Physik · Quantenphysik

Photoeffekt (Einstein)

Der Photoeffekt beschreibt die Emission von Elektronen aus einer Metalloberfläche bei Bestrahlung mit Licht.

FortgeschrittenPrüfungsrelevant

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Formel

LaTeX: E_{kin} = h \cdot f - W_A
E in J · h = 6,626×10⁻³⁴ J·s · f in Hz · W_A in J (Elektronenvolt: eV)

Variablen & Einheiten – Photoeffekt (Einstein)

SymbolBedeutungEinheit
E_kinKinetische Energie des emittierten ElektronsJ oder eV
hPlancksches WirkungsquantumJ·s
fFrequenz des einfallenden LichtsHz
W_AAustrittsarbeit (materialspezifisch)J oder eV

Herleitung & Hintergrund – Photoeffekt (Einstein)

Albert Einstein erklärte 1905 den von Hertz beobachteten Photoeffekt durch die Quantenhypothese (Photonen mit E = hf). Hierfür erhielt er 1921 den Nobelpreis — nicht für die Relativitätstheorie.

Prüfungs-Blueprint

Gültigkeitsbereich

Gilt für den äußeren Photoeffekt bei Photonenenergie oberhalb der Austrittsarbeit des Materials.

Herleitung in Schritten

Ein Photon gibt seine Energie hf an ein Elektron; die Austrittsarbeit wird zuerst benötigt, der Rest wird kinetisch.

  1. 1Photonenenergie: E = h·f.
  2. 2Energieerhaltung: h·f = W_A + E_kin.

Umstellen

Grenzfrequenz

Unterhalb dieser Frequenz treten keine Photoelektronen aus, egal wie intensiv das Licht ist.

Aufgabenvariante

Was ändert höhere Lichtintensität oberhalb der Grenzfrequenz?

Mehr Photonen erzeugen mehr Elektronen; die maximale kinetische Energie steigt nur mit f.

Typische Fehler

Intensität statt Frequenz für die Elektronenenergie verantwortlich machen.

Die Energie pro Photon ist h·f; Intensität zählt Photonen pro Zeit.

Klausurkontext

  • Klausuren fragen häufig Grenzfrequenz, Gegenspannung und lineare E(f)-Diagramme.

Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.

Rechenbeispiel

Natrium (W_A = 2,28 eV), beleuchtet mit UV-Licht f = 8×10¹⁴ Hz: E_kin = (6,626×10⁻³⁴ × 8×10¹⁴) / 1,6×10⁻¹⁹ − 2,28 ≈ 1,03 eV.

Anwendungsgebiete

Solarzellen, Photodetektoren, Nachtsichtgeräte, Digitalkameras (CCD)

Quanta-Prüfungsset

Kuratiertes Prüfungsset für "Photoeffekt (Einstein)":

Frage (Vorderseite)

Welche Formel beschreibt Photoeffekt (Einstein)?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Wie stellst du Ekin = hf − WA nach Grenzfrequenz um?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Welcher typische Fehler passiert bei Ekin = hf − WA?

Antwort in deinem Set

+ 7 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe

Diese 10 Karten sind fertig kuratiert. Ein Klick, und sie liegen in deinem Lernstapel, FSRS plant die Wiederholungen bis zur Klausur.

Wissenschaftliche Quellen

Häufige Schreibweisen & Suchanfragen

E=h*fE=hνE=h*nuE = hfEkin=hf-WAPhotoeffekt Formel EinsteinPhotonenenergiephotoelectric effect formulaPlanck Einstein Formel

Verwandte Formeln

Weitere Physik-Formeln

Häufige Fragen zu Photoeffekt (Einstein)

Wie berechnet man die kinetische Energie der Photoelektronen?+

Ziehe von der Photonenenergie die Austrittsarbeit ab: E_kin = h·f − W_A. Die Photonenenergie ist h·f mit dem Planckschen Wirkungsquantum h = 6,626×10⁻³⁴ J·s und der Lichtfrequenz f in Hertz. Die Austrittsarbeit W_A ist die Mindestenergie, um ein Elektron aus dem Metall zu lösen, oft in Elektronenvolt angegeben. Beispiel Natrium mit W_A = 2,28 eV und f = 8×10¹⁴ Hz: E_kin = (6,626×10⁻³⁴·8×10¹⁴)/1,6×10⁻¹⁹ − 2,28 ≈ 1,03 eV. Achte auf einheitliche Einheiten; rechne entweder alles in Joule oder alles in Elektronenvolt. Ist h·f kleiner als W_A, treten gar keine Elektronen aus.

Warum ändert höhere Lichtintensität nicht die Energie der Elektronen?+

Weil die Energie pro Photon allein von der Frequenz abhängt, E = h·f, und ein Elektron immer nur ein einzelnes Photon aufnimmt. Höhere Intensität bedeutet mehr Photonen pro Zeit, aber jedes einzelne Photon hat dieselbe Energie. Deshalb löst intensiveres Licht oberhalb der Grenzfrequenz mehr Elektronen aus, erhöht also den Photostrom, verändert aber nicht die maximale kinetische Energie der einzelnen Elektronen. Diese hängt nur von f ab. Genau dieser Befund widersprach der klassischen Wellentheorie des Lichts und führte Einstein 1905 zur Photonenhypothese, für die er später den Nobelpreis erhielt.

Was ist die Grenzfrequenz und wie berechnet man sie?+

Die Grenzfrequenz f_g ist die kleinste Lichtfrequenz, bei der überhaupt Elektronen austreten. Genau bei ihr reicht die Photonenenergie exakt aus, um die Austrittsarbeit zu decken, die kinetische Energie ist dann null. Aus h·f_g = W_A folgt f_g = W_A/h. Unterhalb dieser Frequenz treten keine Photoelektronen aus, egal wie intensiv oder wie lange du bestrahlst. Für Natrium mit W_A = 2,28 eV = 3,65×10⁻¹⁹ J ergibt sich f_g = 3,65×10⁻¹⁹/6,626×10⁻³⁴ ≈ 5,5×10¹⁴ Hz, was im grünen Bereich des sichtbaren Lichts liegt. Rechne W_A vor dem Einsetzen von Elektronenvolt in Joule um.

Was bedeutet die Gegenspannung beim Photoeffekt?+

Die Gegenspannung U ist die Spannung, die man anlegen muss, um selbst die schnellsten Photoelektronen gerade noch zu stoppen. Am Punkt des Stoppens ist die aufgewendete elektrische Arbeit e·U gleich der maximalen kinetischen Energie: e·U = E_kin = h·f − W_A. Daraus lässt sich U = (h·f − W_A)/e berechnen. Misst man U für verschiedene Frequenzen, erhält man eine Gerade U(f) mit der Steigung h/e; daraus bestimmt man experimentell das Plancksche Wirkungsquantum. Der Achsenschnittpunkt liefert die Grenzfrequenz. Die Gegenspannung hängt nur von der Frequenz ab, nicht von der Intensität des Lichts.

Wann tritt der Photoeffekt gar nicht auf?+

Der äußere Photoeffekt tritt nur auf, wenn die Photonenenergie h·f mindestens so groß ist wie die Austrittsarbeit W_A des Materials. Ist die Frequenz kleiner als die Grenzfrequenz f_g = W_A/h, reicht die Energie eines einzelnen Photons nicht aus, um ein Elektron zu lösen, und es passiert nichts, unabhängig von der Lichtintensität oder der Bestrahlungsdauer. Rotes Licht mit niedriger Frequenz löst deshalb bei vielen Metallen keine Elektronen aus, während energiereicheres UV-Licht es tut. Erst oberhalb der Grenzfrequenz beginnt der Effekt schlagartig, was die Quantennatur des Lichts eindrücklich zeigt.

Photoeffekt (Einstein) prüfungssicher behalten

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Wie berechnet man mit Photoeffekt (Einstein)?

So gehst du eine typische Aufgabe zu Photoeffekt (Einstein) (Ekin = hf − WA) Schritt für Schritt an:

  1. 1

    Aufgabe

    Was ändert höhere Lichtintensität oberhalb der Grenzfrequenz?

    Rechenweg

    Mehr Photonen erzeugen mehr Elektronen; die maximale kinetische Energie steigt nur mit f.