Molare Masse
Die molare Masse M gibt an, wie viel Gramm ein Mol eines Stoffes wiegt. Sie ist der Quotient aus Masse und Stoffmenge und ergibt sich für Verbindungen als Summe der Atommassen.
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Formel
M = \frac{m}{n}Variablen & Einheiten – Molare Masse
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| M | Molare Masse | g/mol |
| m | Masse der Stoffportion | g |
| n | Stoffmenge | mol |
Herleitung & Hintergrund – Molare Masse
Der Zahlenwert von M in g/mol stimmt mit der relativen Atom- bzw. Molekülmasse in u überein: M(H) = 1,008, M(C) = 12,01, M(O) = 16,00 g/mol. Für Verbindungen summiert man die Atommassen gemäß Formel, bei Salzen für die Formeleinheit. Die Werte im Periodensystem sind Mittelwerte über die natürliche Isotopenverteilung.
Prüfungs-Blueprint
Gültigkeitsbereich
Gilt für reine Stoffe mit definierter Formel; im Periodensystem stehen Mittelwerte über die natürliche Isotopenverteilung.
Herleitung in Schritten
M verbindet die Masse eines einzelnen Teilchens mit wägbaren Mengen über die Avogadro-Konstante.
- 1Ein Teilchen wiegt m_T; ein Mol enthält N_A Teilchen, also M = m_T·N_A.
- 2Praktisch berechnet man M als Summe der Atommassen gemäß Formel.
Umstellen
Masse
Einwaage für eine gewünschte Stoffmenge.
Stoffmenge
Der Standard-Einstieg jeder stöchiometrischen Rechnung.
Aufgabenvariante
Welche molare Masse hat CO₂?
M(CO₂) = 12,01 + 2·16,00 = 44,01 g/mol.
3,55 g eines zweiatomigen Gases entsprechen 0,050 mol. Welches Element liegt vor?
M = 3,55/0,050 = 71,0 g/mol; ein X₂-Molekül mit M(X) ≈ 35,5 g/mol passt zu Chlor: Cl₂.
Typische Fehler
Indizes in Klammern übersehen, etwa bei Ca(OH)₂.
Klammerinhalt komplett multiplizieren: M = 40,08 + 2·(16,00 + 1,008) = 74,10 g/mol.
Atommasse in u mit molarer Masse verwechseln.
Der Zahlenwert ist gleich, die Bedeutung nicht: u gilt pro Teilchen, g/mol pro Mol.
Bei Salzen eine Molekülmasse suchen.
Salze bilden Ionengitter; M gilt für die Formeleinheit, z. B. NaCl.
Klausurkontext
- Einstieg fast jeder Stöchiometrie-Aufgabe und Identifikation unbekannter Gase über Dichte oder Messwerte.
Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.
Formelcluster
Stöchiometrie-Grundgerüst
Molare Masse, Stoffmenge und Teilchenzahl übersetzen zwischen Waage und Teilchenwelt.
Rechenbeispiel
M(CO₂) = 12,01 + 2·16,00 = 44,01 g/mol. Messung: 3,55 g eines unbekannten Gases entsprechen 0,050 mol → M = 3,55/0,050 = 71,0 g/mol, das passt zu Chlor Cl₂ (2·35,45 = 70,9 g/mol).
Anwendungsgebiete
Stöchiometrische Umrechnungen, Identifikation unbekannter Stoffe, Gasdichtebestimmung, Massenspektrometrie, Rezeptur- und Einwaageberechnung
Quanta-Prüfungsset
Kuratiertes Prüfungsset für "Molare Masse":
Frage (Vorderseite)
Welche Formel beschreibt Molare Masse?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Wie stellst du M = m/n nach Masse um?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Welcher typische Fehler passiert bei M = m/n?
Antwort in deinem Set
+ 7 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe
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Wissenschaftliche Quellen
Häufige Schreibweisen & Suchanfragen
Verwandte Formeln
Weitere Chemie-Formeln
Häufige Fragen zu Molare Masse
Wie berechnet man die molare Masse einer Verbindung?+
Summiere die molaren Massen aller Atome gemäß der Formel. Die Werte liest du aus dem Periodensystem ab: M(H) = 1,008, M(C) = 12,01, M(O) = 16,00 g/mol. Für Kohlenstoffdioxid CO₂ ergibt das M = 12,01 + 2·16,00 = 44,01 g/mol, für Wasser 2·1,008 + 16,00 = 18,02 g/mol. Bei Klammern multiplizierst du den kompletten Klammerinhalt mit dem Index: Ca(OH)₂ liefert 40,08 + 2·(16,00 + 1,008) = 74,10 g/mol. Hydratwasser zählt mit: CuSO₄·5H₂O enthält fünf zusätzliche Wassereinheiten. Wer sauber Schritt für Schritt jede Atomsorte einzeln aufschreibt, vermeidet die typischen Flüchtigkeitsfehler bei Indizes.
Was ist der Unterschied zwischen molarer Masse und Molekülmasse?+
Die Molekülmasse beschreibt ein einzelnes Teilchen und wird in der atomaren Masseneinheit u angegeben; die molare Masse beschreibt ein ganzes Mol Teilchen und trägt die Einheit g/mol. Der Zahlenwert ist praktischerweise identisch: Ein Wassermolekül wiegt 18,02 u, ein Mol Wasser wiegt 18,02 g. Das ist kein Zufall, sondern Konstruktionsprinzip des Mols: Die Avogadro-Zahl wurde historisch so gewählt, dass genau diese Übereinstimmung entsteht. Verbunden sind beide Größen über M = m_T·N_A. Bei Salzen wie NaCl spricht man übrigens nicht von Molekülmasse, weil keine Moleküle vorliegen, sondern von der Masse der Formeleinheit; die molare Masse funktioniert dort genauso.
Wie identifiziert man einen unbekannten Stoff über die molare Masse?+
Miss Masse und Stoffmenge einer Probe und bilde den Quotienten M = m/n. Bei Gasen bekommst du die Stoffmenge bequem über das ideale Gasgesetz: n = pV/(RT). Beispiel: 3,55 g eines unbekannten Gases entsprechen 0,050 mol, also M = 3,55/0,050 = 71,0 g/mol. Ist bekannt, dass das Gas zweiatomig ist, suchst du ein Element mit M ≈ 35,5 g/mol und findest Chlor: Cl₂ mit 70,9 g/mol. Dieselbe Logik nutzt die Massenspektrometrie hochpräzise: Sie trennt Teilchen nach Masse-zu-Ladung und liest die Molekülmasse direkt ab. In Klausuren ist die Gas-Variante der Standardweg, oft kombiniert mit Dichteangaben.
Warum stehen im Periodensystem keine glatten Zahlen für die Atommassen?+
Weil die tabellierten Werte Mittelwerte über die natürliche Isotopenverteilung sind. Chlor besteht zu etwa 76 % aus Cl-35 und zu 24 % aus Cl-37; gewichtet ergibt das die mittlere Atommasse von 35,45 u. Auch die Bindungsenergie der Kerne verschiebt die Massen minimal gegenüber der reinen Nukleonenzahl. Für die Stöchiometrie ist das die richtige Zahl, denn jede reale Probe enthält das natürliche Isotopengemisch. Nur wenn mit angereicherten Isotopen gearbeitet wird, etwa in der Kernchemie oder bei markierten Verbindungen, musst du die Masse des konkreten Isotops verwenden. Für Klausuren gilt: Werte aus dem Periodensystem ablesen und sinnvoll runden, meist auf zwei Dezimalstellen.
Wie hängt die molare Masse mit der Dichte eines Gases zusammen?+
Für ideale Gase folgt aus pV = nRT mit n = m/M die Beziehung ρ = m/V = p·M/(R·T). Die Dichte eines Gases ist also proportional zur molaren Masse: Bei gleichem Druck und gleicher Temperatur ist Kohlenstoffdioxid (44 g/mol) deutlich dichter als Luft (im Mittel etwa 29 g/mol), weshalb sich CO₂ am Boden sammelt, während Helium (4 g/mol) aufsteigt. Umgekehrt kannst du aus einer gemessenen Gasdichte die molare Masse bestimmen: M = ρ·R·T/p. Beispiel: Ein Gas mit ρ = 1,25 g/L bei 273 K und 101 325 Pa liefert M = 1,25·8,314·273/101,325 ≈ 28 g/mol, das passt zu Stickstoff N₂.
Molare Masse prüfungssicher behalten
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Wie berechnet man mit Molare Masse?
So gehst du eine typische Aufgabe zu Molare Masse (M = m/n) Schritt für Schritt an:
- 1
Aufgabe
Welche molare Masse hat CO₂?
Rechenweg
M(CO₂) = 12,01 + 2·16,00 = 44,01 g/mol.
- 2
Aufgabe
3,55 g eines zweiatomigen Gases entsprechen 0,050 mol. Welches Element liegt vor?
Rechenweg
M = 3,55/0,050 = 71,0 g/mol; ein X₂-Molekül mit M(X) ≈ 35,5 g/mol passt zu Chlor: Cl₂.