Auftriebskraft (Archimedes)
Die Auftriebskraft nach Archimedes ist gleich der Gewichtskraft des verdrängten Fluids, sie entscheidet über Schwimmen, Schweben und Sinken.
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Formel
F_A = \rho_{Fl} \cdot V \cdot gVariablen & Einheiten – Auftriebskraft (Archimedes)
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| F_A | Auftriebskraft (nach oben gerichtet) | N |
| ρ_Fl | Dichte des Fluids (Wasser: 1000 kg/m³) | kg/m³ |
| V | Verdrängtes Volumen (eingetauchter Teil) | m³ |
| g | Fallbeschleunigung (9,81 m/s²) | m/s² |
Herleitung & Hintergrund – Auftriebskraft (Archimedes)
Archimedes von Syrakus formulierte das Prinzip um 250 v. Chr. Der Auftrieb entsteht, weil der Druck im Fluid mit der Tiefe zunimmt: Auf die Unterseite eines Körpers wirkt ein größerer Druck als auf die Oberseite, die Differenz ergibt genau die Gewichtskraft des verdrängten Fluids. Der Dichtevergleich entscheidet: ρ_Körper < ρ_Fluid schwimmt, gleich groß schwebt, größer sinkt. Beim Schwimmen taucht der Körper genau so weit ein, dass F_A = F_G gilt.
Prüfungs-Blueprint
Gültigkeitsbereich
Gilt in ruhenden Fluiden (Flüssigkeiten und Gasen) für vollständig benetzte Körper. V ist nur das eingetauchte Volumen, ρ_Fl die Dichte des Fluids, nicht die des Körpers.
Herleitung in Schritten
Der Druck steigt mit der Tiefe, deshalb drückt das Fluid unten stärker als oben.
- 1Auf die Unterseite eines Würfels (Fläche A, Höhe Δh) wirkt der um ρ·g·Δh größere Druck.
- 2Die Kraftdifferenz ist F_A = ρ·g·Δh·A = ρ·V·g, die Gewichtskraft des verdrängten Fluids.
Umstellen
Verdrängtes Volumen
So folgt aus gemessenem Auftrieb das Volumen unregelmäßiger Körper.
Fluiddichte
Prinzip des Aräometers zur Dichtemessung.
Aufgabenvariante
Ein Holzklotz (ρ = 600 kg/m³) schwimmt in Wasser. Welcher Volumenanteil taucht ein?
Schwimmbedingung F_A = F_G: ρ_W·V_ein·g = ρ_Holz·V·g. Also V_ein/V = 600/1000 = 0,6, es tauchen 60 % ein.
Ein Aluminiumkörper (m = 2,7 kg, ρ = 2700 kg/m³) hängt unter Wasser an einer Waage. Was zeigt sie an?
V = m/ρ = 0,001 m³, F_A = 1000 × 0,001 × 9,81 = 9,81 N. Scheinbares Gewicht: 26,49 − 9,81 = 16,68 N, entspricht rund 1,7 kg.
Typische Fehler
Die Dichte des Körpers statt der des Fluids einsetzen.
In der Formel steht immer die Fluiddichte; die Körperdichte entscheidet nur über Schwimmen oder Sinken.
Beim schwimmenden Körper das Gesamtvolumen statt des eingetauchten Volumens verwenden.
Nur der eingetauchte Teil verdrängt Fluid und erzeugt Auftrieb.
Volumen in Litern direkt einsetzen.
Erst umrechnen: 1 L = 0,001 m³, sonst ist das Ergebnis um den Faktor 1000 falsch.
Auftrieb in Gasen vergessen.
Auch Luft erzeugt Auftrieb, das trägt Heißluftballons und verfälscht Präzisionswägungen.
Klausurkontext
- Klassiker sind Schwimmen/Schweben/Sinken-Entscheidungen über den Dichtevergleich, scheinbares Gewicht unter Wasser und der eingetauchte Volumenanteil schwimmender Körper.
Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.
Formelcluster
Hydrostatik
Gehört zu Druck und Dichte, den beiden Grundgrößen ruhender Fluide.
Rechenbeispiel
Ein Körper verdrängt V = 2 L = 0,002 m³ Wasser (ρ = 1000 kg/m³): F_A = 1000 × 0,002 × 9,81 = 19,62 N. Ein 5-kg-Stein (F_G = 49,05 N) wiegt unter Wasser scheinbar nur 29,43 N.
Anwendungsgebiete
Schiffbau (Verdrängung und Ladelinie), U-Boote und Ballasttanks, Heißluftballons, Aräometer zur Dichtemessung, Eisberge
Quanta-Prüfungsset
Kuratiertes Prüfungsset für "Auftriebskraft (Archimedes)":
Frage (Vorderseite)
Welche Formel beschreibt Auftriebskraft (Archimedes)?
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Frage (Vorderseite)
Wie stellst du F_A = ρ·V·g nach Verdrängtes Volumen um?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Welcher typische Fehler passiert bei F_A = ρ·V·g?
Antwort in deinem Set
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Wissenschaftliche Quellen
Häufige Schreibweisen & Suchanfragen
Verwandte Formeln
Weitere Physik-Formeln
Häufige Fragen zu Auftriebskraft (Archimedes)
Wie berechnet man die Auftriebskraft in Wasser?+
Multipliziere die Dichte des Wassers (1000 kg/m³) mit dem eingetauchten Volumen in m³ und mit g = 9,81 m/s². Ein vollständig untergetauchter Körper von 2 Litern verdrängt V = 0,002 m³, also F_A = 1000 × 0,002 × 9,81 = 19,62 N. Das entspricht der Gewichtskraft von rund 2 kg Wasser, völlig unabhängig davon, woraus der Körper besteht oder wie schwer er ist. Wichtig sind zwei Punkte: Volumen von Litern in Kubikmeter umrechnen (1 L = 0,001 m³) und bei nur teilweise eingetauchten Körpern ausschließlich den Teil unter der Wasseroberfläche zählen.
Warum schwimmt ein Schiff aus Stahl, obwohl Stahl dichter als Wasser ist?+
Entscheidend ist nicht die Dichte des Materials, sondern die mittlere Dichte des gesamten Körpers einschließlich der eingeschlossenen Luft. Ein Schiffsrumpf ist innen hohl: Stahlwände plus riesige Lufträume ergeben zusammen eine mittlere Dichte deutlich unter 1000 kg/m³. Das Schiff taucht deshalb nur so weit ein, bis das verdrängte Wasser genauso viel wiegt wie das ganze Schiff, dann gilt F_A = F_G und es schwimmt stabil. Ein massiver Stahlblock hat dagegen ρ ≈ 7850 kg/m³ und sinkt. Läuft der Rumpf voll Wasser, verschwinden die Lufträume, die mittlere Dichte steigt über die des Wassers, und das Schiff geht unter.
Wie stellt man die Auftriebsformel nach dem Volumen um?+
Teile die Auftriebskraft durch Dichte und Fallbeschleunigung: V = F_A/(ρ_Fl·g). Damit lässt sich das Volumen unregelmäßiger Körper elegant messen: Man wiegt den Körper einmal in Luft und einmal vollständig eingetaucht. Die Differenz der beiden Anzeigen ist die Auftriebskraft. Zeigt die Waage in Luft 49,05 N und unter Wasser 29,43 N, ist F_A = 19,62 N und damit V = 19,62/(1000 × 9,81) = 0,002 m³ = 2 L. Genau mit dieser Idee prüfte Archimedes der Überlieferung nach die Goldkrone des Königs Hieron: Aus Gewicht und Volumen folgt die Dichte, und die verrät das Material.
Wann schwimmt, schwebt oder sinkt ein Körper?+
Vergleiche die mittlere Dichte des Körpers mit der Dichte des Fluids. Ist ρ_Körper kleiner, überwiegt bei vollständigem Eintauchen der Auftrieb, der Körper steigt auf und schwimmt schließlich so, dass nur ein Teil eintaucht. Sind beide Dichten gleich, heben sich Gewichts- und Auftriebskraft exakt auf, der Körper schwebt in jeder Tiefe (so arbeiten U-Boote mit ihren Ballasttanks). Ist ρ_Körper größer, gewinnt die Gewichtskraft und er sinkt. Beim schwimmenden Körper lässt sich der eingetauchte Anteil direkt ablesen: V_ein/V = ρ_Körper/ρ_Fluid. Eis mit 917 kg/m³ taucht darum zu knapp 92 % ein, nur die Spitze des Eisbergs ragt heraus.
Gilt das Archimedische Prinzip auch in Luft und anderen Gasen?+
Ja, die Formel F_A = ρ·V·g gilt in jedem Fluid, also auch in Gasen. Nur ist die Luftdichte mit etwa 1,2 kg/m³ rund 800-mal kleiner als die von Wasser, deshalb bemerken wir den Luftauftrieb im Alltag kaum. Ein Mensch mit ungefähr 75 L Körpervolumen erfährt in Luft immerhin etwa 0,9 N Auftrieb, das entspricht rund 90 Gramm. Heißluftballons nutzen das Prinzip gezielt: Heiße Luft im Ballon hat eine geringere Dichte als die kalte Außenluft, das verdrängte kalte Luftvolumen wiegt mehr als die Ballonfüllung, und die Differenz trägt Korb und Hülle. Auch in der Präzisionswägung muss der Luftauftrieb korrigiert werden.
Auftriebskraft (Archimedes) prüfungssicher behalten
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Wie berechnet man mit Auftriebskraft (Archimedes)?
So gehst du eine typische Aufgabe zu Auftriebskraft (Archimedes) (F_A = ρ·V·g) Schritt für Schritt an:
- 1
Aufgabe
Ein Holzklotz (ρ = 600 kg/m³) schwimmt in Wasser. Welcher Volumenanteil taucht ein?
Rechenweg
Schwimmbedingung F_A = F_G: ρ_W·V_ein·g = ρ_Holz·V·g. Also V_ein/V = 600/1000 = 0,6, es tauchen 60 % ein.
- 2
Aufgabe
Ein Aluminiumkörper (m = 2,7 kg, ρ = 2700 kg/m³) hängt unter Wasser an einer Waage. Was zeigt sie an?
Rechenweg
V = m/ρ = 0,001 m³, F_A = 1000 × 0,001 × 9,81 = 9,81 N. Scheinbares Gewicht: 26,49 − 9,81 = 16,68 N, entspricht rund 1,7 kg.