Mathematik · Analysis / Integralrechnung

Fläche unter einer Kurve (bestimmtes Integral)

Das bestimmte Integral misst die Fläche zwischen Graph und x-Achse, solange der Graph oberhalb der Achse verläuft.

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Formel

LaTeX: A = \int_{a}^{b} f(x) \, dx \quad (f(x) \geq 0)
A in Flächeneinheiten (FE) · x und f(x) je nach Kontext
Diagramm: Eine positive Kurve f(x); die Fläche zwischen Kurve und x-Achse von a bis b ist schattiert und mit A beschriftet.xyabAf(x)
Das bestimmte Integral ist der Flächeninhalt A zwischen dem Graphen von f und der x-Achse von a bis b.

Variablen & Einheiten – Fläche unter einer Kurve (bestimmtes Integral)

SymbolBedeutungEinheit
AFlächeninhalt zwischen Graph und x-AchseFE
f(x)Randfunktion (Integrand)kontextabhängig
a, bLinke und rechte Grenze des Bereichskontextabhängig

Herleitung & Hintergrund – Fläche unter einer Kurve (bestimmtes Integral)

Das bestimmte Integral ist als Grenzwert von Rechteckssummen (Riemann-Summen) definiert und misst orientierte Flächen: Bereiche unterhalb der x-Achse zählen negativ. Für den geometrischen Flächeninhalt zerlegt man das Intervall an den Nullstellen und addiert die Beträge der Teilintegrale. Die Fläche zwischen zwei Graphen f und g berechnet sich als ∫ₐᵇ (f(x) − g(x)) dx mit f ≥ g auf [a; b].

Prüfungs-Blueprint

Gültigkeitsbereich

Als Fläche direkt nur für f ≥ 0 auf [a; b]; unterhalb der x-Achse liefert das Integral negative Werte. Für Flächen zuerst Nullstellen bestimmen und abschnittsweise mit Beträgen rechnen.

Herleitung in Schritten

Die Fläche wird durch Rechteckssummen ausgeschöpft.

  1. 1Zerlege [a; b] in n Streifen der Breite Δx mit Höhe f(xᵢ); die Summe nähert die Fläche.
  2. 2Für n → ∞ konvergieren die Summen gegen ∫ₐᵇ f(x) dx (Riemann-Integral).

Umstellen

Fläche zwischen zwei Graphen

f oben, g unten; die Grenzen sind oft die Schnittstellen.

Fläche unter der Achse

Zwischen Nullstellen integrieren und den Betrag nehmen.

Aufgabenvariante

Berechne die Fläche zwischen f(x) = x² und der x-Achse über [0; 3].

A = ∫₀³ x² dx = [x³/3]₀³ = 27/3 = 9 FE. f ≥ 0 auf [0; 3], also ist der Integralwert direkt die Fläche.

Welche Fläche schließen f(x) = x und g(x) = x² ein?

Schnittstellen x = 0 und x = 1, dort gilt f ≥ g. A = ∫₀¹ (x − x²) dx = [x²/2 − x³/3]₀¹ = 1/2 − 1/3 = 1/6 FE.

Typische Fehler

Integralwert und Flächeninhalt gleichsetzen, wenn der Graph unter der Achse liegt.

Nullstellen suchen, abschnittsweise integrieren, Beträge addieren.

Bei Flächen zwischen Graphen über Schnittstellen hinweg integrieren.

An den Schnittstellen wechselt f − g das Vorzeichen; dort aufteilen.

∫₋₁¹ x³ dx = 0 als „keine Fläche" deuten.

Der orientierte Wert 0 heißt nur: die Teilflächen heben sich auf. Die Fläche ist 2·(1/4) = 1/2 FE.

Klausurkontext

  • Klassische Abituraufgabe: eingeschlossene Flächen zwischen Parabeln, Geraden und e-Funktionen.

Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.

Rechenbeispiel

f(x) = x² über [0; 2]: A = ∫₀² x² dx = [x³/3]₀² = 8/3 ≈ 2,67 FE. Läge der Graph unter der x-Achse, wäre das Integral negativ, die Fläche ist dann der Betrag.

Anwendungsgebiete

Flächenberechnung in der Kurvendiskussion, Physik (Weg als Fläche im v-t-Diagramm), Ökonomie (Konsumentenrente), Wahrscheinlichkeit als Fläche unter Dichten

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Welche Formel beschreibt Fläche unter einer Kurve (bestimmtes Integral)?

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Wie stellst du A = ∫ₐᵇ f(x) dx nach Fläche zwischen zwei Graphen um?

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Welcher typische Fehler passiert bei A = ∫ₐᵇ f(x) dx?

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Wissenschaftliche Quellen

Häufige Schreibweisen & Suchanfragen

A=Integral a bis b f(x) dxFläche unter Kurve berechnenFläche unter GraphFläche zwischen zwei GraphenIntegral Fläche negativorientierter Flächeninhaltarea under curve integralFlächeninhalt Integral

Verwandte Formeln

Weitere Mathematik-Formeln

Häufige Fragen zu Fläche unter einer Kurve (bestimmtes Integral)

Wie berechne ich die Fläche unter einer Kurve?+

Wenn der Graph auf [a; b] oberhalb der x-Achse verläuft, ist die Fläche direkt das bestimmte Integral: A = ∫ₐᵇ f(x) dx. Praktisch heißt das: Stammfunktion bilden, an den Grenzen auswerten, subtrahieren. Beispiel: Die Fläche unter f(x) = x² zwischen 0 und 2 ist ∫₀² x² dx = [x³/3]₀² = 8/3 ≈ 2,67 Flächeneinheiten. Prüfe vorher unbedingt, ob f auf dem ganzen Intervall wirklich nicht negativ wird, am schnellsten über die Nullstellen. Verläuft der Graph teilweise unter der Achse, musst du das Intervall an den Nullstellen aufteilen, sonst rechnest du orientierte Flächen gegeneinander auf und erhältst einen zu kleinen oder sogar negativen Wert.

Was mache ich, wenn der Graph unter der x-Achse liegt?+

Dann liefert das Integral einen negativen Wert, denn es misst orientierte Flächen: oberhalb positiv, unterhalb negativ. Für den geometrischen Flächeninhalt nimmst du den Betrag des Teilintegrals. Verläuft der Graph teils über, teils unter der Achse, gehst du dreistufig vor: Nullstellen im Intervall bestimmen, zwischen den Nullstellen abschnittsweise integrieren, Beträge der Teilergebnisse addieren. Warnbeispiel: ∫₋₁¹ x³ dx = 0, obwohl die Kurve echte Flächen einschließt; die Teilfläche links (−1/4) und rechts (+1/4) heben sich nur rechnerisch auf. Die tatsächliche Fläche ist |−1/4| + |1/4| = 1/2 FE. In Klausuren wird genau dieser Unterschied zwischen Integralwert und Flächeninhalt gern abgefragt.

Wie berechne ich die Fläche zwischen zwei Graphen?+

Integriere die Differenzfunktion: A = ∫ₐᵇ (f(x) − g(x)) dx, wobei f auf dem Intervall oberhalb von g verläuft. Die Grenzen sind meist die Schnittstellen, die du über f(x) = g(x) bestimmst. Beispiel: f(x) = x und g(x) = x² schneiden sich bei 0 und 1; dort gilt x ≥ x², also A = ∫₀¹ (x − x²) dx = [x²/2 − x³/3]₀¹ = 1/2 − 1/3 = 1/6 FE. Praktisch: Es ist egal, ob die Graphen über oder unter der x-Achse liegen, die Differenz gleicht das automatisch aus. Schneiden sich die Kurven innerhalb des Intervalls, musst du an den Schnittstellen aufteilen, weil f − g dort das Vorzeichen wechselt, und die Beträge der Teilintegrale addieren.

Warum kann ein Integral null sein, obwohl eine Fläche da ist?+

Weil das bestimmte Integral orientierte Flächen bilanziert und keine geometrischen Flächeninhalte addiert. Jeder Bereich oberhalb der x-Achse zählt positiv, jeder unterhalb negativ; das Integral ist die Summe dieser vorzeichenbehafteten Beiträge. Bei punktsymmetrischen Situationen wie ∫₋₂² x³ dx gleichen sich beide Beiträge exakt aus, das Integral ist 0, obwohl beidseitig echte Flächenstücke liegen. Diese Bilanzlogik ist kein Defekt, sondern oft genau das Gewünschte: Im v-t-Diagramm bedeutet negatives Vorzeichen Rückwärtsbewegung, und das Integral liefert die Gesamtverschiebung statt der gefahrenen Strecke. Willst du dagegen die Fläche, integriere zwischen den Nullstellen einzeln und addiere die Beträge.

Wofür braucht man Flächenintegrale außerhalb der Mathematik?+

Immer wenn ein Produkt aus zwei Größen über ein Intervall aufsummiert wird. In der Physik ist die Fläche im Geschwindigkeit-Zeit-Diagramm der zurückgelegte Weg, die Fläche im Kraft-Weg-Diagramm die verrichtete Arbeit und die Fläche unter der Leistungskurve die Energie. In der Stochastik sind Wahrscheinlichkeiten stetiger Zufallsgrößen Flächen unter der Dichtefunktion, die Gesamtfläche ist dort immer 1. Die Ökonomie berechnet Konsumenten- und Produzentenrente als Flächen zwischen Preis- und Nachfragekurven. Auch Durchschnittswerte sind Flächenlogik: Der Mittelwert einer Funktion ist ihre Fläche geteilt durch die Intervalllänge. Wer die Flächeninterpretation beherrscht, kann Integrale in fast jedem Anwendungskontext deuten.

Fläche unter einer Kurve (bestimmtes Integral) prüfungssicher behalten

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Wie berechnet man mit Fläche unter einer Kurve (bestimmtes Integral)?

So gehst du eine typische Aufgabe zu Fläche unter einer Kurve (bestimmtes Integral) (A = ∫ₐᵇ f(x) dx) Schritt für Schritt an:

  1. 1

    Aufgabe

    Berechne die Fläche zwischen f(x) = x² und der x-Achse über [0; 3].

    Rechenweg

    A = ∫₀³ x² dx = [x³/3]₀³ = 27/3 = 9 FE. f ≥ 0 auf [0; 3], also ist der Integralwert direkt die Fläche.

  2. 2

    Aufgabe

    Welche Fläche schließen f(x) = x und g(x) = x² ein?

    Rechenweg

    Schnittstellen x = 0 und x = 1, dort gilt f ≥ g. A = ∫₀¹ (x − x²) dx = [x²/2 − x³/3]₀¹ = 1/2 − 1/3 = 1/6 FE.