Mathematik · Analysis / Integralrechnung

Stammfunktion und Grundintegrale

Die Potenzregel der Integration liefert Stammfunktionen: Exponent um 1 erhöhen, durch den neuen Exponenten teilen.

GrundlegendPrüfungsrelevant

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Formel

LaTeX: \int x^{n} \, dx = \frac{x^{n+1}}{n+1} + C \quad (n \neq -1)
Dimensionslos (Analysis)

Variablen & Einheiten – Stammfunktion und Grundintegrale

SymbolBedeutungEinheit
xIntegrationsvariabledimensionslos
nExponent (n ≠ −1)dimensionslos
CIntegrationskonstante (beliebige reelle Zahl)dimensionslos

Herleitung & Hintergrund – Stammfunktion und Grundintegrale

Integrieren kehrt das Ableiten um: F heißt Stammfunktion von f, wenn F′ = f gilt. Die Potenzregel der Integration spiegelt die Potenzregel der Ableitung. Wichtige Grundintegrale: ∫e^x dx = e^x + C, ∫1/x dx = ln|x| + C (der Sonderfall n = −1), ∫sin x dx = −cos x + C, ∫cos x dx = sin x + C. Da Konstanten beim Ableiten verschwinden, ist jede Stammfunktion nur bis auf +C bestimmt.

Prüfungs-Blueprint

Gültigkeitsbereich

Die Potenzregel der Integration gilt für alle reellen n ≠ −1; für n = −1 ist ln|x| + C die Stammfunktion. Stammfunktionen sind nur bis auf eine Konstante C eindeutig.

Herleitung in Schritten

Integrieren kehrt das Ableiten um: Kandidat ableiten und vergleichen.

  1. 1Leite x^(n+1)/(n+1) ab: (n+1)·xⁿ/(n+1) = xⁿ ✓.
  2. 2Da Konstanten beim Ableiten verschwinden, ist jede Stammfunktion nur bis auf +C bestimmt.

Umstellen

Sonderfall n = −1

Die Potenzregel würde durch 0 teilen; hier springt der Logarithmus ein.

e-Funktion und Trigonometrie

Die Grundintegrale des Abiturs; Vorzeichen bei sin beachten.

Lineare Substitution

Innere lineare Funktion: durch a teilen statt multiplizieren.

Aufgabenvariante

Bestimme alle Stammfunktionen von f(x) = 4x³ − 2x + 5.

Gliedweise: F(x) = x⁴ − x² + 5x + C. Probe: F′(x) = 4x³ − 2x + 5 ✓.

Finde die Stammfunktion von f(x) = e^(2x) durch den Punkt (0|1).

F(x) = ½e^(2x) + C. F(0) = ½ + C = 1, also C = ½. Ergebnis: F(x) = ½e^(2x) + ½.

Typische Fehler

Beim Integrieren den Exponenten verringern wie beim Ableiten.

Integrieren erhöht: xⁿ → x^(n+1)/(n+1).

Das +C weglassen.

Ohne C fehlen unendlich viele Stammfunktionen; Anfangsbedingungen legen C fest.

∫1/x dx mit der Potenzregel rechnen.

n = −1 ist der Sonderfall: ln|x| + C.

∫sin x dx = cos x + C schreiben.

Richtig: −cos x + C; zur Kontrolle ableiten.

Klausurkontext

  • Erster Schritt jeder Integralaufgabe: Stammfunktion bilden, dann Grenzen einsetzen.

Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.

Rechenbeispiel

∫(3x² + 2) dx = x³ + 2x + C. Probe durch Ableiten: (x³ + 2x + C)′ = 3x² + 2 ✓. Ebenso: ∫cos x dx = sin x + C, denn (sin x)′ = cos x.

Anwendungsgebiete

Flächen- und Volumenberechnung, Rekonstruktion von Beständen aus Änderungsraten, Physik (Weg aus Geschwindigkeit), Wahrscheinlichkeitsdichten

Quanta-Prüfungsset

Kuratiertes Prüfungsset für "Stammfunktion und Grundintegrale":

Frage (Vorderseite)

Welche Formel beschreibt Stammfunktion und Grundintegrale?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Wie stellst du ∫xⁿ dx = xⁿ⁺¹/(n+1) + C nach Sonderfall n = −1 um?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Welcher typische Fehler passiert bei ∫xⁿ dx = xⁿ⁺¹/(n+1) + C?

Antwort in deinem Set

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Wissenschaftliche Quellen

Häufige Schreibweisen & Suchanfragen

Integral x^n dx = x^(n+1)/(n+1)+CStammfunktion bildenaufleitenGrundintegrale TabelleStammfunktion x^2Integral Regelnantiderivative power ruleunbestimmtes Integral

Verwandte Formeln

Weitere Mathematik-Formeln

Häufige Fragen zu Stammfunktion und Grundintegrale

Wie bilde ich die Stammfunktion einer Potenzfunktion?+

Kehre die Potenzregel des Ableitens um: Exponent um 1 erhöhen, dann durch den neuen Exponenten teilen. Aus xⁿ wird x^(n+1)/(n+1) + C, gültig für alle n ≠ −1. Konstante Vorfaktoren bleiben stehen, Summen behandelst du gliedweise. Beispiel: f(x) = 4x³ − 2x + 5 hat die Stammfunktionen F(x) = x⁴ − x² + 5x + C. Die Regel funktioniert auch für negative und gebrochene Exponenten: ∫x⁻² dx = −x⁻¹ + C und ∫√x dx = ∫x^(1/2) dx = (2/3)x^(3/2) + C. Sicherste Kontrolle: Das Ergebnis ableiten, es muss exakt der Integrand herauskommen. Nur der Fall n = −1 fällt heraus, dort ist ln|x| + C die Stammfunktion.

Warum braucht jede Stammfunktion das +C?+

Weil die Ableitung jeder Konstanten null ist. Wenn F eine Stammfunktion von f ist, dann ist auch F + 7 oder F − 123 eine, denn beim Ableiten verschwindet die Konstante spurlos. Die Menge aller Stammfunktionen ist deshalb eine ganze Kurvenschar aus parallel verschobenen Graphen, und das +C steht stellvertretend für diese unendlich vielen Möglichkeiten. Konkret festgelegt wird C erst durch eine Zusatzbedingung, etwa „der Graph geht durch (0|1)": Für f(x) = e^(2x) ist F(x) = ½e^(2x) + C, und F(0) = 1 erzwingt C = ½. Beim bestimmten Integral hingegen kürzt sich C in F(b) − F(a) heraus, dort darfst du es weglassen.

Welche Grundintegrale muss ich im Abitur auswendig können?+

Der Kernbestand ist kurz: die Potenzregel ∫xⁿ dx = x^(n+1)/(n+1) + C für n ≠ −1, der Sonderfall ∫1/x dx = ln|x| + C, die e-Funktion ∫eˣ dx = eˣ + C mit der Variante ∫e^(kx) dx = (1/k)e^(kx) + C, sowie die Winkelfunktionen ∫sin x dx = −cos x + C und ∫cos x dx = sin x + C. Dazu die Strukturregeln: Summand für Summand integrieren, konstante Faktoren vorziehen, und bei innerer linearer Funktion f(ax + b) durch a teilen. Mit diesem Werkzeugkasten deckst du fast alle Pflichtteil-Integrale ab; kompliziertere Produkte übernimmt die partielle Integration. Regelmäßige Selbstkontrolle: rückwärts ableiten.

Was ist der Unterschied zwischen aufleiten und integrieren?+

„Aufleiten" ist Schülersprache für das Bilden einer Stammfunktion, also die Umkehrung des Ableitens; der Fachbegriff lautet unbestimmtes Integrieren. Präzise unterscheidet die Mathematik zwei Dinge: Das unbestimmte Integral ∫f(x) dx bezeichnet die Menge aller Stammfunktionen F + C. Das bestimmte Integral ∫ₐᵇ f(x) dx dagegen ist eine Zahl, definiert als Grenzwert von Rechteckssummen, die orientierte Flächen misst. Der Hauptsatz verbindet beide Welten: Die Zahl bekommst du, indem du irgendeine Stammfunktion an den Grenzen auswertest, F(b) − F(a). In Klausuren solltest du den Begriff Stammfunktion verwenden; „aufleiten" verstehen alle, es gilt aber als umgangssprachlich.

Wie integriere ich f(ax + b), zum Beispiel e^(3x) oder sin(2x)?+

Mit der linearen Substitutionsregel: Ist F eine Stammfunktion von f, dann gilt ∫f(ax + b) dx = (1/a)·F(ax + b) + C. Die innere lineare Funktion bleibt stehen, und du teilst durch ihre Steigung a, statt wie beim Ableiten mit ihr zu multiplizieren. Beispiele: ∫e^(3x) dx = (1/3)e^(3x) + C, ∫sin(2x) dx = −(1/2)cos(2x) + C, ∫(4x + 1)⁵ dx = (1/4)·(4x + 1)⁶/6 + C. Die Probe durch Ableiten zeigt, warum: Die Kettenregel erzeugt den Faktor a, den das 1/a gerade wieder aufhebt. Achtung: Diese bequeme Regel gilt NUR für lineare innere Funktionen; bei ∫e^(x²) dx versagt sie, ein solches Integral hat keine elementare Stammfunktion.

Stammfunktion und Grundintegrale prüfungssicher behalten

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Wie berechnet man mit Stammfunktion und Grundintegrale?

So gehst du eine typische Aufgabe zu Stammfunktion und Grundintegrale (∫xⁿ dx = xⁿ⁺¹/(n+1) + C) Schritt für Schritt an:

  1. 1

    Aufgabe

    Bestimme alle Stammfunktionen von f(x) = 4x³ − 2x + 5.

    Rechenweg

    Gliedweise: F(x) = x⁴ − x² + 5x + C. Probe: F′(x) = 4x³ − 2x + 5 ✓.

  2. 2

    Aufgabe

    Finde die Stammfunktion von f(x) = e^(2x) durch den Punkt (0|1).

    Rechenweg

    F(x) = ½e^(2x) + C. F(0) = ½ + C = 1, also C = ½. Ergebnis: F(x) = ½e^(2x) + ½.