und gleicher Temperatur gleich viele Teilchen. Das ist bemerkenswert, weil die Teilchen selbst völlig verschieden schwer sein können. Daraus folgt das molare Volumen: Bei Normbedingungen (0 °C, 1013 hPa) nimmt ein Mol jedes idealen Gases etwa 22,4 L ein, bei Standardbedingungen (25 °C, 1 bar) etwa 24,8 L (aus V = nRT/p = 8,314·298,15/100 000 m³). Damit kannst du Gasvolumina direkt in Stoffmengen übersetzen: 11,2 L Wasserstoff bei Normbedingungen sind 0,5 mol. Das Gesetz steckt als V ∝ n im idealen Gasgesetz pV = nRT und erklärt, warum Reaktionsgleichungen für Gase auch Volumenverhältnisse beschreiben.
Avogadro-Konstante (Teilchenzahl) prüfungssicher behalten
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Wie berechnet man mit Avogadro-Konstante (Teilchenzahl)?
So gehst du eine typische Aufgabe zu Avogadro-Konstante (Teilchenzahl) (N = n·N_A) Schritt für Schritt an:
- 1
Aufgabe
Wie viele Moleküle enthalten 0,25 mol Wasser?
Rechenweg
N = n·N_A = 0,25 · 6,022×10²³ ≈ 1,51×10²³ Moleküle.
- 2
Aufgabe
Wie schwer ist ein einzelnes Wassermolekül (M = 18,02 g/mol)?
Rechenweg
m_T = M/N_A = 18,02/(6,022×10²³) ≈ 2,99×10⁻²³ g.