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Der pKs-Wert ist der negative dekadische Logarithmus der Säurekonstante Ks und misst die Stärke einer Säure: Je kleiner der pKs, desto stärker die Säure.
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Formel
pKs dimensionslos · Ks in mol/L · [H3O+], [A−], [HA] in mol/L
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Säureexponent (negativer Logarithmus von Ks) | dimensionslos | |
| Säurekonstante der Protolyse HA + H2O ⇌ H3O+ + A− | mol/L | |
| [H3O+] | Hydronium-Konzentration im Gleichgewicht | mol/L |
| [A−] | Konzentration der konjugierten Base | mol/L |
| Konzentration der undissoziierten Säure | mol/L |
pK_S = -\lg K_S = -\lg \frac{[\text{H}_3\text{O}^+] \cdot [\text{A}^-]}{[\text{HA}]}Eigene schematische Darstellung von Quanta
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Der pKs folgt aus dem Massenwirkungsgesetz der Protolyse; die praktisch konstante Wasserkonzentration steckt in Ks. Orientierung: sehr starke Säuren (), mittelstarke 0 bis 4, schwache > 4 (Essigsäure 4,75, Ammonium 9,25). Für schwache Säuren gilt die Näherung ; für ein konjugiertes Paar gilt (25 °C).
Gilt für die Protolyse schwacher bis mittelstarker Säuren in verdünnter wässriger Lösung; bei sehr starken Säuren ist die Protolyse praktisch vollständig und der pKs kaum noch messbar.
Das Massenwirkungsgesetz der Protolyse wird logarithmiert, um handliche Zahlen zu erhalten.
Säurekonstante aus pKs
Eine pKs-Einheit entspricht Faktor 10 in Ks.
pH schwacher Säuren
Näherung für schwache Säuren mit geringem Protolysegrad.
pKb der konjugierten Base
Gilt bei 25 °C über das Ionenprodukt des Wassers.
Ks von Essigsäure ist . Wie groß ist der pKs?
; eine typische schwache Säure.
Berechne den pH von Essigsäure .
.
Großen pKs mit starker Säure verwechseln.
Je kleiner der pKs, desto größer Ks und desto stärker die Säure.
pKs mit pH gleichsetzen.
pKs ist eine Stoffkonstante; der pH hängt zusätzlich von der Konzentration ab. Nur am Halbäquivalenzpunkt gilt .
Die Näherungsformel auf starke Säuren anwenden.
Starke Säuren protolysieren vollständig: .
Wasser in den Ks-Ausdruck schreiben.
Die praktisch konstante Wasserkonzentration ist bereits in Ks enthalten.
Formelcluster
pKs verbindet pH-Definition, Puffergleichung und Ionenprodukt zu einem Rechenwerkzeug.
Essigsäure: . pH von Essigsäure: .
Säurestärke-Vergleich, Pufferauswahl (pKs nahe Ziel-pH), Titrationskurven, Pharmakologie (Membrangängigkeit von Wirkstoffen), Aminosäurechemie
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: pKs-Wert (Säurekonstante) (pKs = −lg(Ks)).
Aufgabe
Ks von Essigsäure ist . Wie groß ist der pKs?
Rechenweg
; eine typische schwache Säure.
Aufgabe
Berechne den pH von Essigsäure .
Rechenweg
.
Bilde den negativen dekadischen Logarithmus der Säurekonstante: . Beispiel Essigsäure: ergibt . Umgekehrt erhältst du die Säurekonstante über . Die Säurekonstante selbst stammt aus dem Massenwirkungsgesetz der Protolyse HA + H2O ⇌ H3O+ + A−: , wobei die praktisch konstante Wasserkonzentration bereits in Ks steckt. Der Logarithmus macht die unhandlichen Zehnerpotenzen vergleichbar: Statt Werten zwischen und arbeitest du mit einer Skala von etwa −6 bis +14. Eine pKs-Einheit Unterschied bedeutet Faktor 10 in der Säurestärke.
Je kleiner der pKs, desto stärker die Säure, denn desto größer ist Ks und desto vollständiger gibt die Säure ihr Proton an Wasser ab. Grobe Orientierung: Sehr starke Säuren haben negative pKs-Werte (, H2SO4 erste Stufe ≈ −3), mittelstarke liegen zwischen 0 und etwa 4 (Phosphorsäure erste Stufe 2,1), schwache darüber (Essigsäure 4,75, Kohlensäure 6,5, Ammonium 9,25). Vorsicht vor der klassischen Verwechslung: Ein großer pKs bedeutet eine schwache Säure, nicht eine starke. Für die konjugierte Base gilt bei 25 °; eine sehr schwache Säure hat also eine relativ starke konjugierte Base.
Für schwache Säuren gilt die Näherungsformel , wobei c0 die Anfangskonzentration der Säure ist. Beispiel: Essigsäure mit liefert . Die Näherung setzt voraus, dass nur ein kleiner Teil der Säure protolysiert und die Autoprotolyse des Wassers vernachlässigbar ist; das passt hier, denn der Protolysegrad liegt nur bei etwa 1,3 %. Für starke Säuren wie HCl ist die Formel falsch, dort gilt wegen vollständiger Protolyse einfach . Grenzfall mittelstarke Säuren: Dort braucht es die quadratische Gleichung aus dem Massenwirkungsgesetz.
Am Halbäquivalenzpunkt einer Titration ist genau die Hälfte der schwachen Säure neutralisiert, also liegen Säure HA und konjugierte Base A− in gleicher Konzentration vor. In der Henderson-Hasselbalch-Gleichung wird der Logarithmus dann , und es bleibt . Das ist doppelt nützlich: Experimentell liest du den pKs einer unbekannten Säure einfach an der Titrationskurve auf halber Strecke zum Äquivalenzpunkt ab. Und konzeptionell markiert dieser Punkt die maximale Pufferwirkung, weil das System dort Zugaben von Säure oder Base am besten abfängt. Klausuraufgaben kombinieren gern beide Aspekte.
Der pKs ist eine Stoffkonstante: Er charakterisiert, wie bereitwillig eine bestimmte Säure ihr Proton abgibt, und hängt nur von der Säure und der Temperatur ab. Der pH ist dagegen eine Zustandsgröße der Lösung: Er beschreibt die aktuelle Hydroniumkonzentration und ändert sich mit Konzentration, Verdünnung oder Zugabe anderer Stoffe. Dieselbe Essigsäure erzeugt je nach Konzentration ganz verschiedene pH-Werte: 2,88 bei , 3,38 bei . Verknüpft sind beide Größen über das Massenwirkungsgesetz, am direktesten in der Henderson-Hasselbalch-Gleichung. Nur im Spezialfall gleicher Säure- und Basekonzentration, etwa am Halbäquivalenzpunkt, stimmen pH und pKs überein.
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