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Das Massenwirkungsgesetz (MWG) beschreibt das chemische Gleichgewicht: Das stöchiometrisch gewichtete Verhältnis der Gleichgewichtskonzentrationen von Produkten zu Edukten ist konstant.
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Formel
Kc dimensionslos (Konzentrationen in mol/L)
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Gleichgewichtskonstante (konzentrationsbezogen) | dimensionslos | |
| Gleichgewichtskonzentrationen der Produkte | mol/L | |
| Gleichgewichtskonzentrationen der Edukte | mol/L | |
| Stöchiometrische Koeffizienten | dimensionslos |
K_c = \frac{[C]^c \cdot [D]^d}{[A]^a \cdot [B]^b}Eigene schematische Darstellung von Quanta
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Guldberg & Waage (1864) formulierten das MWG. : Gleichgewicht auf Produktseite. : Gleichgewicht auf Eduktseite. Le-Chatelier-Prinzip: Konzentrations-, Druck- oder Temperaturänderung verschiebt das Gleichgewicht kompensatorisch.
Gilt für chemische Gleichgewichte bei gegebener Temperatur; streng mit Aktivitäten, schulisch oft mit Konzentrationen.
Im Gleichgewicht gleichen sich Hin- und Rückreaktionsgeschwindigkeit aus.
Produktkonzentration in einfacher Gleichung
Stöchiometrische Koeffizienten werden Exponenten.
Was bedeutet ?
Das Gleichgewicht liegt stark auf der Produktseite.
Koeffizienten nicht als Exponenten verwenden.
Im MWG stehen stöchiometrische Faktoren im Exponenten.
Formelcluster
Grundlage für Puffer, Gibbs-Energie und Elektrochemie.
N2 + 3H2 ⇌ 2NH3. Bei , , : .
Haber-Bosch-Verfahren (NH3-Synthese), Säure-Base-Gleichgewichte, Pufferberechnung, Löslichkeitsprodukt
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Massenwirkungsgesetz (Gleichgewichtskonstante) (Kc = [C]ᶜ·[D]ᵈ / ([A]ᵃ·[B]ᵇ)).
Aufgabe
Was bedeutet ?
Rechenweg
Das Gleichgewicht liegt stark auf der Produktseite.
Die Gleichgewichtskonstante Kc ist der Quotient aus den Produktkonzentrationen und den Eduktkonzentrationen, jeweils potenziert mit ihren stöchiometrischen Koeffizienten: . Die Koeffizienten aus der Reaktionsgleichung werden also zu Exponenten. Setze die Gleichgewichtskonzentrationen in ein. Beispiel: Für N2 + 3H2 ⇌ 2NH3 mit , und ergibt sich . Achte darauf, die Koeffizienten korrekt als Exponenten und nicht als Faktoren einzusetzen; das ist der häufigste Fehler.
Die Gleichgewichtskonstante Kc zeigt an, auf welcher Seite das Gleichgewicht liegt. Ist Kc sehr viel größer als eins, überwiegen die Produkte, das Gleichgewicht liegt also weit auf der rechten Seite und die Reaktion läuft nahezu vollständig ab. Ist Kc sehr viel kleiner als eins, überwiegen die Edukte, es bildet sich nur wenig Produkt. Liegt Kc in der Größenordnung von eins, sind Edukte und Produkte in vergleichbaren Mengen vorhanden. Wichtig ist, dass Kc nur die Lage des Gleichgewichts beschreibt, nicht wie schnell es erreicht wird; das ist eine Frage der Kinetik. Kc hängt zudem von der Temperatur ab.
Das Prinzip von Le Chatelier besagt, dass ein Gleichgewicht auf eine äußere Störung so reagiert, dass es der Störung ausweicht. Erhöhst du die Konzentration eines Edukts, verschiebt sich das Gleichgewicht zur Produktseite, um den Überschuss abzubauen. Erhöhst du den Druck bei Gasreaktionen, verschiebt es sich zur Seite mit weniger Gasteilchen. Änderst du die Temperatur, verschiebt sich das Gleichgewicht bei exothermen Reaktionen durch Erwärmen zur Eduktseite. Wichtig ist: Konzentrations- und Druckänderungen verschieben nur die Lage, lassen aber Kc unverändert. Nur die Temperatur ändert den Wert von Kc selbst. Dieses Prinzip nutzt die Industrie, etwa bei der Ammoniaksynthese, um die Ausbeute gezielt zu erhöhen.
Der Reaktionsquotient Q hat dieselbe Form wie die Gleichgewichtskonstante K, wird aber mit den aktuellen, nicht notwendigerweise Gleichgewichtskonzentrationen berechnet. Durch den Vergleich von Q mit K erkennst du, in welche Richtung eine Reaktion noch laufen wird. Ist Q kleiner als K, sind noch zu viele Edukte vorhanden und die Reaktion läuft weiter nach rechts zu den Produkten. Ist Q größer als K, sind zu viele Produkte da und die Reaktion läuft rückwärts. Ist Q gleich K, herrscht Gleichgewicht und es findet keine Nettoänderung mehr statt. Q ist also eine Momentaufnahme, K der Zielwert. Dieser Vergleich ist ein mächtiges Werkzeug, um die Reaktionsrichtung vorherzusagen.
Reine Feststoffe und reine Flüssigkeiten haben eine konstante, von der Menge unabhängige Aktivität, die per Konvention gleich eins gesetzt wird. Deshalb tauchen sie nicht im Ausdruck für Kc auf, denn ihre Konzentration ändert sich während der Reaktion nicht in relevanter Weise. Auch das Lösungsmittel, etwa Wasser in verdünnten wässrigen Lösungen, liegt in so großem Überschuss vor, dass seine Konzentration praktisch konstant bleibt und ebenfalls weggelassen wird. Nur gelöste Stoffe und Gase, deren Konzentration oder Partialdruck sich merklich verändert, gehen in die Gleichgewichtskonstante ein. Ein häufiger Fehler ist, einen Feststoff oder Wasser fälschlich mit einer Konzentration in Kc aufzunehmen.
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