Dein Lernbereich wird geladen
App wird gestartet …
Dein Lernbereich wird geladen
App wird gestartet …
Der Binomialkoeffizient n über k zählt, wie viele k-elementige Teilmengen sich aus n Objekten auswählen lassen, ohne Beachtung der Reihenfolge.
Ansehen kostenlos · Karteikarten oder Multiple-Choice-Test · übernehmen ab Essential
Formel
Dimensionslos (Anzahlen)
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Anzahl der verfügbaren Objekte | dimensionslos | |
| Anzahl der ausgewählten Objekte | dimensionslos | |
| n! | Fakultät n! = n·(n−1)·...·1, mit 0! = 1 | dimensionslos |
\binom{n}{k} = \frac{n!}{k!\,(n-k)!}Der Binomialkoeffizient zählt Kombinationen ohne Wiederholung. Spielt die Reihenfolge eine Rolle, zählt die Variation . Im Pascalschen Dreieck (Traité 1665, in Asien Jahrhunderte früher bekannt) gilt die Bausteinregel und die Symmetrie . Auf dem Taschenrechner heißt die Funktion nCr. In der Binomialverteilung zählt er die Pfade mit k Treffern.
Zählt Kombinationen ohne Wiederholung: n verschiedene Objekte, k davon auswählen, Reihenfolge egal, kein Zurücklegen. Mit Reihenfolge gilt nPk, mit Zurücklegen andere Zählformeln.
Erst geordnet zählen, dann durch die Anordnungen der Auswahl teilen.
Variation (mit Reihenfolge)
Podestplätze statt Teams: Reihenfolge zählt.
Symmetrie
k auswählen heißt n−k weglassen; spart Rechenarbeit.
Pascal-Regel
Bauprinzip des Pascalschen Dreiecks.
Wie viele 3er-Teams lassen sich aus 10 Personen bilden?
(10 über 3) = (10·9·8)/(3·2·1) = 720/6 = 120 Teams.
Aus 5 Frauen und 4 Männern sollen je 2 gewählt werden. Wie viele Möglichkeiten gibt es?
(5 über 2)·(4 über 2) = 10·6 = 60 Möglichkeiten (Teilauswahlen multiplizieren sich).
Kombination und Variation verwechseln.
Reihenfolge egal: nCk. Reihenfolge zählt: nPk = nCk·k!.
n!/(k!(n−k)!) stur voll ausrechnen und Überlauf riskieren.
Kürzen: (n über k) = n·(n−1)·...·(n−k+1)/k!; große Fakultäten heben sich weg.
0! = 0 annehmen.
0! = 1 per Definition; daher (n über 0) = (n über n) = 1.
Formelcluster
Das Zählwerkzeug hinter der Binomialverteilung und vielen Wahrscheinlichkeitsmodellen.
Lotto 6 aus 49: mögliche Tipps. Kleines Beispiel: .
Lotto- und Auswahlaufgaben, Pfadanzahlen in Bernoulli-Ketten (Binomialverteilung), Qualitätskontrolle (Stichproben), Teamzusammenstellungen
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Binomialkoeffizient (n über k) ((n über k) = n!/(k!·(n−k)!)).
Aufgabe
Wie viele 3er-Teams lassen sich aus 10 Personen bilden?
Rechenweg
(10 über 3) = (10·9·8)/(3·2·1) = 720/6 = 120 Teams.
Aufgabe
Aus 5 Frauen und 4 Männern sollen je 2 gewählt werden. Wie viele Möglichkeiten gibt es?
Rechenweg
(5 über 2)·(4 über 2) = 10·6 = 60 Möglichkeiten (Teilauswahlen multiplizieren sich).
Nutze die gekürzte Produktform statt voller Fakultäten: (n über k) = n·(n−1)·...·(n−k+1)/k!, also k absteigende Faktoren ab n, geteilt durch k!. Beispiel: (10 über 3) = (10·9·8)/(3·2·1) = 720/6 = 120. Noch schneller wird es mit der Symmetrie (n über k) = (n über n−k): Statt (49 über 43) rechnest du (49 über 6). Kleine Werte liest du direkt im Pascalschen Dreieck ab, wo jeder Eintrag die Summe der beiden darüber ist. Randwerte auswendig: (n über 0) = 1, (n über 1) = n, (n über n) = 1. Wer volle Fakultäten wie 49! ausrechnet, produziert Riesenzahlen und Rundungsfehler ohne Not.
Die Testfrage lautet: Spielt die Reihenfolge eine Rolle? Wenn nein (Teams, Lottozahlen, Kartenblätter), zählst du Kombinationen: (n über k) = n!/(k!(n−k)!). Wenn ja (Podestplätze, PIN-Stellen, Ämter wie Vorsitz und Kasse), zählst du Variationen: nPk = n!/(n−k)! = (n über k)·k!. Der Faktor k! ist genau die Anzahl der Anordnungen einer festen Auswahl. Beispiel mit 10 Personen und 3 Plätzen: Ein 3er-Team gibt es (10 über 3) = 120-mal; Gold, Silber und Bronze dagegen 10·9·8 = 720-mal, weil jede Dreiergruppe auf 3! = 6 Arten aufs Podest verteilt werden kann. Bei Ziehen mit Zurücklegen und Reihenfolge gilt stattdessen nᵏ.
0! = 1 ist eine Definition, aber eine zwingende: Das leere Produkt hat den Wert 1 (so wie die leere Summe den Wert 0), und nur so bleiben die Rechenregeln konsistent, etwa n! = n·(n−1)! auch für . Kombinatorisch heißt (n über 0) = 1: Es gibt genau eine Möglichkeit, aus n Objekten nichts auszuwählen, nämlich die leere Auswahl. Ebenso ist (n über n) = 1, alle auswählen geht nur auf eine Art. Mit 0! = 0 würde die Formel n!/(k!(n−k)!) an den Rändern durch 0 teilen und zusammenbrechen. Auch die Binomialverteilung braucht das: P(X = 0) = (n über 0)·p0·(1−p)n = (1−p)n funktioniert nur mit (n über 0) = 1.
Es gibt (49 über 6) = 49·48·47·46·45·44/6! = 13 983 816 mögliche Ziehungsergebnisse, und genau eines davon stimmt mit deinem Tipp überein. Die Wahrscheinlichkeit ist also , rund 0,000007 %. Zum Einordnen: Bei einem Tipp pro Woche wartest du im Erwartungswert etwa 269 000 Jahre auf den Sechser. Auch kleinere Gewinnklassen rechnest du mit Binomialkoeffizienten: Genau 4 Richtige haben (6 über 4)·(43 über 2)/(49 über 6) = 15·903/13 983 816 ≈ 0,097 %, weil 4 aus den 6 gezogenen und 2 aus den 43 übrigen Zahlen kommen müssen. Dieses Produktmuster (Treffer mal Nichttreffer) heißt hypergeometrische Verteilung.
Er ist ihr Zählkern. In einer Bernoulli-Kette aus n Versuchen hat jeder konkrete Pfad mit genau k Treffern die Wahrscheinlichkeit pᵏ·(1−p)n−ᵏ. Aber es gibt viele solcher Pfade: nämlich (n über k) Möglichkeiten, die k Trefferpositionen unter den n Versuchen zu verteilen. Deshalb lautet die Formel P(X = k) = (n über k)·pᵏ·(1−p)n−ᵏ. Beispiel: 3 Treffer in 10 Würfen einer fairen Münze: Jeder Pfad hat , es gibt (10 über 3) = 120 Pfade, zusammen . Wer den Binomialkoeffizienten weglässt, berechnet nur die Wahrscheinlichkeit EINES bestimmten Musters, etwa Treffer in den ersten drei Würfen.
Quanta-Prüfungsset
Kuratiertes Prüfungsset für "Binomialkoeffizient (n über k)":
Frage (Vorderseite)
Welche Formel beschreibt Binomialkoeffizient (n über k)?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Wie stellst du (n über k) = n!/(k!·(n−k)!) nach Variation (mit Reihenfolge) um?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Welcher typische Fehler passiert bei (n über k) = n!/(k!·(n−k)!)?
Antwort in deinem Set
+ 7 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe
Das Formelset enthält 10 Karten. Nach der Übernahme kannst du sie prüfen und lernen; deine Bewertungen bestimmen die weiteren Wiederholungen.
Die Liste nennt Fachquellen und weiterführende Literatur. Eine Seiten- oder Abschnittsnummer steht dabei, wenn sie Teil der Literaturangabe ist; es handelt sich nicht um wörtliche Zitate.
Erstelle ein kuratiertes FSRS-Prüfungsset für (n über k) = n!/(k!·(n−k)!): Formelabruf, Variablen, Herleitung, Umstellung, Beispiel, typische Fehler und Klausurkontext.
Kuratiertes Formelset · LaTeX · FSRS Spaced Repetition · übernehmen ab Essential