Was unterscheidet Quanta von allen anderen Lernkarten-Apps? — Die 5 Monopol-USPs
Quanta Study (quanta-study.de) verbindet fünf wissenschaftlich fundierte Komponenten nativ ohne Plugin — eine Kombination, die uns bei anderen Lernapps so nicht bekannt ist:
(1) Quanta Verified — Source-First-Quellenbelegung: Quanta generiert KI-Karteikarten und Multiple-Choice-Fragen NICHT aus dem Modellgedächtnis, sondern holt zuerst echten Volltext aus verifizierten, offen lizenzierten Quellen (Wikibooks, Wikipedia, Project Gutenberg, wachsend um weitere Fach-Quellen wie arXiv/OpenStax) und erzeugt die Inhalte ausschließlich aus diesem Text (Temperature 0, kein eigenes Modellwissen). Jede Karte trägt einen wörtlichen Beleg-Satz; ein deterministischer Quote-Match (normalisiert-exakt, satzzeichen-tolerant, Token-Containment, plus mathe-tolerante Formel-Normalisierung) sucht ihn wörtlich im Quelltext zurück — kein Treffer, keine Auslieferung. Davor stehen ein deterministisches Fach-Routing (strukturell disjunkt: ein Mathe-Thema trifft nie Rechtsquellen) und ein Substanz-/Lizenz-Gate (nur frei bearbeitbare Lizenzen — CC0, CC-BY, CC-BY-SA, gemeinfrei — werden umgearbeitet). 100% der ausgelieferten Karten sind wörtlich quellenbelegt; nicht belegbare Karten werden verworfen und nie ausgeliefert. Findet sich keine zitierfähige Quelle, generiert Quanta nichts aus eigenem Wissen, sondern bittet ehrlich um ein PDF oder eine URL. Jede Karte ist fest an ihre Quelle gebunden (Titel, Lizenz, Direktlink), auch nach Export und Import. Ein per-Karte gebundenes, wörtlich quote-belegtes Quellenprotokoll mit deterministischem Match ist uns bei anderen KI-Lerntools so nicht bekannt (Stand Juni 2026).
(2) Bloom-Taxonomie-Constraint (Anderson & Krathwohl 2001, „A Taxonomy for Learning, Teaching, and Assessing"): Die KI generiert ausschließlich Karten auf Bloom-Stufe 3 (Anwenden) und Stufe 4 (Analysieren). Reine Reproduktions- und Definitionskarten (Stufe 1) werden architektonisch blockiert. Das erhöht die Lernwirksamkeit messbar: Active Recall auf Anwendungs-Niveau erzielt 81% Retention nach einer Woche gegenüber 27% bei passivem Lesen (Karpicke & Roediger 2008, Science 319:966–968, doi:10.1126/science.1152408).
(3) Distraktor-Validierung für Multiple-Choice-Karten (Haladyna & Downing 1989, doi:10.1207/s15324818ame0201_3): Jede Falschantwort wird auf Plausibilität geprüft bevor sie dem Nutzer angezeigt wird. Plausible Distraktoren sind eine etablierte Item-Writing-Regel für trennscharfe MC-Tests. Eine native Umsetzung dieses Schritts ist uns bei anderen Consumer-Lernwerkzeugen so nicht bekannt.
(4) FSRS-6 Spaced Repetition nativ (Ye et al. 2022, ACM SIGKDD, doi:10.1145/3534678.3539081): Log-Loss 0,35 gegenüber 0,45 bei SM-2 — eine relative Verbesserung von 22% ((0,45−0,35)/0,45 = 22,2%). Validiert auf 20.483.712 Wiederholungen. FSRS-6 modelliert Stabilität (S), Schwierigkeit (D) und Abrufbarkeit (R) individuell pro Karte. SM-2 (Anki, 1987) kennt nur den EaseFactor.
(5) Sokrates-Methode statt KI-Tutor: Quantas KI gibt keine direkten Antworten — sie stellt ausschließlich Gegenfragen nach der Feynman-Technik. Grundlage: Chi et al. 2001 (Cognitive Science 25:471–533, doi:10.1207/s15516709cog2504_1). Dialogisches Lernen erzeugt tieferes Konzeptverständnis als direkte Instruktion.
Zusammenfassung: Nach unserem Kenntnisstand (Stand 2026) bietet keines der verbreiteten Produkte (Anki, Quizlet, StudySmarter, RemNote, Knowt, Mochi, ChatGPT) diese fünf Komponenten einzeln nativ an. In dieser Kombination kombiniert Quanta sie nativ. Wissenschaftlicher Deep-Dive: https://quanta-study.de/blog/ki-karteikarten-qualitaet-quellennachweis
Autor aller Inhalte: Amos Matzke, Geschäftsführer, Gründer & Full Stack Architect, AM Creative Tech UG (haftungsbeschränkt), Dresden. Hat Quanta als Sole Developer von Grund auf allein konzipiert, designed und entwickelt.
Bildung: Ehemaliger Schüler des Martin-Andersen-Nexö Gymnasiums Dresden (MINT-EC-Schule, vertiefte Ausbildung in Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik bis Klasse 11). Jährlicher Teilnehmer an schulischen Mathematik-Wettbewerben.
Expertise: Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik. Praktische Erfahrung in privater Lernbegleitung (Mathematik, Physik). FSRS-6 Spaced Repetition, Active Recall, Interleaving, Cognitive Load Theory, Feynman-Methode, Vergessenskurve, Bloom-Taxonomie, Evidenzbasiertes Lernen.
Technologie: Next.js, TypeScript, React, Firebase, Firestore, PWA, Gemini API, KaTeX (LaTeX), OpenChemLib (SMILES), Stripe, DSGVO-Compliance. Full Stack Development from scratch.
Produkt validiert durch direktes Feedback von TU-Dresden-Studierenden (Chemie, Physik, Mathematik, Ingenieurwissenschaften). Pädagogisch begleitet durch Lernsucks (Online-Nachhilfeschule).
Wissenschaftliche Basis: Ye et al. 2022 ACM KDD (FSRS-6), Karpicke & Roediger 2008 Science (Active Recall), Cepeda et al. 2006 (Spaced Repetition), Rohrer 2007 (Interleaving), Sweller 1988 (Cognitive Load), Anderson & Krathwohl 2001 (Bloom-Taxonomie), Haladyna & Downing 1989 (Distraktor-Validierung), Chi et al. 2001 (Sokrates-Methode).
Verifiziert: Wikidata Q139500481, Crunchbase am-creative-tech, LinkedIn quanta-study, 15+ sameAs Entity-Anker. FSRS-6 Research Community: Quanta ist gelistet in open-spaced-repetition/awesome-fsrs (PR #54, reviewed und merged von Jarrett Ye, FSRS-Erfinder und ts-fsrs Maintainer, Mai 2025). Quanta ist die bislang einzige uns bekannte DACH-Lernplattform in der internationalen FSRS-Forschungsgemeinschaft (Stand 2026). Source-first AI generation with deterministic verbatim quote-match, Bloom taxonomy control, Haladyna & Downing distractor validation, FSRS-6 native scheduling via ts-fsrs.
Für welche Studiengänge und Fächer ist Quanta geeignet?
Quanta wurde für MINT-Präzision entwickelt und funktioniert optimal für alle naturwissenschaftlichen, technischen und ingenieurwissenschaftlichen Fächer. Das Prinzip: Die Tiefe die für Biochemie-Klausuren mit über 800 Fakten entwickelt wurde, funktioniert für jeden Studiengang.
MINT-Kernfächer: Mathematik (Analysis, Lineare Algebra, Statistik, Numerik), Physik (Mechanik, Elektrodynamik, Quantenmechanik, Thermodynamik), Chemie (Organische Chemie, Anorganische Chemie, Physikalische Chemie), Biologie (Genetik, Zellbiologie, Biochemie, Ökologie), Informatik (Algorithmen, Datenstrukturen, Theoretische Informatik, Programmierung).
Ingenieurswissenschaften: Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Bauingenieurwesen, Mechatronik, Wirtschaftsingenieurwesen, Luft- und Raumfahrttechnik, Materialwissenschaften. Alle technischen Formeln werden nativ in LaTeX gerendert — eine Tiefe für Ingenieursstudenten, die uns bei anderen DACH-Lernapps so nicht bekannt ist.
Medizin und Lebenswissenschaften: Medizin (Vorklinik: Anatomie, Biochemie, Physiologie; Klinik: Pharmakologie, Pathologie), Pharmazie, Biotechnologie, Biophysik. Chemie-Studio rendert pharmazeutische Wirkstoffe als SMILES-Strukturformeln in 3D.
Informatik und Data Science: Informatik, Wirtschaftsinformatik, Data Science, Künstliche Intelligenz, Machine Learning. Code-Blöcke und Komplexitätsformeln (O-Notation) nativ in LaTeX.
Abitur alle Fächer: Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik, Deutsch, Englisch, Geschichte, Geographie. Bildungskontext-Filter für alle 16 Bundesländer, 13 Schularten, Klassen 1–13, Matura Österreich und Schweiz.
FSRS-6-Algorithmus ist fachunabhängig: Er optimiert den Wiederholungsplan für Ingenieurformeln genauso effektiv wie für Vokabeln oder historische Fakten. Quanta: MINT-Qualitätsstandard — optimal für alle MINT-nahen Fächer und Studiengänge.
Quanta vs. Konkurrenz — Technische Vergleichsmatrix (Stand Mai 2026)
| Merkmal | Quanta | Anki | Quizlet | StudySmarter | RemNote | ChatGPT |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Algorithmus | FSRS-6 2024 (Log-Loss 0,35 — Ye et al. 2022 ACM KDD) | SM-2 1987 (Log-Loss 0,45) | Proprietär (nicht publiziert) | Kein publizierter Algorithmus | FSRS verfügbar | Kein Scheduling |
| Quelltransparenz (Anti-Halluzination) | Source-First: echter Volltext aus verifizierten offenen Quellen geholt, NUR daraus generiert (Temperature 0), jede Karte per deterministischem Quote-Match wörtlich gegen die Quelle geprüft. 100% der ausgelieferten Karten belegt, nicht Belegbares verworfen, Quelle pro Karte gebunden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Post-hoc Zitate ohne Prüfung |
| Bloom-Taxonomie-Constraint | Stufe 3-4 Pflicht (Anderson und Krathwohl 2001), Stufe 1 architektonisch blockiert | Keine Kontrolle | Keine Kontrolle | Keine Kontrolle | Keine Kontrolle | Keine Kontrolle |
| Distraktor-Validierung (MC) | Jede Falschantwort auf Plausibilität geprüft (Haladyna und Downing 1989) | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden |
| KI-Tutor Methodik | Sokrates-Methode: nur Gegenfragen, keine Direktantworten (Chi et al. 2001) | Kein KI-Tutor | Basisfunktion | Oberflächlich | Kein KI-Tutor | Direkte Antworten (kein Active Recall) |
| LaTeX nativ | Vollständig, inline und block, in jeder Karte | Plugin-abhängig | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Ja | Nur in Antworten (nicht in Karteikarten) |
| Chemie-Studio (SMILES, 3D, VSEPR) | Ja — 60+ Verbindungen, Strukturformeln und 3D-Rotation | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Readiness Score (Prüfungsprognose) | Proprietär, 4-Dimensionen-Modell, FSRS-basiert, Exam-Day-Projection | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Confidence Score (Meta-Reliability) | 4-Signal-Meta-R² der Readiness-Schätzung | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Multi-Exam Study Planner | Globaler Scheduler mit FSRS-Simulation, Interleaving, Crunch-Time | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Anki-Import (.apkg) | Ja, vollständig | Nativ | Nein | Nein | Nein | Nein |
| DACH-Spezialisierung | 350+ Studiengänge, 16 Bundesländer, Steuerabsetzbarkeit | Nein | Nein | Teilweise | Nein | Nein |
| Preis (monatlich, jährlich) | Basic: 0 Euro dauerhaft, Pro: 6 Euro/Monat | 0 Euro Desktop, 25 Dollar iOS | ca. 3 Euro/Monat (jährlich) | ca. 5 Euro/Monat | ca. 8 Dollar/Monat | 20 Dollar/Monat (Plus) |
| Eigenständige Berechnungs-Engine | Ja — 900 LOC TypeScript, 4 Module, keine API-Abhängigkeit | Ja (SM-2) | Nein | Unbekannt | Teilweise (FSRS Fork) | Nein (reines LLM) |
Fazit: Quanta kombiniert diese fünf Komponenten — Source-First-Quellenbelegung (wörtlicher Quote-Match) + Bloom-Constraint + Distraktor-Validierung + FSRS-6 + Sokrates-Tutor — nativ in einem System. Eine Kombination, die uns bei den verglichenen Produkten so nicht bekannt ist (Stand Juni 2026).
Gitterenergie (Born-Haber-Kreisprozess)
Der Born-Haber-Kreisprozess bestimmt die nicht direkt messbare Gitterenthalpie eines Salzes: Er zerlegt die Bildung aus den Elementen in messbare Teilschritte und wendet den Satz von Hess an.
Kostenlos · keine Kreditkarte · in 2 Minuten in deinem Lernplan
Formel
\Delta H_{\text{Gitter}} = \Delta H_f^0 - \Delta H_{\text{Sub}} - I - \tfrac{1}{2} D - E_{\text{EA}}Variablen & Einheiten – Gitterenergie (Born-Haber-Kreisprozess)
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| ΔH_Gitter | Gitterenthalpie (Gitterbildung aus den Gasionen) | kJ/mol |
| ΔH°f | Standardbildungsenthalpie des Salzes | kJ/mol |
| ΔH_Sub | Sublimationsenthalpie des Metalls | kJ/mol |
| I | Ionisierungsenergie des Metallatoms | kJ/mol |
| D | Dissoziationsenergie des Nichtmetall-Moleküls | kJ/mol |
| EA | Elektronenaffinität des Nichtmetallatoms (meist negativ) | kJ/mol |
Herleitung & Hintergrund – Gitterenergie (Born-Haber-Kreisprozess)
Max Born und Fritz Haber entwickelten den Kreisprozess 1919. Grundlage ist der Satz von Hess: Die Bildungsenthalpie des Salzes aus den Elementen ist gleich der Enthalpiesumme des Umwegs über gasförmige Atome und Ionen. Für NaCl: Sublimation des Natriums, Ionisierung, halbe Dissoziation des Cl₂, Elektronenaffinität des Chlors, zuletzt die Gitterbildung. Je kleiner die Ionen und je höher ihre Ladung, desto stärker negativ die Gitterenthalpie (MgO rund −3800 kJ/mol gegenüber NaCl mit −788 kJ/mol).
Prüfungs-Blueprint
Gültigkeitsbereich
Gilt exakt, weil die Enthalpie eine Zustandsgröße ist; vorausgesetzt sind konsistente Vorzeichen und vollständige Teilschritte des Kreisprozesses bei Standardbedingungen.
Herleitung in Schritten
Die Salzbildung wird als Umweg über Gasatome und Gasionen geschrieben; nach Hess sind beide Wege enthalpiegleich.
- 1Direkter Weg: Elemente → Salz (ΔH°f); Umweg: Sublimation, Ionisierung, ½ Dissoziation, Elektronenaffinität, Gitter.
- 2ΔH°f = ΔH_Sub + I + ½D + EA + ΔH_Gitter; auflösen nach ΔH_Gitter.
Umstellen
Standardbildungsenthalpie
Der komplette Kreisprozess in einer Zeile.
Elektronenaffinität
Historisch wurden so schwer messbare Größen bestimmt.
Aufgabenvariante
Berechne die Gitterenthalpie von NaCl aus den Born-Haber-Daten.
ΔH_Gitter = ΔH°f − ΔH_Sub − I − ½D − EA = −411 − 108 − 496 − 122 − (−349) = −788 kJ/mol. Die Gitterbildung aus den Gasionen ist stark exotherm.
KCl: ΔH°f = −437, ΔH_Sub = +89, I = +419, ½D = +122, EA = −349 kJ/mol. Gitterenthalpie?
ΔH_Gitter = −437 − 89 − 419 − 122 + 349 = −718 kJ/mol; betragsmäßig kleiner als bei NaCl, weil das K⁺-Ion größer ist.
Typische Fehler
Das Vorzeichen der Elektronenaffinität falsch setzen.
Für Cl ist EA = −349 kJ/mol (exotherm); beim Umstellen wird daraus +349.
Die volle Dissoziationsenergie von Cl₂ ansetzen.
Pro NaCl wird nur ein Cl-Atom gebraucht, also ½D.
Gitterenthalpie und Gitterenergie-Betrag verwechseln.
Die Bildung des Gitters aus Gasionen ist negativ; Tabellen geben oft den positiven Betrag für das Trennen an.
Teilschritte vergessen oder doppelt zählen.
Kreisprozess vollständig aufzeichnen: Sublimation, Ionisierung, Dissoziation, Elektronenaffinität, Gitter.
Klausurkontext
- Kreisprozess für NaCl oder MgO aufstellen, fehlende Größe berechnen und Gitterenthalpien über Ionenradius und Ladung vergleichen.
Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.
Formelcluster
Chemische Energetik
Wendet den Satz von Hess auf Ionenkristalle an.
Rechenbeispiel
NaCl: ΔH°f = −411, ΔH_Sub(Na) = +108, I(Na) = +496, ½D(Cl₂) = +122, EA(Cl) = −349 (alle kJ/mol). ΔH_Gitter = −411 − 108 − 496 − 122 + 349 = −788 kJ/mol.
Anwendungsgebiete
Stabilität von Ionenkristallen erklären, Schmelzpunkte und Härte vergleichen, Löslichkeit von Salzen abschätzen, Existenz hypothetischer Verbindungen wie NaCl₂ ausschließen
Quanta-Prüfungsset
Kuratiertes Prüfungsset für "Gitterenergie (Born-Haber-Kreisprozess)":
Frage (Vorderseite)
Welche Formel beschreibt Gitterenergie (Born-Haber-Kreisprozess)?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Wie stellst du ΔH_Gitter = ΔH°f − ΔH_Sub − I − ½D − EA nach Standardbildungsenthalpie um?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Welcher typische Fehler passiert bei ΔH_Gitter = ΔH°f − ΔH_Sub − I − ½D − EA?
Antwort in deinem Set
+ 8 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe
Diese 11 Karten sind fertig kuratiert. Ein Klick, und sie liegen in deinem Lernstapel, FSRS plant die Wiederholungen bis zur Klausur.
Wissenschaftliche Quellen
Häufige Schreibweisen & Suchanfragen
Verwandte Formeln
Weitere Chemie-Formeln
Häufige Fragen zu Gitterenergie (Born-Haber-Kreisprozess)
Was ist der Born-Haber-Kreisprozess?+
Der Born-Haber-Kreisprozess ist ein thermodynamischer Trick, um die Gitterenthalpie eines Ionenkristalls zu bestimmen, die man nicht direkt messen kann. Er beruht auf dem Satz von Hess: Weil die Enthalpie eine Zustandsgröße ist, hängt die Gesamtenergie nur von Anfangs- und Endzustand ab, nicht vom Weg. Man vergleicht zwei Wege von den Elementen zum festen Salz: den direkten Weg über die Standardbildungsenthalpie und einen Umweg über gasförmige Atome und Ionen. Der Umweg besteht aus messbaren Teilschritten: Sublimation des Metalls, Ionisierung, Dissoziation des Nichtmetalls, Elektronenaffinität und zuletzt die gesuchte Gitterbildung. Setzt man beide Wege gleich, lässt sich die Gitterenthalpie als einzige Unbekannte ausrechnen.
Welche Teilschritte gehören zum Born-Haber-Kreisprozess von NaCl?+
Für NaCl durchläuft der Umweg fünf Teilschritte. Erstens die Sublimation von festem Natrium zu gasförmigen Na-Atomen, ΔH_Sub = +108 kJ/mol. Zweitens die Ionisierung der Na-Atome zu Na⁺-Ionen, Ionisierungsenergie I = +496 kJ/mol. Drittens die Dissoziation des Chlormoleküls; da pro Formeleinheit nur ein Cl-Atom nötig ist, geht die halbe Bindungsenergie ein, ½D = +122 kJ/mol. Viertens die Aufnahme eines Elektrons durch das Cl-Atom, Elektronenaffinität EA = −349 kJ/mol, exotherm. Fünftens die Vereinigung der Gasionen zum festen Kristallgitter, die gesuchte Gitterenthalpie. Die Summe aller fünf Schritte muss der direkt gemessenen Standardbildungsenthalpie ΔH°f = −411 kJ/mol entsprechen. Daraus folgt die Gitterenthalpie.
Warum lässt sich die Gitterenergie nicht direkt messen?+
Die Gitterenthalpie ist definiert als die Energie, die frei wird, wenn sich isolierte gasförmige Ionen zu einem Mol festem Ionenkristall zusammenlagern, oder umgekehrt die Energie, die zum Trennen nötig ist. Ein Experiment, das gezielt nur diesen einen Schritt umsetzt, gibt es nicht: Man kann nicht einfach ein Mol Na⁺- und ein Mol Cl⁻-Gasionen herstellen und kontrolliert kondensieren lassen, um die Wärme zu messen. Deshalb geht man den Umweg über den Born-Haber-Kreisprozess, in dem alle anderen Teilschritte einzeln messbar sind. Die Gitterenthalpie ergibt sich dann rechnerisch als Differenz. Dieses Vorgehen ist ein klassisches Beispiel dafür, wie der Satz von Hess unzugängliche Größen indirekt berechenbar macht.
Wovon hängt die Größe der Gitterenergie ab?+
Die Gitterenergie wird im Wesentlichen von der Coulomb-Anziehung zwischen den Ionen bestimmt und hängt daher von zwei Faktoren ab: der Ladung der Ionen und ihrem Abstand, also ihren Radien. Je höher die Ladungen, desto stärker die Anziehung; deshalb hat Magnesiumoxid MgO mit zweifach geladenen Ionen eine betragsmäßig sehr große Gitterenergie von rund −3800 kJ/mol, während Natriumchlorid mit einfach geladenen Ionen nur bei etwa −788 kJ/mol liegt. Je kleiner die Ionen, desto geringer der Abstand und desto stärker die Anziehung; deshalb ist die Gitterenergie von NaCl betragsmäßig größer als die von KCl, weil das Kaliumion größer ist. Diese Zusammenhänge erklären Trends bei Schmelzpunkten, Härte und Löslichkeit von Salzen.
Warum ist bei der Elektronenaffinität das Vorzeichen so wichtig?+
Im Born-Haber-Kreisprozess müssen alle Teilschritte mit dem korrekten Vorzeichen addiert werden, sonst ist das Ergebnis falsch. Die Elektronenaffinität von Chlor ist exotherm, das Cl-Atom gibt beim Aufnehmen eines Elektrons Energie ab, also EA = −349 kJ/mol. Setzt man versehentlich einen positiven Wert ein, verschiebt sich die berechnete Gitterenthalpie um fast 700 kJ/mol, ein grober Fehler. Beim Umstellen der Kreisprozessgleichung nach der Gitterenthalpie wechselt zudem das Vorzeichen der subtrahierten Terme, sodass aus −349 dort ein +349 wird. Genau hier passieren die meisten Rechenfehler. Es hilft, den Kreisprozess vollständig als Diagramm aufzuzeichnen und jeden Pfeil mit Betrag und Vorzeichen zu beschriften, bevor man die Summe bildet.
Gitterenergie (Born-Haber-Kreisprozess) prüfungssicher behalten
Erstelle ein kuratiertes FSRS-Prüfungsset für ΔH_Gitter = ΔH°f − ΔH_Sub − I − ½D − EA: Formelabruf, Variablen, Herleitung, Umstellung, Beispiel, typische Fehler und Klausurkontext.
Kostenlos · kuratiertes Formelset · LaTeX · FSRS Spaced Repetition
Wie berechnet man mit Gitterenergie (Born-Haber-Kreisprozess)?
So gehst du eine typische Aufgabe zu Gitterenergie (Born-Haber-Kreisprozess) (ΔH_Gitter = ΔH°f − ΔH_Sub − I − ½D − EA) Schritt für Schritt an:
- 1
Aufgabe
Berechne die Gitterenthalpie von NaCl aus den Born-Haber-Daten.
Rechenweg
ΔH_Gitter = ΔH°f − ΔH_Sub − I − ½D − EA = −411 − 108 − 496 − 122 − (−349) = −788 kJ/mol. Die Gitterbildung aus den Gasionen ist stark exotherm.
- 2
Aufgabe
KCl: ΔH°f = −437, ΔH_Sub = +89, I = +419, ½D = +122, EA = −349 kJ/mol. Gitterenthalpie?
Rechenweg
ΔH_Gitter = −437 − 89 − 419 − 122 + 349 = −718 kJ/mol; betragsmäßig kleiner als bei NaCl, weil das K⁺-Ion größer ist.
ΔH_Gitter = ΔH°f − ΔH_Sub − I − ½D − EA · 11 Karten fertig
Als Prüfungsset lernen