Physik · Mechanik

Dichte

Die Dichte ist die Masse pro Volumen — die zentrale Stoffkonstante für Schwimmen, Sinken und Materialbestimmung.

GrundlegendPrüfungsrelevant

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Formel

LaTeX: \rho = \frac{m}{V}
ρ in kg/m³ (oder g/cm³; 1 g/cm³ = 1.000 kg/m³) · m in kg · V in m³

Variablen & Einheiten – Dichte

SymbolBedeutungEinheit
ρDichte (rho)kg/m³
mMassekg
VVolumen

Herleitung & Hintergrund – Dichte

Schon Archimedes nutzte die Dichte, um den Goldgehalt einer Königskrone zu prüfen (Verdrängungsmethode). Ein Körper schwimmt, wenn seine mittlere Dichte kleiner ist als die der Flüssigkeit. Wichtige Werte: Wasser 1.000 kg/m³, Eis 917 kg/m³ (deshalb schwimmt es), Aluminium 2.700 kg/m³, Eisen 7.870 kg/m³, Gold 19.300 kg/m³.

Prüfungs-Blueprint

Gültigkeitsbereich

Gilt für homogene Stoffe; bei Gemischen und porösen Körpern beschreibt ρ = m/V nur die mittlere Dichte. Bei Gasen hängt die Dichte stark von Druck und Temperatur ab.

Herleitung in Schritten

Dichte ist eine Stoffkonstante: Masse und Volumen wachsen proportional, ihr Verhältnis bleibt fest.

  1. 1Doppeltes Volumen desselben Stoffes trägt doppelte Masse: m ∝ V.
  2. 2Der Proportionalitätsfaktor ist die Dichte: ρ = m/V.

Umstellen

Masse aus Dichte und Volumen

So schätzt man Gewichte, ohne zu wiegen — etwa von Wasser im Aquarium.

Volumen aus Masse und Dichte

Grundlage der Verdrängungsmethode nach Archimedes.

Aufgabenvariante

Wie groß ist das Volumen von 7,9 kg Stahl (ρ = 7.900 kg/m³)?

V = m/ρ = 7,9/7.900 = 0,001 m³ = 1 Liter.

Ein Holzklotz hat m = 0,3 kg und V = 500 cm³. Schwimmt er auf Wasser?

ρ = 0,3 kg / 5×10⁻⁴ m³ = 600 kg/m³ < 1.000 kg/m³ — er schwimmt.

Typische Fehler

g/cm³ und kg/m³ vermischen.

Faktor 1.000: 1 g/cm³ = 1.000 kg/m³.

Dichte mit Gewicht oder Masse gleichsetzen.

Dichte ist massebezogen aufs Volumen — ein kleines Goldstück ist dichter, aber leichter als ein Eisbrocken.

Volumen in cm³ mit Masse in kg kombinieren.

Einheiten konsistent wählen: kg mit m³ oder g mit cm³.

Klausurkontext

  • Typisch in Auftriebs- und Materialbestimmungsaufgaben: mittlere Dichte berechnen und mit der Flüssigkeit vergleichen.

Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.

Rechenbeispiel

Ein Aluminiumwürfel hat m = 270 g = 0,27 kg und V = 100 cm³ = 10⁻⁴ m³: ρ = 0,27/10⁻⁴ = 2.700 kg/m³ = 2,7 g/cm³.

Anwendungsgebiete

Materialprüfung, Auftrieb und Schiffbau, Dichtebestimmung im Labor (Pyknometer), Meteorologie (Luftschichtung)

Quanta-Prüfungsset

Kuratiertes Prüfungsset für "Dichte":

Frage (Vorderseite)

Welche Formel beschreibt Dichte?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Wie stellst du ρ = m/V nach Masse aus Dichte und Volumen um?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Welcher typische Fehler passiert bei ρ = m/V?

Antwort in deinem Set

+ 7 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe

Diese 10 Karten sind fertig kuratiert. Ein Klick, und sie liegen in deinem Lernstapel, FSRS plant die Wiederholungen bis zur Klausur.

Wissenschaftliche Quellen

Häufige Schreibweisen & Suchanfragen

rho=m/Vρ=m/Vp=m/V DichteDichte FormelDichte berechnenMasse Volumen Formeldensity formulag/cm3 in kg/m3

Verwandte Formeln

Weitere Physik-Formeln

Häufige Fragen zu Dichte

Wie berechnet man die Dichte eines Körpers?+

Teile die Masse durch das Volumen: ρ = m/V. Beispiel: Ein Aluminiumwürfel mit m = 270 g und V = 100 cm³ hat ρ = 2,7 g/cm³, in SI-Einheiten 2.700 kg/m³. Die Masse bestimmst du mit der Waage; das Volumen bei regelmäßigen Körpern durch Ausmessen, bei unregelmäßigen über die Wasserverdrängung im Messzylinder — der Anstieg des Wasserspiegels entspricht dem Körpervolumen. Wichtig ist die Einheiten-Disziplin: Entweder durchgehend Gramm mit Kubikzentimetern oder Kilogramm mit Kubikmetern rechnen, nie gemischt. Zum Umrechnen gilt 1 g/cm³ = 1.000 kg/m³. Mit der berechneten Dichte kannst du anschließend im Tabellenwerk nachschlagen, um welchen Stoff es sich vermutlich handelt.

Warum schwimmt Eis auf Wasser?+

Weil Eis mit rund 917 kg/m³ eine geringere Dichte hat als flüssiges Wasser mit 1.000 kg/m³ — eine berühmte Anomalie, denn fast alle Stoffe sind im festen Zustand dichter als im flüssigen. Beim Gefrieren ordnen sich die Wassermoleküle in einer offenen Gitterstruktur mit viel Zwischenraum an, das Volumen wächst um etwa 9 %. Nach dem Archimedischen Prinzip schwimmt ein Körper, wenn seine Dichte kleiner ist als die der Flüssigkeit; Eis taucht dabei zu rund 90 % ein (Eisberg-Effekt: der größte Teil liegt unter Wasser). Diese Anomalie ist ökologisch entscheidend: Seen frieren von oben zu, die Eisschicht isoliert, und das Wasser darunter bleibt mit 4 °C flüssig — Fische überleben den Winter.

Wie stellt man ρ = m/V nach Masse oder Volumen um?+

Nach der Masse aufgelöst: m = ρ·V — so schätzt du Gewichte ohne Waage. Ein 200-Liter-Aquarium enthält m = 1.000 kg/m³ × 0,2 m³ = 200 kg Wasser, weshalb man es niemals gefüllt tragen sollte. Nach dem Volumen aufgelöst: V = m/ρ — so bestimmst du den Platzbedarf: 7,9 kg Stahl mit ρ = 7.900 kg/m³ füllen genau V = 0,001 m³, also einen Liter. Die Dichte ist der Umrechnungsfaktor zwischen Masse- und Volumenwelt; Handwerker und Ingenieure nutzen sie ständig (Wie schwer wird die Betonplatte? Wie viel Farbe wiegt der Eimer?). Prüfe nach jeder Umstellung die Einheiten: kg/m³ mal m³ ergibt kg — dann stimmt die Formel.

Wie bestimmt man die Dichte eines unregelmäßig geformten Körpers?+

Mit der Verdrängungsmethode nach Archimedes. Wiege den Körper zuerst (Masse m). Fülle dann einen Messzylinder mit Wasser, lies den Stand ab, tauche den Körper vollständig ein und lies erneut ab — die Differenz der Stände ist sein Volumen V. Daraus folgt ρ = m/V. Beispiel: Ein Steinbrocken wiegt 156 g und hebt den Wasserstand von 50 ml auf 110 ml, also V = 60 cm³ und ρ = 156/60 = 2,6 g/cm³ — typisch für Granit. Der Legende nach entlarvte Archimedes so eine gepanschte Königskrone: Gold hat 19,3 g/cm³, Silberbeimischungen senken die Dichte messbar. Voraussetzungen: Der Körper darf kein Wasser aufsaugen und muss vollständig untertauchen.

Warum hängt die Dichte von Gasen so stark von Druck und Temperatur ab?+

Weil Gasmoleküle — anders als in Festkörpern und Flüssigkeiten — große Abstände zueinander haben und sich leicht zusammendrücken oder ausdehnen lassen. Erhöhst du den Druck, rücken die Teilchen zusammen: gleiches Gas, kleineres Volumen, höhere Dichte. Erwärmst du das Gas bei konstantem Druck, dehnt es sich aus und die Dichte sinkt — warme Luft steigt deshalb auf, das Prinzip des Heißluftballons. Quantitativ steckt das im idealen Gasgesetz: ρ = p·M/(R·T) mit der molaren Masse M. Luft hat bei 0 °C und Normaldruck etwa 1,29 kg/m³, bei 20 °C nur noch 1,20 kg/m³. Deshalb gehören zu Gasdichte-Angaben immer die Bedingungen (Druck und Temperatur) — bei Festkörpern ist die Dichte dagegen fast konstant.

Dichte prüfungssicher behalten

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Wie berechnet man mit Dichte?

So gehst du eine typische Aufgabe zu Dichte (ρ = m/V) Schritt für Schritt an:

  1. 1

    Aufgabe

    Wie groß ist das Volumen von 7,9 kg Stahl (ρ = 7.900 kg/m³)?

    Rechenweg

    V = m/ρ = 7,9/7.900 = 0,001 m³ = 1 Liter.

  2. 2

    Aufgabe

    Ein Holzklotz hat m = 0,3 kg und V = 500 cm³. Schwimmt er auf Wasser?

    Rechenweg

    ρ = 0,3 kg / 5×10⁻⁴ m³ = 600 kg/m³ < 1.000 kg/m³ — er schwimmt.