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Der Massenanteil w gibt an, welcher Anteil der Gesamtmasse einer Lösung oder Mischung auf den gelösten Stoff entfällt; mal 100 ergibt er die Massenprozent.
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Formel
w dimensionslos (·100 für Prozent) · mStoff in g · mLösung in g
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Massenanteil des gelösten Stoffes | dimensionslos | |
| Masse des gelösten Stoffes | g | |
| Gesamtmasse der Lösung (Stoff + Lösungsmittel) | g |
w = \frac{m_{\text{Stoff}}}{m_{\text{Lösung}}}Gehaltsgrößen beschreiben Zusammensetzungen: Der Massenanteil ist dimensionslos und temperaturunabhängig, weil Massen sich beim Erwärmen nicht ändern. Er darf nicht mit dem Volumenanteil φ (Vol-%, etwa bei Alkohol) oder der Stoffmengenkonzentration c verwechselt werden. Umrechnung in c über die Dichte der Lösung: . Im Nenner steht immer die gesamte Lösung, nicht nur das Lösungsmittel.
Gilt für jede homogene Mischung; im Nenner steht die Gesamtmasse der Lösung. Die Massenanteile aller Komponenten summieren sich zu 1.
Der Massenanteil ist eine reine Verhältnisgröße von Massen.
Masse des gelösten Stoffes
Direkt anwendbar auf Etikettenangaben in Prozent.
Benötigte Lösungsmasse
So planst du Ansätze mit vorgegebener Stoffmasse.
Umrechnung in die Konzentration
ρ ist die Dichte der Lösung, M die molare Masse des Stoffes.
Wie viel Gramm Zucker enthalten 250 g Lösung mit ?
m = w·mLösung = 0,12·250 g = 30 g Zucker; die restlichen 220 g sind Wasser.
Wie viel Wasser verdünnt 50 g einer 40-%-Lösung auf 10 %?
Gelöster Stoff: .
Für braucht es mLösung = 20/0,10 = 200 g, also Wasser zugeben.
Durch die Masse des Lösungsmittels statt der Lösung teilen.
Im Nenner steht immer die Gesamtmasse: Stoff plus Lösungsmittel.
Massen- und Volumenangaben mischen.
w ist ein Massenverhältnis; für Volumina braucht es die Dichte.
Massenprozent mit Volumenprozent gleichsetzen.
Vol-% (etwa bei Alkohol) ist der Volumenanteil φ und weicht vom Massenanteil ab.
Formelcluster
Massenanteil, Konzentration und Stoffmenge als Umrechnungsdreieck.
30 g Kochsalz in 270 g Wasser gelöst: . Umgekehrt enthalten 250 g einer 12-%-Lösung gelösten Stoff.
Etikettenangaben (Kochsalzlösung 0,9 %), Laborrezepturen, Lebensmittelchemie, Legierungen und Gemische, physiologische Lösungen in der Medizin
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Massenanteil (Massenprozent) (w = m_Stoff/m_Lösung).
Aufgabe
Wie viel Gramm Zucker enthalten 250 g Lösung mit ?
Rechenweg
m = w·mLösung = 0,12·250 g = 30 g Zucker; die restlichen 220 g sind Wasser.
Aufgabe
Wie viel Wasser verdünnt 50 g einer 40-%-Lösung auf 10 %?
Rechenweg
Gelöster Stoff: .
Für braucht es mLösung = 20/0,10 = 200 g, also Wasser zugeben.
Der Massenanteil w ist der Quotient aus der Masse des gelösten Stoffes und der Gesamtmasse der Lösung: w = mStoff/mLösung. Die Gesamtmasse ist die Summe aus gelöstem Stoff und Lösungsmittel. Multiplizierst du w mit 100, erhältst du die Massenprozent. Beispiel: Löst du 30 g Kochsalz in 270 g Wasser, ist die Gesamtmasse 300 g und , also 10 %. Wichtig ist, im Nenner wirklich die Masse der ganzen Lösung zu verwenden und nicht nur die des Lösungsmittels. Der Massenanteil ist dimensionslos und temperaturunabhängig, weil sich Massen beim Erwärmen nicht ändern. Das macht ihn zu einer sehr robusten Gehaltsgröße für Rezepturen und Etiketten.
Der Massenanteil w vergleicht Massen: die Masse des gelösten Stoffes zur Gesamtmasse der Lösung, angegeben dimensionslos oder in Prozent. Die Stoffmengenkonzentration c vergleicht dagegen die Stoffmenge in Mol mit dem Volumen der Lösung, angegeben in . Der zentrale Unterschied ist der Bezug: w ist massenbezogen und temperaturunabhängig, c ist volumenbezogen und ändert sich mit der Temperatur, weil sich Volumina ausdehnen. Umrechnen kann man über die Dichte ρ und die molare Masse M mit der Beziehung . In der Praxis nutzt man den Massenanteil oft bei Feststoffen und Handelsprodukten, die Stoffmengenkonzentration dagegen bei Reaktionen und in der Maßanalyse, wo es auf Teilchenverhältnisse ankommt.
Für die Umrechnung brauchst du zwei zusätzliche Größen: die Dichte ρ der Lösung und die molare Masse M des gelösten Stoffes. Es gilt . Der Gedanke dahinter: Der Massenanteil w mal der Dichte ergibt die Masse des Stoffes pro Liter Lösung, und diese geteilt durch die molare Masse liefert die Stoffmenge pro Liter. Beispiel: Eine Schwefelsäure mit , Dichte und hat . Achte auf konsistente Einheiten, insbesondere die Dichte in . Ohne die Dichte ist die Umrechnung nicht möglich, weil der Massenanteil keine Information über das Volumen enthält.
Die Angabe 0,9 % bezeichnet den Massenanteil und bedeutet, dass in 100 g Lösung 0,9 g Kochsalz enthalten sind, der Rest ist Wasser. In einem Liter dieser Lösung, der wegen der geringen Konzentration näherungsweise 1000 g wiegt, sind also etwa 9 g Natriumchlorid gelöst. Diese Konzentration heißt physiologische oder isotonische Kochsalzlösung, weil sie denselben osmotischen Druck wie das Blutplasma hat. Deshalb kann man sie als Infusion geben, ohne dass rote Blutkörperchen aufquellen oder schrumpfen. Rechnet man in um, ergibt sich mit eine Konzentration von etwa . Die scheinbar kleine Prozentzahl hat also eine genau abgestimmte medizinische Bedeutung.
Massenprozent (Ma-%) beziehen sich auf Massen, Volumenprozent (Vol-%) auf Volumina. Der Massenanteil w = mStoff/mLösung ist dimensionslos und temperaturunabhängig. Der Volumenanteil φ = VStoff/VLösung dagegen wird bei Mischungen verwendet, deren Komponenten flüssig sind, etwa bei Alkohol in Getränken. Ein wichtiger Punkt: Volumina addieren sich beim Mischen nicht immer exakt, weshalb der Bezug beim Volumenanteil sorgfältig definiert werden muss. Beide Größen können deutlich voneinander abweichen, wenn die Dichten der Komponenten verschieden sind. So sind 40 Vol-% Ethanol nicht dasselbe wie 40 Ma-%, weil Ethanol eine geringere Dichte als Wasser hat. Man muss beim Rechnen also immer wissen, welche Prozentangabe gemeint ist, und darf sie nicht gleichsetzen.
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