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Die Gaußsche Summenformel addiert Glieder mit konstantem Abstand: Anzahl der Glieder mal Mittelwert aus erstem und letztem Glied.
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Formel
Dimensionslos (Anzahlen und Summen)
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Summe der ersten n Glieder | dimensionslos | |
| Anzahl der Glieder | dimensionslos | |
| Erstes Glied der Reihe | dimensionslos | |
| Letztes Glied: an = a1 + (n−1)·d | dimensionslos |
s_{n} = \frac{n \cdot (a_{1} + a_{n})}{2}Eigene schematische Darstellung von Quanta
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Berühmte Anekdote: Der neunjährige Gauß addierte die Zahlen 1 bis 100 in Sekunden, indem er 50 Paare mit gleicher Summe 101 bildete (1+100, 2+99, ...), also . Genau das steckt in der Formel: Erstes und letztes Glied koppeln, jedes Paar summiert gleich. Sonderfall . Mit dem konstanten Abstand d lautet die Variante .
Gilt für arithmetische Folgen, also konstante Differenz d zwischen den Gliedern; die Paar-Formel braucht erstes und letztes Glied, die d-Variante nur a1, d und n.
Gauß-Trick: Die Summe vorwärts und rückwärts geschrieben paart Glieder mit gleicher Summe.
Variante mit Abstand d
Wenn das letzte Glied nicht gegeben ist.
Kleiner Gauß
Sonderfall , ; der Klassiker.
Letztes Glied
Vorab nötig, wenn nur a1, d und n bekannt sind.
Berechne 1 + 2 + ... + 100.
s100 = 100·101/2 = 5050 (50 Paare mit Summe 101).
, , : Berechne die Summe s20.
, also .
Kontrolle mit der d-Variante: ✓.
Die Anzahl der Glieder n falsch bestimmen.
Von a bis b mit Schritt d sind es Glieder, nicht .
Formel auf nicht-arithmetische Summen anwenden.
Nur bei konstanter Differenz; 1 + 2 + 4 + 8 ist geometrisch.
mit abkürzen.
Das +1 gehört dazu: , nicht 5000.
Formelcluster
Additives Gegenstück zur geometrischen Reihe; Paradebeispiel für Beweisideen.
. Allgemein: , , : und .
Summen- und Zählaufgaben, Sitzreihen- und Stapelprobleme, lineare Abschreibung und Ratenpläne, Induktionsbeweise, Informatik (Kosten von Schleifen)
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Arithmetische Reihe (Gaußsche Summenformel) (sₙ = n·(a₁ + aₙ)/2).
Aufgabe
Berechne 1 + 2 + ... + 100.
Rechenweg
s100 = 100·101/2 = 5050 (50 Paare mit Summe 101).
Aufgabe
, , : Berechne die Summe s20.
Rechenweg
, also .
Kontrolle mit der d-Variante: ✓.
Der Anekdote nach sollte die Klasse des neunjährigen Gauß die Zahlen 1 bis 100 addieren, und er hatte die Lösung in Sekunden: Er koppelte das erste mit dem letzten Glied, das zweite mit dem vorletzten und so weiter: , , , ... Das ergibt 50 Paare mit jeweils der Summe 101, also . Genau diese Paarbildung steckt in der allgemeinen Formel sn = n·(a1 + an)/2: n Glieder bilden Paare mit der konstanten Summe a1 + an. Der Trick funktioniert bei jeder arithmetischen Reihe, weil das Wachstum vorne und das Schrumpfen hinten sich exakt ausgleichen.
Es gibt zwei gleichwertige Formen. Kennst du erstes UND letztes Glied, nimm die Paarform sn = n·(a1 + an)/2; sie ist die schnellste. Kennst du stattdessen a1, den konstanten Abstand d und die Anzahl n, nimm sn = n/2·(2a1 + (n−1)·d), oder berechne zuerst an = a1 + (n−1)·d und wechsle dann zur Paarform. Beispiel: , , : an = 5 + 19·3 = 62 und ; die d-Form liefert direkt ✓. Beide Formeln sind dieselbe Aussage, nur einmal mit an ausgedrückt und einmal mit d.
Mit n = (an − a1)/d + 1: Spannweite durch Schrittweite, plus 1. Das "+1" ist entscheidend und wird am häufigsten vergessen, denn auch das Startglied zählt mit. Beispiele: Von 1 bis 100 in Einserschritten sind es Glieder. Die geraden Zahlen von 2 bis 100 haben , also Glieder, und ihre Summe ist . Von 17 bis 71 in Dreierschritten: Glieder. Kontrollfrage: Geht die Division nicht glatt auf, gehört das vermeintliche Endglied gar nicht zur Folge; dann zuerst das größte passende Glied bestimmen.
Beides sind arithmetische Reihen mit , und es entstehen zwei schöne Kurzformeln. Die ersten n geraden Zahlen: 2 + 4 + ... ; Beispiel : , identisch mit der Paarformel ✓. Die ersten n ungeraden Zahlen: 1 + 3 + ... ; Beispiel: . Die zweite Formel hat eine berühmte geometrische Deutung: Legt man um ein Quadrat immer einen L-förmigen Rand aus der nächsten ungeraden Zahl an Steinen, wächst es Quadrat für Quadrat. Beide Identitäten sind Standardübungen zur vollständigen Induktion und schnelle Kontrollwerte in Prüfungen.
Der Bauplan der Glieder. Arithmetisch heißt: konstanter ABSTAND, jedes Glied entsteht durch Addieren von d (5, 8, 11, 14 mit d = 3); die Summe wächst polynomial, Formel sn = n·(a1 + an)/2. Geometrisch heißt: konstanter FAKTOR, jedes Glied entsteht durch Multiplizieren mit q (3, 6, 12, 24 mit q = 2); die Summe wächst bei exponentiell, Formel sn = a1·(qn − 1)/(q − 1). Schnelltest an den Daten: Differenzen benachbarter Glieder konstant → arithmetisch; Quotienten konstant → geometrisch. Typische Anwendungen: lineare Raten und Sitzreihen arithmetisch, Zinseszins und Wachstumsprozesse geometrisch. Nur die geometrische Reihe kann für einen endlichen Grenzwert haben.
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