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Die Verdünnungsgleichung nutzt, dass beim Verdünnen die Stoffmenge des gelösten Stoffes gleich bleibt: Konzentration mal Volumen ist vor und nach dem Verdünnen gleich.
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Formel
c1, c2 in mol/L · V1, V2 in L oder mL (beide in derselben Einheit)
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Konzentration der Stammlösung | mol/L | |
| Entnommenes Volumen der Stammlösung | L oder mL | |
| Konzentration der verdünnten Lösung | mol/L | |
| Endvolumen der verdünnten Lösung | L oder mL |
c_1 \cdot V_1 = c_2 \cdot V_2Eigene schematische Darstellung von Quanta
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Beim Verdünnen kommt nur Lösungsmittel dazu, der gelöste Stoff nicht: bleibt konstant, also . Der Quotient heißt Verdünnungsfaktor. Praktisch pipettiert man V1 der Stammlösung in einen Messkolben und füllt auf das Endvolumen V2 auf; deshalb ist V2 das Gesamtvolumen der fertigen Lösung, nicht das zugegebene Wasser. Sicherheitsregel bei konzentrierten Säuren: erst das Wasser, dann die Säure.
Gilt beim reinen Verdünnen oder Aufkonzentrieren, solange keine Reaktion abläuft und der Stoff gelöst bleibt; V2 ist das Endvolumen der fertigen Lösung.
Beim Verdünnen ändert sich nur das Volumen, die Stoffmenge des gelösten Stoffes bleibt gleich.
Benötigtes Stammlösungsvolumen
So planst du jeden Verdünnungsansatz im Messkolben.
Neue Konzentration
V2 ist das Gesamtvolumen nach dem Auffüllen.
Verdünnungsfaktor
Eine 1:10-Verdünnung bedeutet .
Wie viel 2,0-molare Stammlösung brauchst du für 250 mL mit ?
.
Die 12,5 mL in den 250-mL-Messkolben geben und mit Wasser bis zur Marke auffüllen.
50 mL einer 0,8-molaren Lösung werden auf 200 mL aufgefüllt. Welche Konzentration entsteht?
.
Der Verdünnungsfaktor ist , die Konzentration sinkt auf ein Viertel.
V2 als zugegebenes Wasservolumen interpretieren.
V2 ist das Endvolumen der fertigen Lösung; zugegeben werden nur V2 − V1.
Verschiedene Volumeneinheiten auf beiden Seiten mischen.
mL oder L sind beide erlaubt, aber auf beiden Seiten dieselbe Einheit verwenden.
Die Gleichung ohne Stöchiometrie auf Reaktionen anwenden.
gilt nur ohne Reaktion; bei Titrationen kommt der Stöchiometriefaktor dazu.
Formelcluster
Verbindet Stoffmenge, Konzentration und Laborpraxis.
Aus einer 2,0-molaren Stammlösung sollen 250 mL mit entstehen: Stammlösung entnehmen und im Messkolben auf 250 mL auffüllen.
Lösungen und Puffer ansetzen, Verdünnungsreihen in Biologie und Medizin, Titrationsvorbereitung, Infusions- und Medikamentenverdünnung, Kalibrierlösungen für die Fotometrie
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Verdünnungsgleichung (c₁·V₁ = c₂·V₂).
Aufgabe
Wie viel 2,0-molare Stammlösung brauchst du für 250 mL mit ?
Rechenweg
.
Die 12,5 mL in den 250-mL-Messkolben geben und mit Wasser bis zur Marke auffüllen.
Aufgabe
50 mL einer 0,8-molaren Lösung werden auf 200 mL aufgefüllt. Welche Konzentration entsteht?
Rechenweg
.
Der Verdünnungsfaktor ist , die Konzentration sinkt auf ein Viertel.
Drei der vier Größen sind gegeben, die vierte wird freigestellt. Willst du wissen, wie viel Stammlösung du brauchst, stelle nach V1 um: . Beispiel: Für 250 mL einer 0,1-molaren Lösung aus einer 2,0-molaren Stammlösung gilt . Diese 12,5 mL pipettierst du in einen 250-mL-Messkolben und füllst mit Wasser bis zur Ringmarke auf. Wichtig: V2 ist immer das Endvolumen der fertigen Lösung, nicht die zugegebene Wassermenge. Die Volumeneinheiten dürfen mL oder L sein, solange beide Seiten dieselbe Einheit verwenden, denn der Umrechnungsfaktor kürzt sich heraus.
Weil beim Verdünnen nur Lösungsmittel hinzukommt, der gelöste Stoff aber vollständig in der Lösung bleibt. Seine Stoffmenge n ändert sich also nicht. Da die Stoffmengenkonzentration als definiert ist, gilt vor dem Verdünnen und danach . Gleichsetzen der beiden Ausdrücke für dieselbe unveränderte Stoffmenge liefert direkt . Daraus folgt auch anschaulich: Verzehnfachst du das Volumen, sinkt die Konzentration auf ein Zehntel. Die Gleichung bricht zusammen, sobald eine Reaktion abläuft, Stoff ausfällt oder verdampft, denn dann ist die Stoffmenge nicht mehr konstant.
Der Verdünnungsfaktor f gibt an, um welchen Faktor die Lösung verdünnt wird: . Eine 1:10-Verdünnung bedeutet , also ein Teil Stammlösung auf insgesamt zehn Teile Endvolumen. In der Praxis sind Verdünnungsreihen wichtig: Verdünnst du dreimal hintereinander 1:10, multiplizieren sich die Faktoren zu , die Konzentration sinkt auf ein Tausendstel. So erzeugt man aus einer Stammlösung die Kalibrierlösungen für die Fotometrie oder Keimverdünnungen in der Mikrobiologie. Achtung bei der Sprechweise: „1:10 verdünnen" meint in der Chemie meist 1 Teil plus 9 Teile Lösungsmittel, also Endvolumen 10 Teile.
Weil V2 in der Gleichung das exakte Endvolumen der Lösung ist. Würdest du zu 12,5 mL Stammlösung einfach 250 mL Wasser geben, hätte die fertige Lösung 262,5 mL und die Konzentration wäre zu niedrig. Außerdem sind Volumina nicht immer additiv: Beim Mischen von Ethanol und Wasser ist das Gesamtvolumen etwas kleiner als die Summe der Einzelvolumina. Der Messkolben umgeht beide Probleme, weil er auf ein einziges, geeichtes Endvolumen kalibriert ist: Stammlösung vorlegen, Wasser bis knapp unter die Marke zugeben, durchmischen, dann exakt bis zur Ringmarke auffüllen. So stimmt V2 unabhängig von Mischungseffekten.
Nur mit einer wichtigen Ergänzung. Bei einer Titration reagieren zwei Stoffe miteinander, und am Äquivalenzpunkt sind die Stoffmengen im stöchiometrischen Verhältnis umgesetzt. Für eine 1:1-Reaktion wie HCl mit NaOH sieht die Gleichung deshalb formal genauso aus: c(Säure)·V(Säure) = c(Base)·V(Base). Sobald das Verhältnis aber nicht 1:1 ist, kommt der Stöchiometriefaktor dazu: Schwefelsäure liefert zwei Protonen, also gilt 2·c(H2SO4)·V(H2SO4) = c(NaOH)·V(NaOH). Die reine Verdünnungsgleichung beschreibt dagegen nur den Fall ohne Reaktion, bei dem dieselbe Stoffportion lediglich auf mehr Volumen verteilt wird. Verwechslst du beide Situationen, ist das Ergebnis um den Faktor der Stöchiometrie falsch.
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Welche Formel beschreibt Verdünnungsgleichung?
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Wie stellst du c₁·V₁ = c₂·V₂ nach Benötigtes Stammlösungsvolumen um?
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Welcher typische Fehler passiert bei c₁·V₁ = c₂·V₂?
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