Chemie · Spektroskopie

Lambert-Beersches Gesetz (Photometrie)

Das Lambert-Beer-Gesetz verknüpft die Extinktion (Absorbanz) einer Lösung mit ihrer Konzentration und Schichtdicke — Grundlage der UV/Vis-Spektroskopie und quantitativen Analytik.

FortgeschrittenPrüfungsrelevant

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Formel

LaTeX: A = \varepsilon \cdot c \cdot d
A dimensionslos, ε in L·mol⁻¹·cm⁻¹, c in mol/L, d in cm

Variablen & Einheiten – Lambert-Beersches Gesetz (Photometrie)

SymbolBedeutungEinheit
AExtinktion (Absorbanz) = lg(I₀/I)dimensionslos
εMolarer dekadischer Extinktionskoeffizient (stoffspezifisch)L·mol⁻¹·cm⁻¹
cMolare Konzentration des absorbierenden Stoffsmol/L
dSchichtdicke der Küvettecm

Herleitung & Hintergrund – Lambert-Beersches Gesetz (Photometrie)

Johann Lambert (1760) und August Beer (1852) formulierten das Gesetz unabhängig. Gültig im linearen Bereich (A < 1,0). Abweichungen bei hohen Konzentrationen. ELISA, HPLC-Detektion und Glukose-Sensoren basieren darauf.

Prüfungs-Blueprint

Gültigkeitsbereich

Gilt im linearen Konzentrationsbereich, bei monochromatischem Licht und ohne Streuung oder chemische Wechselwirkungen.

Herleitung in Schritten

Jede dünne Schicht absorbiert denselben relativen Anteil des Lichts.

  1. 1Die Intensität nimmt exponentiell mit Weglänge und Konzentration ab.
  2. 2Der dekadische Logarithmus der Transmission liefert A = εcd.

Umstellen

Konzentration aus Absorbanz

Küvettenlänge und Einheit von ε müssen zusammenpassen.

Aufgabenvariante

Warum werden sehr hohe Absorbanzen ungenau?

Es erreicht zu wenig Licht den Detektor; Streuung und Gerätefehler dominieren.

Typische Fehler

ε-Einheiten und Küvettenlänge cm/m mischen.

Wenn ε in L·mol⁻¹·cm⁻¹ steht, muss d in cm eingesetzt werden.

Klausurkontext

  • Häufig in Kalibriergeraden, UV/Vis-Auswertung und Konzentrationsbestimmung.

Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.

Rechenbeispiel

Protein (ε = 40 000 L·mol⁻¹·cm⁻¹), Küvette d = 1 cm, c = 10⁻⁵ mol/L: A = 40 000 · 10⁻⁵ · 1 = 0,40. Transmission: T = 10⁻⁰·⁴⁰ ≈ 40 %.

Anwendungsgebiete

UV/Vis-Spektroskopie, Proteinkonzentrationsbestimmung (BCA, Bradford), ELISA, Enzymassays, Wasseranalytik

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Frage (Vorderseite)

Welche Formel beschreibt Lambert-Beersches Gesetz (Photometrie)?

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Wie stellst du A = ε·c·d nach Konzentration aus Absorbanz um?

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Frage (Vorderseite)

Welcher typische Fehler passiert bei A = ε·c·d?

Antwort in deinem Set

+ 7 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe

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Wissenschaftliche Quellen

Häufige Schreibweisen & Suchanfragen

A=epsilon*c*dA=ε*c*dE=ε*c*dExtinktion FormelLambert-Beer GesetzBeer-Lambert lawAbsorption Spektroskopie FormelAbsorbanz Formel UV Vis

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Weitere Chemie-Formeln

Häufige Fragen zu Lambert-Beersches Gesetz (Photometrie)

Wie berechnet man die Absorbanz mit dem Lambert-Beerschen Gesetz?+

Multipliziere den molaren Extinktionskoeffizienten ε, die Konzentration c und die Schichtdicke d: A = ε·c·d. Die Absorbanz A ist dimensionslos. Setze ε in L·mol⁻¹·cm⁻¹, c in mol/L und d in cm ein, damit sich die Einheiten aufheben. Beispiel: Ein Protein mit ε = 40 000 L·mol⁻¹·cm⁻¹ in einer 1 cm Küvette bei c = 10⁻⁵ mol/L ergibt A = 40 000·10⁻⁵·1 = 0,40. Aus der Absorbanz folgt die Transmission über T = 10^(−A), hier also T = 10⁻⁰·⁴ ≈ 40 Prozent. Achte darauf, dass die Einheit von ε und die Schichtdicke zusammenpassen, meist beide in Zentimetern.

Wie bestimmt man eine unbekannte Konzentration mit dem Lambert-Beerschen Gesetz?+

Stelle das Gesetz nach der Konzentration um: c = A/(ε·d). Du misst die Absorbanz A der Probe im Photometer, kennst den molaren Extinktionskoeffizienten ε des Stoffes und die Schichtdicke d der Küvette. Aus diesen drei Größen ergibt sich die Konzentration. In der Praxis nimmt man oft eine Kalibriergerade auf, indem man die Absorbanz mehrerer bekannter Konzentrationen misst; ihre Steigung ist ε·d. Aus der Absorbanz der unbekannten Probe liest man dann über die Gerade die Konzentration ab. Achte auf einheitliche Einheiten und darauf, im linearen Bereich zu bleiben. Diese Methode ist ein Standardverfahren der quantitativen Analytik, etwa zur Konzentrationsbestimmung von Farbstoffen oder Proteinen.

Warum werden sehr hohe Absorbanzwerte ungenau?+

Bei hoher Absorbanz erreicht nur noch sehr wenig Licht den Detektor, weil fast alles absorbiert wird. Bei A = 2 kommt nur noch 1 Prozent des Lichts durch, bei A = 3 nur 0,1 Prozent. Dieses geringe Restsignal wird von Streulicht, Rauschen und Geräteungenauigkeiten dominiert, sodass kleine Messfehler große relative Fehler in der Konzentration verursachen. Außerdem verliert der lineare Zusammenhang bei hohen Konzentrationen seine Gültigkeit, weil sich Teilchen gegenseitig beeinflussen und das Gesetz nur für verdünnte Lösungen gilt. Deshalb misst man am genauesten im Absorbanzbereich zwischen etwa 0,1 und 1. Ist die Probe zu konzentriert, verdünnt man sie, statt eine unzuverlässige hohe Absorbanz zu messen.

Was bedeutet der molare Extinktionskoeffizient?+

Der molare Extinktionskoeffizient ε ist eine stoffspezifische Größe und gibt an, wie stark ein Stoff Licht einer bestimmten Wellenlänge absorbiert. Er hat die Einheit L·mol⁻¹·cm⁻¹ und beschreibt die Absorbanz pro Konzentration und Schichtdicke. Ein großer Wert bedeutet, dass schon kleine Konzentrationen stark absorbieren, was empfindliche Messungen erlaubt. ε hängt von der Substanz, der Wellenlänge des Lichts und teils vom Lösungsmittel ab; deshalb misst man meist am Absorptionsmaximum, wo ε am größten ist. Farbstoffe und Proteine mit ausgedehnten Elektronensystemen haben oft sehr hohe Extinktionskoeffizienten. ε ist der Proportionalitätsfaktor, der Konzentration und gemessene Absorbanz im Lambert-Beerschen Gesetz verbindet.

Wann gilt das Lambert-Beersche Gesetz nicht mehr?+

Das Gesetz gilt nur unter mehreren Voraussetzungen: verdünnte Lösungen, monochromatisches Licht und keine Streuung oder chemischen Wechselwirkungen. Bei hohen Konzentrationen weicht die Absorbanz von der Linearität ab, weil sich die Teilchen gegenseitig beeinflussen und der Extinktionskoeffizient nicht mehr konstant ist. Ist das Licht nicht einfarbig, mischen sich verschiedene Wellenlängen mit unterschiedlichem ε und verfälschen das Ergebnis. Auch trübe oder streuende Proben, chemische Reaktionen, Assoziation oder Dissoziation der gelösten Teilchen führen zu Abweichungen. Ein häufiger Fehler ist, das Gesetz bei zu hohen Konzentrationen anzuwenden. Für klare, verdünnte Lösungen im Photometer liefert es dagegen sehr zuverlässige, lineare Zusammenhänge.

Lambert-Beersches Gesetz (Photometrie) prüfungssicher behalten

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Wie berechnet man mit Lambert-Beersches Gesetz (Photometrie)?

So gehst du eine typische Aufgabe zu Lambert-Beersches Gesetz (Photometrie) (A = ε·c·d) Schritt für Schritt an:

  1. 1

    Aufgabe

    Warum werden sehr hohe Absorbanzen ungenau?

    Rechenweg

    Es erreicht zu wenig Licht den Detektor; Streuung und Gerätefehler dominieren.