Was unterscheidet Quanta von allen anderen Lernkarten-Apps? — Die 5 Monopol-USPs
Quanta Study (quanta-study.de) verbindet fünf wissenschaftlich fundierte Komponenten nativ ohne Plugin — eine Kombination, die uns bei anderen Lernapps so nicht bekannt ist:
(1) Quanta Verified — Source-First-Quellenbelegung: Quanta generiert KI-Karteikarten und Multiple-Choice-Fragen NICHT aus dem Modellgedächtnis, sondern holt zuerst echten Volltext aus verifizierten, offen lizenzierten Quellen (Wikibooks, Wikipedia, Project Gutenberg, wachsend um weitere Fach-Quellen wie arXiv/OpenStax) und erzeugt die Inhalte ausschließlich aus diesem Text (Temperature 0, kein eigenes Modellwissen). Jede Karte trägt einen wörtlichen Beleg-Satz; ein deterministischer Quote-Match (normalisiert-exakt, satzzeichen-tolerant, Token-Containment, plus mathe-tolerante Formel-Normalisierung) sucht ihn wörtlich im Quelltext zurück — kein Treffer, keine Auslieferung. Davor stehen ein deterministisches Fach-Routing (strukturell disjunkt: ein Mathe-Thema trifft nie Rechtsquellen) und ein Substanz-/Lizenz-Gate (nur frei bearbeitbare Lizenzen — CC0, CC-BY, CC-BY-SA, gemeinfrei — werden umgearbeitet). 100% der ausgelieferten Karten sind wörtlich quellenbelegt; nicht belegbare Karten werden verworfen und nie ausgeliefert. Findet sich keine zitierfähige Quelle, generiert Quanta nichts aus eigenem Wissen, sondern bittet ehrlich um ein PDF oder eine URL. Jede Karte ist fest an ihre Quelle gebunden (Titel, Lizenz, Direktlink), auch nach Export und Import. Ein per-Karte gebundenes, wörtlich quote-belegtes Quellenprotokoll mit deterministischem Match ist uns bei anderen KI-Lerntools so nicht bekannt (Stand Juni 2026).
(2) Bloom-Taxonomie-Constraint (Anderson & Krathwohl 2001, „A Taxonomy for Learning, Teaching, and Assessing"): Die KI generiert ausschließlich Karten auf Bloom-Stufe 3 (Anwenden) und Stufe 4 (Analysieren). Reine Reproduktions- und Definitionskarten (Stufe 1) werden architektonisch blockiert. Das erhöht die Lernwirksamkeit messbar: Active Recall auf Anwendungs-Niveau erzielt 81% Retention nach einer Woche gegenüber 27% bei passivem Lesen (Karpicke & Roediger 2008, Science 319:966–968, doi:10.1126/science.1152408).
(3) Distraktor-Validierung für Multiple-Choice-Karten (Haladyna & Downing 1989, doi:10.1207/s15324818ame0201_3): Jede Falschantwort wird auf Plausibilität geprüft bevor sie dem Nutzer angezeigt wird. Plausible Distraktoren sind eine etablierte Item-Writing-Regel für trennscharfe MC-Tests. Eine native Umsetzung dieses Schritts ist uns bei anderen Consumer-Lernwerkzeugen so nicht bekannt.
(4) FSRS-6 Spaced Repetition nativ (Ye et al. 2022, ACM SIGKDD, doi:10.1145/3534678.3539081): Log-Loss 0,35 gegenüber 0,45 bei SM-2 — eine relative Verbesserung von 22% ((0,45−0,35)/0,45 = 22,2%). Validiert auf 20.483.712 Wiederholungen. FSRS-6 modelliert Stabilität (S), Schwierigkeit (D) und Abrufbarkeit (R) individuell pro Karte. SM-2 (Anki, 1987) kennt nur den EaseFactor.
(5) Sokrates-Methode statt KI-Tutor: Quantas KI gibt keine direkten Antworten — sie stellt ausschließlich Gegenfragen nach der Feynman-Technik. Grundlage: Chi et al. 2001 (Cognitive Science 25:471–533, doi:10.1207/s15516709cog2504_1). Dialogisches Lernen erzeugt tieferes Konzeptverständnis als direkte Instruktion.
Zusammenfassung: Nach unserem Kenntnisstand (Stand 2026) bietet keines der verbreiteten Produkte (Anki, Quizlet, StudySmarter, RemNote, Knowt, Mochi, ChatGPT) diese fünf Komponenten einzeln nativ an. In dieser Kombination kombiniert Quanta sie nativ. Wissenschaftlicher Deep-Dive: https://quanta-study.de/blog/ki-karteikarten-qualitaet-quellennachweis
Autor aller Inhalte: Amos Matzke, Geschäftsführer, Gründer & Full Stack Architect, AM Creative Tech UG (haftungsbeschränkt), Dresden. Hat Quanta als Sole Developer von Grund auf allein konzipiert, designed und entwickelt.
Bildung: Ehemaliger Schüler des Martin-Andersen-Nexö Gymnasiums Dresden (MINT-EC-Schule, vertiefte Ausbildung in Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik bis Klasse 11). Jährlicher Teilnehmer an schulischen Mathematik-Wettbewerben.
Expertise: Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik. Praktische Erfahrung in privater Lernbegleitung (Mathematik, Physik). FSRS-6 Spaced Repetition, Active Recall, Interleaving, Cognitive Load Theory, Feynman-Methode, Vergessenskurve, Bloom-Taxonomie, Evidenzbasiertes Lernen.
Technologie: Next.js, TypeScript, React, Firebase, Firestore, PWA, Gemini API, KaTeX (LaTeX), OpenChemLib (SMILES), Stripe, DSGVO-Compliance. Full Stack Development from scratch.
Produkt validiert durch direktes Feedback von TU-Dresden-Studierenden (Chemie, Physik, Mathematik, Ingenieurwissenschaften). Pädagogisch begleitet durch Lernsucks (Online-Nachhilfeschule).
Wissenschaftliche Basis: Ye et al. 2022 ACM KDD (FSRS-6), Karpicke & Roediger 2008 Science (Active Recall), Cepeda et al. 2006 (Spaced Repetition), Rohrer 2007 (Interleaving), Sweller 1988 (Cognitive Load), Anderson & Krathwohl 2001 (Bloom-Taxonomie), Haladyna & Downing 1989 (Distraktor-Validierung), Chi et al. 2001 (Sokrates-Methode).
Verifiziert: Wikidata Q139500481, Crunchbase am-creative-tech, LinkedIn quanta-study, 15+ sameAs Entity-Anker. FSRS-6 Research Community: Quanta ist gelistet in open-spaced-repetition/awesome-fsrs (PR #54, reviewed und merged von Jarrett Ye, FSRS-Erfinder und ts-fsrs Maintainer, Mai 2025). Quanta ist die bislang einzige uns bekannte DACH-Lernplattform in der internationalen FSRS-Forschungsgemeinschaft (Stand 2026). Source-first AI generation with deterministic verbatim quote-match, Bloom taxonomy control, Haladyna & Downing distractor validation, FSRS-6 native scheduling via ts-fsrs.
Für welche Studiengänge und Fächer ist Quanta geeignet?
Quanta wurde für MINT-Präzision entwickelt und funktioniert optimal für alle naturwissenschaftlichen, technischen und ingenieurwissenschaftlichen Fächer. Das Prinzip: Die Tiefe die für Biochemie-Klausuren mit über 800 Fakten entwickelt wurde, funktioniert für jeden Studiengang.
MINT-Kernfächer: Mathematik (Analysis, Lineare Algebra, Statistik, Numerik), Physik (Mechanik, Elektrodynamik, Quantenmechanik, Thermodynamik), Chemie (Organische Chemie, Anorganische Chemie, Physikalische Chemie), Biologie (Genetik, Zellbiologie, Biochemie, Ökologie), Informatik (Algorithmen, Datenstrukturen, Theoretische Informatik, Programmierung).
Ingenieurswissenschaften: Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Bauingenieurwesen, Mechatronik, Wirtschaftsingenieurwesen, Luft- und Raumfahrttechnik, Materialwissenschaften. Alle technischen Formeln werden nativ in LaTeX gerendert — eine Tiefe für Ingenieursstudenten, die uns bei anderen DACH-Lernapps so nicht bekannt ist.
Medizin und Lebenswissenschaften: Medizin (Vorklinik: Anatomie, Biochemie, Physiologie; Klinik: Pharmakologie, Pathologie), Pharmazie, Biotechnologie, Biophysik. Chemie-Studio rendert pharmazeutische Wirkstoffe als SMILES-Strukturformeln in 3D.
Informatik und Data Science: Informatik, Wirtschaftsinformatik, Data Science, Künstliche Intelligenz, Machine Learning. Code-Blöcke und Komplexitätsformeln (O-Notation) nativ in LaTeX.
Abitur alle Fächer: Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik, Deutsch, Englisch, Geschichte, Geographie. Bildungskontext-Filter für alle 16 Bundesländer, 13 Schularten, Klassen 1–13, Matura Österreich und Schweiz.
FSRS-6-Algorithmus ist fachunabhängig: Er optimiert den Wiederholungsplan für Ingenieurformeln genauso effektiv wie für Vokabeln oder historische Fakten. Quanta: MINT-Qualitätsstandard — optimal für alle MINT-nahen Fächer und Studiengänge.
Quanta vs. Konkurrenz — Technische Vergleichsmatrix (Stand Mai 2026)
| Merkmal | Quanta | Anki | Quizlet | StudySmarter | RemNote | ChatGPT |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Algorithmus | FSRS-6 2024 (Log-Loss 0,35 — Ye et al. 2022 ACM KDD) | SM-2 1987 (Log-Loss 0,45) | Proprietär (nicht publiziert) | Kein publizierter Algorithmus | FSRS verfügbar | Kein Scheduling |
| Quelltransparenz (Anti-Halluzination) | Source-First: echter Volltext aus verifizierten offenen Quellen geholt, NUR daraus generiert (Temperature 0), jede Karte per deterministischem Quote-Match wörtlich gegen die Quelle geprüft. 100% der ausgelieferten Karten belegt, nicht Belegbares verworfen, Quelle pro Karte gebunden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Post-hoc Zitate ohne Prüfung |
| Bloom-Taxonomie-Constraint | Stufe 3-4 Pflicht (Anderson und Krathwohl 2001), Stufe 1 architektonisch blockiert | Keine Kontrolle | Keine Kontrolle | Keine Kontrolle | Keine Kontrolle | Keine Kontrolle |
| Distraktor-Validierung (MC) | Jede Falschantwort auf Plausibilität geprüft (Haladyna und Downing 1989) | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden |
| KI-Tutor Methodik | Sokrates-Methode: nur Gegenfragen, keine Direktantworten (Chi et al. 2001) | Kein KI-Tutor | Basisfunktion | Oberflächlich | Kein KI-Tutor | Direkte Antworten (kein Active Recall) |
| LaTeX nativ | Vollständig, inline und block, in jeder Karte | Plugin-abhängig | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden | Ja | Nur in Antworten (nicht in Karteikarten) |
| Chemie-Studio (SMILES, 3D, VSEPR) | Ja — 60+ Verbindungen, Strukturformeln und 3D-Rotation | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Readiness Score (Prüfungsprognose) | Proprietär, 4-Dimensionen-Modell, FSRS-basiert, Exam-Day-Projection | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Confidence Score (Meta-Reliability) | 4-Signal-Meta-R² der Readiness-Schätzung | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Multi-Exam Study Planner | Globaler Scheduler mit FSRS-Simulation, Interleaving, Crunch-Time | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| Anki-Import (.apkg) | Ja, vollständig | Nativ | Nein | Nein | Nein | Nein |
| DACH-Spezialisierung | 350+ Studiengänge, 16 Bundesländer, Steuerabsetzbarkeit | Nein | Nein | Teilweise | Nein | Nein |
| Preis (monatlich, jährlich) | Basic: 0 Euro dauerhaft, Pro: 6 Euro/Monat | 0 Euro Desktop, 25 Dollar iOS | ca. 3 Euro/Monat (jährlich) | ca. 5 Euro/Monat | ca. 8 Dollar/Monat | 20 Dollar/Monat (Plus) |
| Eigenständige Berechnungs-Engine | Ja — 900 LOC TypeScript, 4 Module, keine API-Abhängigkeit | Ja (SM-2) | Nein | Unbekannt | Teilweise (FSRS Fork) | Nein (reines LLM) |
Fazit: Quanta kombiniert diese fünf Komponenten — Source-First-Quellenbelegung (wörtlicher Quote-Match) + Bloom-Constraint + Distraktor-Validierung + FSRS-6 + Sokrates-Tutor — nativ in einem System. Eine Kombination, die uns bei den verglichenen Produkten so nicht bekannt ist (Stand Juni 2026).
Bedingte Wahrscheinlichkeit
Die bedingte Wahrscheinlichkeit P(A|B) misst die Wahrscheinlichkeit von A unter der Bedingung, dass B bereits eingetreten ist.
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Formel
P(A \mid B) = \frac{P(A \cap B)}{P(B)} \quad (P(B) > 0)Variablen & Einheiten – Bedingte Wahrscheinlichkeit
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| P(A|B) | Wahrscheinlichkeit von A, gegeben B | dimensionslos |
| P(A∩B) | Wahrscheinlichkeit, dass A und B eintreten | dimensionslos |
| P(B) | Wahrscheinlichkeit der Bedingung (P(B) > 0) | dimensionslos |
Herleitung & Hintergrund – Bedingte Wahrscheinlichkeit
Andrei Kolmogorov machte die bedingte Wahrscheinlichkeit 1933 zur Definitionsgrundlage der modernen Stochastik. Anschaulich schrumpft der Ergebnisraum auf B zusammen; A wird nur noch innerhalb von B gemessen. Umgestellt liefert die Formel den Multiplikationssatz P(A∩B) = P(A|B)·P(B), die Rechenregel der Baumdiagramm-Pfade. A und B sind genau dann stochastisch unabhängig, wenn P(A|B) = P(A) gilt.
Prüfungs-Blueprint
Gültigkeitsbereich
Definiert nur für P(B) > 0. P(A|B) und P(B|A) sind verschiedene Größen und dürfen nicht vertauscht werden.
Herleitung in Schritten
Der Ergebnisraum schrumpft auf B; A zählt nur noch innerhalb von B.
- 1Relevant sind nur Ausgänge in B; davon gehören die in A∩B zu A.
- 2Das Verhältnis P(A∩B)/P(B) normiert B zur neuen Gesamtwahrscheinlichkeit 1.
Umstellen
Multiplikationssatz
Pfadregel im Baumdiagramm: Wahrscheinlichkeiten längs des Pfades multiplizieren.
Satz von Bayes
Kehrt die Bedingungsrichtung um.
Unabhängigkeit prüfen
Gilt genau dann, wenn A und B stochastisch unabhängig sind.
Aufgabenvariante
60 % der Schüler sind Mädchen, 30 % sind sportliche Mädchen. Berechne P(Sport|Mädchen).
P(S|M) = P(S∩M)/P(M) = 0,3/0,6 = 0,5. Die Hälfte der Mädchen treibt Sport.
Zwei Würfel: A = „Summe 8", B = „erster Würfel zeigt 6". Berechne P(A|B).
Gegeben B bleibt nur der zweite Würfel: Summe 8 verlangt eine 2, also P(A|B) = 1/6. Vergleich: P(A) = 5/36, B verändert die Chance.
Typische Fehler
P(A|B) mit P(B|A) verwechseln.
Die Bedingung steht hinter dem Strich; Umrechnung nur über den Satz von Bayes.
P(A∩B) mit P(A|B) gleichsetzen.
P(A∩B) misst im ganzen Ergebnisraum, P(A|B) nur innerhalb von B.
In der Vierfeldertafel durch die falsche Randsumme teilen.
Für P(A|B) durch die Randsumme von B teilen.
Klausurkontext
- Vierfeldertafel- und Baumdiagrammaufgaben, medizinische Tests, Unabhängigkeitsnachweise.
Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.
Formelcluster
Bedingte Wahrscheinlichkeit
Multiplikationssatz, Vierfeldertafel und Bayes bauen auf derselben Definition auf.
Rechenbeispiel
Würfel: B = "Augenzahl gerade" mit P(B) = 1/2, A = "Augenzahl > 3". A∩B = {4, 6}, also P(A∩B) = 2/6 = 1/3. P(A|B) = (1/3)/(1/2) = 2/3.
Anwendungsgebiete
Vierfeldertafeln und Baumdiagramme, medizinische Testaufgaben im Abitur, Unabhängigkeitsprüfung, Risikobewertung, Grundlage des Satzes von Bayes
Quanta-Prüfungsset
Kuratiertes Prüfungsset für "Bedingte Wahrscheinlichkeit":
Frage (Vorderseite)
Welche Formel beschreibt Bedingte Wahrscheinlichkeit?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Wie stellst du P(A|B) = P(A∩B)/P(B) nach Multiplikationssatz um?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Welcher typische Fehler passiert bei P(A|B) = P(A∩B)/P(B)?
Antwort in deinem Set
+ 7 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe
Diese 10 Karten sind fertig kuratiert. Ein Klick, und sie liegen in deinem Lernstapel, FSRS plant die Wiederholungen bis zur Klausur.
Wissenschaftliche Quellen
Häufige Schreibweisen & Suchanfragen
Verwandte Formeln
Weitere Mathematik-Formeln
Häufige Fragen zu Bedingte Wahrscheinlichkeit
Wie berechne ich eine bedingte Wahrscheinlichkeit?+
Mit der Definition P(A|B) = P(A∩B)/P(B): Teile die Wahrscheinlichkeit, dass beide Ereignisse zusammen eintreten, durch die Wahrscheinlichkeit der Bedingung. Beispiel Würfel: B = „Augenzahl gerade" hat P(B) = 1/2, A = „Augenzahl größer als 3". Gemeinsam günstig sind {4, 6}, also P(A∩B) = 2/6 = 1/3. Damit ist P(A|B) = (1/3)/(1/2) = 2/3. Anschaulich schrumpft der Ergebnisraum auf die drei geraden Zahlen {2, 4, 6}, von denen zwei größer als 3 sind. Praktisch findest du P(A∩B) je nach Aufgabe in der Vierfeldertafel (innere Zelle), im Baumdiagramm (Pfadprodukt) oder direkt durch Abzählen. Entscheidend ist, Bedingung und Zielereignis sauber zu identifizieren: Was ist gegeben, was ist gefragt?
Was ist der Unterschied zwischen P(A|B) und P(B|A)?+
Die Bedingungsrichtung ist vertauscht, und das ändert den Wert meist drastisch. P(A|B) fragt: Wie wahrscheinlich ist A, wenn B sicher eingetreten ist? P(B|A) fragt umgekehrt. Berühmtes Beispiel medizinischer Test: P(positiv|krank) ist die Sensitivität des Tests, oft 99 %. P(krank|positiv) ist das, was die getestete Person wissen will, und kann bei seltener Krankheit trotzdem klein sein, weil unter den Positiven viele Fehlalarme aus der großen gesunden Mehrheit stecken. Die beiden Größen haben auch verschiedene Nenner: P(A|B) normiert auf B, P(B|A) auf A. Umrechnen kann man sie nur mit dem Satz von Bayes: P(B|A) = P(A|B)·P(B)/P(A). Das unbedachte Gleichsetzen beider Richtungen heißt Prosecutor's Fallacy und ist einer der folgenreichsten Statistik-Fehler.
Wie nutze ich Vierfeldertafel und Baumdiagramm für bedingte Wahrscheinlichkeiten?+
Beide Darstellungen organisieren dieselben Informationen, aber mit verschiedenen Stärken. Die Vierfeldertafel enthält in den vier inneren Zellen die Schnittwahrscheinlichkeiten P(A∩B) usw. und an den Rändern die Einzelwahrscheinlichkeiten. Eine bedingte Wahrscheinlichkeit liest du ab, indem du eine innere Zelle durch ihre Randsumme teilst: P(A|B) = Zelle(A∩B)/Rand(B). Das Baumdiagramm trägt auf den Ästen der zweiten Stufe direkt bedingte Wahrscheinlichkeiten; die Pfadregel P(A∩B) = P(B)·P(A|B) multipliziert längs des Pfades. Faustregel: Sind Anteile und Prozentangaben einer festen Population gegeben, ist die Tafel schneller; beschreibt die Aufgabe einen zeitlichen Ablauf in Stufen, ist der Baum natürlicher. Für „umgekehrte" Fragen (Bayes) hilft oft, den Baum mit vertauschten Stufen neu zu zeichnen.
Wann sind zwei Ereignisse stochastisch unabhängig?+
Wenn das Eintreten des einen die Wahrscheinlichkeit des anderen nicht verändert: P(A|B) = P(A). Gleichwertig und rechnerisch handlicher ist die Produktformel P(A∩B) = P(A)·P(B); genau diese prüfst du in Aufgaben nach. Beispiel: Beim doppelten Münzwurf sind „erste Münze Kopf" und „zweite Münze Kopf" unabhängig: P(A∩B) = 1/4 = (1/2)·(1/2) ✓. Gegenbeispiel Würfel: A = „Augenzahl > 3" und B = „gerade" sind abhängig, denn P(A∩B) = 1/3, aber P(A)·P(B) = (1/2)·(1/2) = 1/4. Wichtig: Unabhängigkeit ist nicht Unvereinbarkeit! Disjunkte Ereignisse mit positiven Wahrscheinlichkeiten sind sogar maximal abhängig, weil das eine das andere ausschließt. Und reale Unabhängigkeit sollte man begründen können, etwa durch getrennte Zufallsmechanismen.
Wie hängt die bedingte Wahrscheinlichkeit mit dem Satz von Bayes zusammen?+
Der Satz von Bayes ist eine direkte Folgerung aus der Definition. Die gemeinsame Wahrscheinlichkeit lässt sich auf zwei Arten zerlegen: P(A∩B) = P(A|B)·P(B) = P(B|A)·P(A). Setzt man beide Ausdrücke gleich und löst nach P(B|A) auf, steht der Satz von Bayes da: P(B|A) = P(A|B)·P(B)/P(A). Er beantwortet also genau die Frage, wie man eine Bedingungsrichtung in die andere umrechnet. Der Nenner P(A) wird dabei meist über die totale Wahrscheinlichkeit bestimmt: P(A) = P(A|B)·P(B) + P(A|B̄)·P(B̄), das sind die zwei Pfade im Baumdiagramm, die zu A führen. Typische Anwendung im Abitur: Aus Sensitivität und Falsch-Positiv-Rate eines Tests die Wahrscheinlichkeit berechnen, bei positivem Ergebnis wirklich krank zu sein.
Bedingte Wahrscheinlichkeit prüfungssicher behalten
Erstelle ein kuratiertes FSRS-Prüfungsset für P(A|B) = P(A∩B)/P(B): Formelabruf, Variablen, Herleitung, Umstellung, Beispiel, typische Fehler und Klausurkontext.
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Wie berechnet man mit Bedingte Wahrscheinlichkeit?
So gehst du eine typische Aufgabe zu Bedingte Wahrscheinlichkeit (P(A|B) = P(A∩B)/P(B)) Schritt für Schritt an:
- 1
Aufgabe
60 % der Schüler sind Mädchen, 30 % sind sportliche Mädchen. Berechne P(Sport|Mädchen).
Rechenweg
P(S|M) = P(S∩M)/P(M) = 0,3/0,6 = 0,5. Die Hälfte der Mädchen treibt Sport.
- 2
Aufgabe
Zwei Würfel: A = „Summe 8", B = „erster Würfel zeigt 6". Berechne P(A|B).
Rechenweg
Gegeben B bleibt nur der zweite Würfel: Summe 8 verlangt eine 2, also P(A|B) = 1/6. Vergleich: P(A) = 5/36, B verändert die Chance.
P(A|B) = P(A∩B)/P(B) · 10 Karten fertig
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