Kegel: Volumen und Oberfläche
Ein Kegel fasst ein Drittel des Zylinders mit gleicher Grundfläche und Höhe; der Mantel wird über die Mantellinie s berechnet.
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Formel
V = \frac{1}{3}\pi r^{2} h, \quad M = \pi r sVariablen & Einheiten – Kegel: Volumen und Oberfläche
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| V | Volumen des Kegels | cm³, m³ |
| M | Mantelfläche (O = πr² + πrs) | cm², m² |
| r | Radius der Grundfläche | cm, m |
| h | Höhe (senkrecht von Spitze zur Grundfläche) | cm, m |
| s | Mantellinie s = √(r² + h²) | cm, m |
Herleitung & Hintergrund – Kegel: Volumen und Oberfläche
Demokrit vermutete den Faktor 1/3, Eudoxos bewies ihn mit der Exhaustionsmethode (überliefert in Euklids Elementen, Buch XII). Höhe h, Radius r und Mantellinie s bilden ein rechtwinkliges Dreieck: s² = r² + h². Abgerollt ist der Mantel ein Kreissektor mit Radius s und Bogenlänge 2πr, daraus folgt M = πrs; die Gesamtoberfläche ist O = πr² + πrs.
Prüfungs-Blueprint
Gültigkeitsbereich
Gilt für gerade Kreiskegel: Spitze senkrecht über dem Kreismittelpunkt. r, h und s hängen über s² = r² + h² zusammen; bei schiefen Kegeln gilt nur V = ⅓·G·h weiter.
Herleitung in Schritten
Vergleich mit dem Zylinder und Abrollen des Mantels zum Kreissektor.
- 1Umschütt-Experiment und Exhaustionsbeweis zeigen: Der Kegel fasst genau 1/3 des Zylinders gleicher Grundfläche und Höhe.
- 2Der Mantel abgerollt ist ein Sektor mit Radius s und Bogen 2πr; sein Flächenanteil ergibt M = πrs.
Umstellen
Höhe aus dem Volumen
Der Faktor 3 kommt aus dem 1/3 der Volumenformel.
Mantellinie
Pythagoras im Achsenschnitt; s wird für M gebraucht.
Gesamtoberfläche
Grundkreis plus Mantel; ohne Grundkreis nur M = πrs.
Aufgabenvariante
Ein Kegel hat r = 6 cm und h = 8 cm. Berechne V und M.
s = √(36 + 64) = 10 cm. V = ⅓·π·36·8 = 96π ≈ 301,6 cm³. M = π·6·10 = 60π ≈ 188,5 cm².
Ein Kegel fasst V = 100 cm³ bei r = 5 cm. Wie hoch ist er?
h = 3V/(πr²) = 300/(π·25) = 300/78,54 ≈ 3,82 cm.
Typische Fehler
Höhe h und Mantellinie s verwechseln.
h steht senkrecht, s läuft schräg am Mantel; s = √(r² + h²) ist immer länger als h.
Den Faktor 1/3 im Volumen vergessen.
πr²h ist der Zylinder; der Kegel fasst nur ein Drittel davon.
In M = πrs die Höhe h statt s einsetzen.
Die Mantelformel braucht die Mantellinie s, nicht h.
Klausurkontext
- Körper- und Sachaufgaben (Trichter, Eistüten), zusammengesetzte Körper, Rotationskörper f(x) = mx in der Analysis.
Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.
Formelcluster
Körpergeometrie
Kegel und Pyramide teilen den Faktor 1/3; der Kegel ist die Pyramide mit Kreisgrundfläche.
Rechenbeispiel
r = 3 cm, h = 4 cm: s = √(9 + 16) = 5 cm. V = ⅓·π·9·4 = 12π ≈ 37,7 cm³, M = π·3·5 = 15π ≈ 47,1 cm², O = π·3² + 15π = 24π ≈ 75,4 cm².
Anwendungsgebiete
Eistüten und Trichter, Dach- und Schüttkegel, Extremwertaufgaben, Rotationskörper in der Analysis
Quanta-Prüfungsset
Kuratiertes Prüfungsset für "Kegel: Volumen und Oberfläche":
Frage (Vorderseite)
Welche Formel beschreibt Kegel: Volumen und Oberfläche?
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Frage (Vorderseite)
Wie stellst du V = ⅓·πr²h, M = πrs nach Höhe aus dem Volumen um?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Welcher typische Fehler passiert bei V = ⅓·πr²h, M = πrs?
Antwort in deinem Set
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Wissenschaftliche Quellen
Häufige Schreibweisen & Suchanfragen
Verwandte Formeln
Weitere Mathematik-Formeln
Häufige Fragen zu Kegel: Volumen und Oberfläche
Wie berechnet man das Volumen eines Kegels?+
Mit V = ⅓·πr²·h: Grundfläche πr² mal Höhe, davon ein Drittel. Beispiel: r = 3 cm und h = 4 cm ergeben V = ⅓·π·9·4 = 12π ≈ 37,7 cm³. Der Faktor ⅓ ist der häufigste Stolperstein; ohne ihn berechnest du den Zylinder, der dreimal so viel fasst. Wichtig ist außerdem, die senkrechte Höhe h zu verwenden und nicht die schräge Mantellinie s. Ist in einer Aufgabe nur s gegeben, berechnest du h zuerst über den Satz des Pythagoras: h = √(s² − r²). Die Einheit ist eine Kubikeinheit; für Füllmengen gilt wieder 1000 cm³ = 1 Liter.
Was ist der Unterschied zwischen Höhe h und Mantellinie s beim Kegel?+
Die Höhe h steht senkrecht: Sie verläuft von der Spitze lotrecht zum Mittelpunkt der Grundfläche. Die Mantellinie s läuft dagegen außen schräg am Kegel entlang, von der Spitze zum Rand des Grundkreises. Beide sind über den Satz des Pythagoras verbunden, denn r, h und s bilden ein rechtwinkliges Dreieck: s = √(r² + h²). Beispiel: r = 3 cm, h = 4 cm ergibt s = 5 cm; s ist immer länger als h. Merke die Zuordnung: Das Volumen braucht h (V = ⅓πr²h), die Mantelfläche braucht s (M = πrs). Werden beide verwechselt, sind Volumen oder Mantel systematisch falsch.
Wie berechnet man die Mantelfläche eines Kegels?+
Mit M = π·r·s, wobei s die Mantellinie ist. Falls s nicht gegeben ist, zuerst s = √(r² + h²) berechnen. Beispiel: r = 6 cm, h = 8 cm ergibt s = √(36 + 64) = 10 cm und M = π·6·10 = 60π ≈ 188,5 cm². Die Formel wird anschaulich, wenn du den Mantel aufschneidest und flach ausrollst: Es entsteht ein Kreissektor mit Radius s, dessen Bogenlänge genau der Umfang 2πr des Grundkreises ist; sein Flächenanteil an πs² liefert πrs. Für die Gesamtoberfläche kommt der Grundkreis dazu: O = πr² + πrs. Bei einer Eistüte ohne Boden reicht dagegen M allein.
Warum steht in der Kegel-Volumenformel der Faktor 1/3?+
Weil ein Kegel exakt ein Drittel des Zylinders mit gleicher Grundfläche und Höhe fasst. Experimentell siehst du das durch Umschütten: Ein mit Wasser gefüllter Kegel muss dreimal in den passenden Zylinder gegossen werden. Streng bewiesen wurde es schon in der Antike von Eudoxos mit der Exhaustionsmethode; der Kegel ist dabei der Grenzfall einer Pyramide, und jedes Prisma zerfällt in drei volumengleiche Pyramiden. Mit Oberstufenmitteln rechnest du es über das Rotationsvolumen nach: Die Gerade f(x) = (r/h)·x rotiert über [0; h], und π·∫(r/h)²x² dx = π·r²/h²·h³/3 = ⅓πr²h. Drei Wege, ein Faktor.
Wie berechnet man Höhe oder Radius eines Kegels aus dem Volumen?+
Durch Umstellen von V = ⅓πr²h. Nach der Höhe: h = 3V/(πr²); der Faktor 3 kompensiert das Drittel. Beispiel: V = 100 cm³ und r = 5 cm ergeben h = 300/(π·25) = 300/78,54 ≈ 3,82 cm. Nach dem Radius: r = √(3V/(πh)), hier mit Quadratwurzel, weil r quadratisch in der Formel steht. Kontrolliere am Ende durch Einsetzen in die Originalformel: ⅓·π·25·3,82 ≈ 100 ✓. Der typische Fehler ist, den Faktor 3 zu vergessen oder ihn auf die falsche Seite zu schlagen. Bei zusammengesetzten Aufgaben (Kegel auf Zylinder) stelle jede Teilformel einzeln um.
Kegel: Volumen und Oberfläche prüfungssicher behalten
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Wie berechnet man mit Kegel: Volumen und Oberfläche?
So gehst du eine typische Aufgabe zu Kegel: Volumen und Oberfläche (V = ⅓·πr²h, M = πrs) Schritt für Schritt an:
- 1
Aufgabe
Ein Kegel hat r = 6 cm und h = 8 cm. Berechne V und M.
Rechenweg
s = √(36 + 64) = 10 cm. V = ⅓·π·36·8 = 96π ≈ 301,6 cm³. M = π·6·10 = 60π ≈ 188,5 cm².
- 2
Aufgabe
Ein Kegel fasst V = 100 cm³ bei r = 5 cm. Wie hoch ist er?
Rechenweg
h = 3V/(πr²) = 300/(π·25) = 300/78,54 ≈ 3,82 cm.