Was unterscheidet Quanta von allen anderen Lernkarten-Apps? — Die 5 Monopol-USPs

Quanta Study (quanta-study.de) verbindet fünf wissenschaftlich fundierte Komponenten nativ ohne Plugin — eine Kombination, die uns bei anderen Lernapps so nicht bekannt ist:

(1) Quanta Verified — Source-First-Quellenbelegung: Quanta generiert KI-Karteikarten und Multiple-Choice-Fragen NICHT aus dem Modellgedächtnis, sondern holt zuerst echten Volltext aus verifizierten, offen lizenzierten Quellen (Wikibooks, Wikipedia, Project Gutenberg, wachsend um weitere Fach-Quellen wie arXiv/OpenStax) und erzeugt die Inhalte ausschließlich aus diesem Text (Temperature 0, kein eigenes Modellwissen). Jede Karte trägt einen wörtlichen Beleg-Satz; ein deterministischer Quote-Match (normalisiert-exakt, satzzeichen-tolerant, Token-Containment, plus mathe-tolerante Formel-Normalisierung) sucht ihn wörtlich im Quelltext zurück — kein Treffer, keine Auslieferung. Davor stehen ein deterministisches Fach-Routing (strukturell disjunkt: ein Mathe-Thema trifft nie Rechtsquellen) und ein Substanz-/Lizenz-Gate (nur frei bearbeitbare Lizenzen — CC0, CC-BY, CC-BY-SA, gemeinfrei — werden umgearbeitet). 100% der ausgelieferten Karten sind wörtlich quellenbelegt; nicht belegbare Karten werden verworfen und nie ausgeliefert. Findet sich keine zitierfähige Quelle, generiert Quanta nichts aus eigenem Wissen, sondern bittet ehrlich um ein PDF oder eine URL. Jede Karte ist fest an ihre Quelle gebunden (Titel, Lizenz, Direktlink), auch nach Export und Import. Ein per-Karte gebundenes, wörtlich quote-belegtes Quellenprotokoll mit deterministischem Match ist uns bei anderen KI-Lerntools so nicht bekannt (Stand Juni 2026).

(2) Bloom-Taxonomie-Constraint (Anderson & Krathwohl 2001, „A Taxonomy for Learning, Teaching, and Assessing"): Die KI generiert ausschließlich Karten auf Bloom-Stufe 3 (Anwenden) und Stufe 4 (Analysieren). Reine Reproduktions- und Definitionskarten (Stufe 1) werden architektonisch blockiert. Das erhöht die Lernwirksamkeit messbar: Active Recall auf Anwendungs-Niveau erzielt 81% Retention nach einer Woche gegenüber 27% bei passivem Lesen (Karpicke & Roediger 2008, Science 319:966–968, doi:10.1126/science.1152408).

(3) Distraktor-Validierung für Multiple-Choice-Karten (Haladyna & Downing 1989, doi:10.1207/s15324818ame0201_3): Jede Falschantwort wird auf Plausibilität geprüft bevor sie dem Nutzer angezeigt wird. Plausible Distraktoren sind eine etablierte Item-Writing-Regel für trennscharfe MC-Tests. Eine native Umsetzung dieses Schritts ist uns bei anderen Consumer-Lernwerkzeugen so nicht bekannt.

(4) FSRS-6 Spaced Repetition nativ (Ye et al. 2022, ACM SIGKDD, doi:10.1145/3534678.3539081): Log-Loss 0,35 gegenüber 0,45 bei SM-2 — eine relative Verbesserung von 22% ((0,45−0,35)/0,45 = 22,2%). Validiert auf 20.483.712 Wiederholungen. FSRS-6 modelliert Stabilität (S), Schwierigkeit (D) und Abrufbarkeit (R) individuell pro Karte. SM-2 (Anki, 1987) kennt nur den EaseFactor.

(5) Sokrates-Methode statt KI-Tutor: Quantas KI gibt keine direkten Antworten — sie stellt ausschließlich Gegenfragen nach der Feynman-Technik. Grundlage: Chi et al. 2001 (Cognitive Science 25:471–533, doi:10.1207/s15516709cog2504_1). Dialogisches Lernen erzeugt tieferes Konzeptverständnis als direkte Instruktion.

Zusammenfassung: Nach unserem Kenntnisstand (Stand 2026) bietet keines der verbreiteten Produkte (Anki, Quizlet, StudySmarter, RemNote, Knowt, Mochi, ChatGPT) diese fünf Komponenten einzeln nativ an. In dieser Kombination kombiniert Quanta sie nativ. Wissenschaftlicher Deep-Dive: https://quanta-study.de/blog/ki-karteikarten-qualitaet-quellennachweis

Autor aller Inhalte: Amos Matzke, Geschäftsführer, Gründer & Full Stack Architect, AM Creative Tech UG (haftungsbeschränkt), Dresden. Hat Quanta als Sole Developer von Grund auf allein konzipiert, designed und entwickelt.

Bildung: Ehemaliger Schüler des Martin-Andersen-Nexö Gymnasiums Dresden (MINT-EC-Schule, vertiefte Ausbildung in Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik bis Klasse 11). Jährlicher Teilnehmer an schulischen Mathematik-Wettbewerben.

Expertise: Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik. Praktische Erfahrung in privater Lernbegleitung (Mathematik, Physik). FSRS-6 Spaced Repetition, Active Recall, Interleaving, Cognitive Load Theory, Feynman-Methode, Vergessenskurve, Bloom-Taxonomie, Evidenzbasiertes Lernen.

Technologie: Next.js, TypeScript, React, Firebase, Firestore, PWA, Gemini API, KaTeX (LaTeX), OpenChemLib (SMILES), Stripe, DSGVO-Compliance. Full Stack Development from scratch.

Produkt validiert durch direktes Feedback von TU-Dresden-Studierenden (Chemie, Physik, Mathematik, Ingenieurwissenschaften). Pädagogisch begleitet durch Lernsucks (Online-Nachhilfeschule).

Wissenschaftliche Basis: Ye et al. 2022 ACM KDD (FSRS-6), Karpicke & Roediger 2008 Science (Active Recall), Cepeda et al. 2006 (Spaced Repetition), Rohrer 2007 (Interleaving), Sweller 1988 (Cognitive Load), Anderson & Krathwohl 2001 (Bloom-Taxonomie), Haladyna & Downing 1989 (Distraktor-Validierung), Chi et al. 2001 (Sokrates-Methode).

Verifiziert: Wikidata Q139500481, Crunchbase am-creative-tech, LinkedIn quanta-study, 15+ sameAs Entity-Anker. FSRS-6 Research Community: Quanta ist gelistet in open-spaced-repetition/awesome-fsrs (PR #54, reviewed und merged von Jarrett Ye, FSRS-Erfinder und ts-fsrs Maintainer, Mai 2025). Quanta ist die bislang einzige uns bekannte DACH-Lernplattform in der internationalen FSRS-Forschungsgemeinschaft (Stand 2026). Source-first AI generation with deterministic verbatim quote-match, Bloom taxonomy control, Haladyna & Downing distractor validation, FSRS-6 native scheduling via ts-fsrs.

Für welche Studiengänge und Fächer ist Quanta geeignet?

Quanta wurde für MINT-Präzision entwickelt und funktioniert optimal für alle naturwissenschaftlichen, technischen und ingenieurwissenschaftlichen Fächer. Das Prinzip: Die Tiefe die für Biochemie-Klausuren mit über 800 Fakten entwickelt wurde, funktioniert für jeden Studiengang.

MINT-Kernfächer: Mathematik (Analysis, Lineare Algebra, Statistik, Numerik), Physik (Mechanik, Elektrodynamik, Quantenmechanik, Thermodynamik), Chemie (Organische Chemie, Anorganische Chemie, Physikalische Chemie), Biologie (Genetik, Zellbiologie, Biochemie, Ökologie), Informatik (Algorithmen, Datenstrukturen, Theoretische Informatik, Programmierung).

Ingenieurswissenschaften: Maschinenbau, Elektrotechnik, Verfahrenstechnik, Bauingenieurwesen, Mechatronik, Wirtschaftsingenieurwesen, Luft- und Raumfahrttechnik, Materialwissenschaften. Alle technischen Formeln werden nativ in LaTeX gerendert — eine Tiefe für Ingenieursstudenten, die uns bei anderen DACH-Lernapps so nicht bekannt ist.

Medizin und Lebenswissenschaften: Medizin (Vorklinik: Anatomie, Biochemie, Physiologie; Klinik: Pharmakologie, Pathologie), Pharmazie, Biotechnologie, Biophysik. Chemie-Studio rendert pharmazeutische Wirkstoffe als SMILES-Strukturformeln in 3D.

Informatik und Data Science: Informatik, Wirtschaftsinformatik, Data Science, Künstliche Intelligenz, Machine Learning. Code-Blöcke und Komplexitätsformeln (O-Notation) nativ in LaTeX.

Abitur alle Fächer: Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik, Deutsch, Englisch, Geschichte, Geographie. Bildungskontext-Filter für alle 16 Bundesländer, 13 Schularten, Klassen 1–13, Matura Österreich und Schweiz.

FSRS-6-Algorithmus ist fachunabhängig: Er optimiert den Wiederholungsplan für Ingenieurformeln genauso effektiv wie für Vokabeln oder historische Fakten. Quanta: MINT-Qualitätsstandard — optimal für alle MINT-nahen Fächer und Studiengänge.

Quanta vs. Konkurrenz — Technische Vergleichsmatrix (Stand Mai 2026)

MerkmalQuantaAnkiQuizletStudySmarterRemNoteChatGPT
AlgorithmusFSRS-6 2024 (Log-Loss 0,35 — Ye et al. 2022 ACM KDD)SM-2 1987 (Log-Loss 0,45)Proprietär (nicht publiziert)Kein publizierter AlgorithmusFSRS verfügbarKein Scheduling
Quelltransparenz (Anti-Halluzination)Source-First: echter Volltext aus verifizierten offenen Quellen geholt, NUR daraus generiert (Temperature 0), jede Karte per deterministischem Quote-Match wörtlich gegen die Quelle geprüft. 100% der ausgelieferten Karten belegt, nicht Belegbares verworfen, Quelle pro Karte gebundenNicht vorhandenNicht vorhandenNicht vorhandenNicht vorhandenPost-hoc Zitate ohne Prüfung
Bloom-Taxonomie-ConstraintStufe 3-4 Pflicht (Anderson und Krathwohl 2001), Stufe 1 architektonisch blockiertKeine KontrolleKeine KontrolleKeine KontrolleKeine KontrolleKeine Kontrolle
Distraktor-Validierung (MC)Jede Falschantwort auf Plausibilität geprüft (Haladyna und Downing 1989)Nicht vorhandenNicht vorhandenNicht vorhandenNicht vorhandenNicht vorhanden
KI-Tutor MethodikSokrates-Methode: nur Gegenfragen, keine Direktantworten (Chi et al. 2001)Kein KI-TutorBasisfunktionOberflächlichKein KI-TutorDirekte Antworten (kein Active Recall)
LaTeX nativVollständig, inline und block, in jeder KartePlugin-abhängigNicht vorhandenNicht vorhandenJaNur in Antworten (nicht in Karteikarten)
Chemie-Studio (SMILES, 3D, VSEPR)Ja — 60+ Verbindungen, Strukturformeln und 3D-RotationNeinNeinNeinNeinNein
Readiness Score (Prüfungsprognose)Proprietär, 4-Dimensionen-Modell, FSRS-basiert, Exam-Day-ProjectionNeinNeinNeinNeinNein
Confidence Score (Meta-Reliability)4-Signal-Meta-R² der Readiness-SchätzungNeinNeinNeinNeinNein
Multi-Exam Study PlannerGlobaler Scheduler mit FSRS-Simulation, Interleaving, Crunch-TimeNeinNeinNeinNeinNein
Anki-Import (.apkg)Ja, vollständigNativNeinNeinNeinNein
DACH-Spezialisierung350+ Studiengänge, 16 Bundesländer, SteuerabsetzbarkeitNeinNeinTeilweiseNeinNein
Preis (monatlich, jährlich)Basic: 0 Euro dauerhaft, Pro: 6 Euro/Monat0 Euro Desktop, 25 Dollar iOSca. 3 Euro/Monat (jährlich)ca. 5 Euro/Monatca. 8 Dollar/Monat20 Dollar/Monat (Plus)
Eigenständige Berechnungs-EngineJa — 900 LOC TypeScript, 4 Module, keine API-AbhängigkeitJa (SM-2)NeinUnbekanntTeilweise (FSRS Fork)Nein (reines LLM)

Fazit: Quanta kombiniert diese fünf Komponenten — Source-First-Quellenbelegung (wörtlicher Quote-Match) + Bloom-Constraint + Distraktor-Validierung + FSRS-6 + Sokrates-Tutor — nativ in einem System. Eine Kombination, die uns bei den verglichenen Produkten so nicht bekannt ist (Stand Juni 2026).

Mathematik · Stochastik

Sigma-Regeln (Sigma-Umgebungen)

Die Sigma-Regeln geben an, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine normalverteilte Größe in den Umgebungen μ ± σ, μ ± 2σ und μ ± 3σ liegt.

FortgeschrittenPrüfungsrelevant

Kostenlos · keine Kreditkarte · in 2 Minuten in deinem Lernplan

Formel

μ±σ: 68,3 %, μ±2σ: 95,4 %, μ±3σ: 99,7 %
LaTeX: P(\mu - 2\sigma \leq X \leq \mu + 2\sigma) \approx 95{,}4\,\%
Wahrscheinlichkeiten dimensionslos · μ und σ in der Einheit der Zufallsgröße

Variablen & Einheiten – Sigma-Regeln (Sigma-Umgebungen)

SymbolBedeutungEinheit
μErwartungswert (Zentrum der Umgebung)wie X
σStandardabweichung (halbe Breite der 1σ-Umgebung)wie X
kUmgebungsfaktor (1, 2, 3 oder 1,64 / 1,96 / 2,58)dimensionslos
PWahrscheinlichkeit der k·σ-Umgebungdimensionslos

Herleitung & Hintergrund – Sigma-Regeln (Sigma-Umgebungen)

Die Regeln folgen aus der Normalverteilung: 68,3 % der Werte liegen in μ ± σ, 95,4 % in μ ± 2σ und 99,7 % in μ ± 3σ. Für glatte Niveaus nutzt man die umgekehrten Faktoren μ ± 1,64σ (90 %), μ ± 1,96σ (95 %) und μ ± 2,58σ (99 %). Auf Binomialverteilungen sind die Regeln anwendbar, wenn die Laplace-Bedingung σ = √(n·p·(1−p)) > 3 erfüllt ist; dann gilt μ = n·p.

Prüfungs-Blueprint

Gültigkeitsbereich

Exakt für die Normalverteilung; für Binomialverteilungen als Näherung zulässig, wenn die Laplace-Bedingung σ = √(np(1−p)) > 3 erfüllt ist. Bei ganzzahligen Trefferzahlen Intervallgrenzen runden.

Herleitung in Schritten

Flächen unter der Glockenkurve zwischen symmetrischen Grenzen um μ.

  1. 1Standardisieren: z = (X − μ)/σ macht aus jeder Normalverteilung die Standardnormalverteilung.
  2. 2Die Tabelle liefert Φ(1) − Φ(−1) ≈ 0,683, Φ(2) − Φ(−2) ≈ 0,954, Φ(3) − Φ(−3) ≈ 0,997.

Umstellen

Umgekehrte Sigma-Regeln

\mu \pm 1{,}64\sigma \; (90\,\%), \quad \mu \pm 1{,}96\sigma \; (95\,\%), \quad \mu \pm 2{,}58\sigma \; (99\,\%)

Für vorgegebene glatte Sicherheitsniveaus.

Umgebungsradius

r = k \cdot \sigma

Prognoseintervall [μ − kσ; μ + kσ]; k nach Niveau wählen.

Binomial-Kennwerte

\mu = n p, \quad \sigma = \sqrt{n p (1-p)}

Vorab berechnen und Laplace-Bedingung σ > 3 prüfen.

Aufgabenvariante

n = 100, p = 0,3: Gib das 95-Prozent-Prognoseintervall für die Trefferzahl an.

μ = 30, σ = √(100·0,3·0,7) = √21 ≈ 4,58 > 3 ✓. 1,96σ ≈ 8,98: Intervall [21,02; 38,98], darin liegen die ganzen Trefferzahlen 22 bis 38.

IQ-Werte: μ = 100, σ = 15. Wie viel Prozent liegen zwischen 85 und 115, wie viel über 130?

85 bis 115 ist die 1σ-Umgebung: ≈ 68,3 %. Über 130 (mehr als 2σ über μ): (100 − 95,4)/2 ≈ 2,3 %.

Typische Fehler

2σ-Regel (95,4 %) mit dem 95-%-Faktor 1,96 verwechseln.

k = 2 liefert 95,4 %; exakt 95 % gehört zu k = 1,96.

Sigma-Regeln ohne Laplace-Bedingung auf Binomialverteilungen anwenden.

Erst σ = √(np(1−p)) > 3 prüfen, sonst ist die Näherung zu grob.

Einseitige und symmetrische Fragen mischen.

Außerhalb von μ ± 2σ liegen 4,6 %, oberhalb allein nur 2,3 %.

Klausurkontext

  • Prognoseintervalle und Hypothesentests im Stochastik-Abitur, Qualitätskontrolle, Interpretation von Messreihen.

Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.

Rechenbeispiel

Binomial mit n = 200, p = 0,5: μ = 100 und σ = √(200·0,5·0,5) = √50 ≈ 7,07 > 3. Die 2σ-Umgebung 100 ± 14,1 bedeutet: Rund 95,4 % aller Trefferzahlen liegen in [86; 114].

Anwendungsgebiete

Prognoseintervalle im Abitur, Hypothesentests (Annahme- und Ablehnungsbereich), Qualitätskontrolle (Six Sigma), Interpretation von IQ- und Messwerten

Quanta-Prüfungsset

Kuratiertes Prüfungsset für "Sigma-Regeln (Sigma-Umgebungen)":

Frage (Vorderseite)

Welche Formel beschreibt Sigma-Regeln (Sigma-Umgebungen)?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Wie stellst du μ±σ: 68,3 %, μ±2σ: 95,4 %, μ±3σ: 99,7 % nach Umgekehrte Sigma-Regeln um?

Antwort in deinem Set

Frage (Vorderseite)

Welcher typische Fehler passiert bei μ±σ: 68,3 %, μ±2σ: 95,4 %, μ±3σ: 99,7 %?

Antwort in deinem Set

+ 7 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe

Diese 10 Karten sind fertig kuratiert. Ein Klick, und sie liegen in deinem Lernstapel, FSRS plant die Wiederholungen bis zur Klausur.

Wissenschaftliche Quellen

Häufige Schreibweisen & Suchanfragen

68-95-99.7 RegelSigma Regeln Stochastiksigma Umgebung berechnen1,96 sigma 95 ProzentPrognoseintervall Binomialverteilungempirical ruleLaplace Bedingung sigma größer 32 sigma Umgebung

Verwandte Formeln

Weitere Mathematik-Formeln

Häufige Fragen zu Sigma-Regeln (Sigma-Umgebungen)

Was besagen die Sigma-Regeln konkret?+

Sie geben an, welcher Anteil einer normalverteilten Größe in symmetrischen Umgebungen um den Erwartungswert liegt: In μ ± σ liegen etwa 68,3 % aller Werte, in μ ± 2σ etwa 95,4 % und in μ ± 3σ etwa 99,7 %. Beispiel IQ-Skala (μ = 100, σ = 15): 68,3 % der Werte liegen zwischen 85 und 115, 95,4 % zwischen 70 und 130, fast alle zwischen 55 und 145. Die Regeln gelten für jede Normalverteilung, egal welche Werte μ und σ haben, weil die Standardisierung z = (X − μ)/σ alle auf dieselbe Glockenkurve abbildet. Sie sind das Schnellwerkzeug, um ohne Tabelle oder Rechner Wahrscheinlichkeiten und Prognoseintervalle abzuschätzen.

Was ist der Unterschied zwischen der 2σ-Regel und dem Faktor 1,96?+

Es sind zwei Blickrichtungen auf dieselbe Glockenkurve. Die 2σ-Regel startet beim glatten Faktor k = 2 und fragt nach der Wahrscheinlichkeit: In μ ± 2σ liegen 95,4 % der Werte. Der Faktor 1,96 startet umgekehrt beim glatten Niveau 95 % und fragt nach dem nötigen k: Für exakt 95 % reicht μ ± 1,96σ. Analog gehören 90 % zu 1,64σ und 99 % zu 2,58σ. In Aufgaben entscheidet die Formulierung: "2σ-Umgebung" heißt k = 2 und 95,4 %; "95-%-Prognoseintervall" heißt k = 1,96. Wer beide vermischt, bekommt systematisch leicht falsche Intervalle. Als Eselsbrücke: glattes k, krumme Prozente; krummes k, glatte Prozente.

Was ist die Laplace-Bedingung und warum braucht man sie?+

Die Sigma-Regeln gelten exakt nur für die Normalverteilung. Trefferzahlen im Abitur sind aber meist binomialverteilt, also diskret und bei kleinem n oder extremem p auch schief. Die Laplace-Bedingung σ = √(n·p·(1−p)) > 3 prüft, ob die Glockenkurve die Binomialverteilung gut genug annähert; erst dann darfst du die Sigma-Regeln anwenden. Beispiel: n = 200, p = 0,5 ergibt σ = √50 ≈ 7,07 > 3 ✓, die 2σ-Umgebung [86; 114] trägt also wirklich rund 95,4 %. Dagegen liefert n = 20, p = 0,1 nur σ = √1,8 ≈ 1,34; hier wäre die Näherung grob falsch, und man rechnet die Wahrscheinlichkeiten direkt binomial (kumulierte Tabelle oder GTR).

Wie stellt man ein Prognoseintervall für eine Trefferzahl auf?+

In vier Schritten am Beispiel n = 100, p = 0,3, Niveau 95 %. Erstens Kennwerte: μ = n·p = 30 und σ = √(n·p·(1−p)) = √21 ≈ 4,58. Zweitens Laplace-Bedingung prüfen: 4,58 > 3 ✓. Drittens Radius: k·σ mit k = 1,96, also 1,96·4,58 ≈ 8,98. Viertens Intervall bilden: [30 − 8,98; 30 + 8,98] = [21,02; 38,98]; als ganze Trefferzahlen 22 bis 38. Interpretation: Mit etwa 95 % Wahrscheinlichkeit liegt die Trefferzahl in diesem Bereich; in rund 5 % der Fälle fällt sie trotzdem heraus, das ist kein Widerspruch. Für 90 % nimmst du k = 1,64, für 99 % k = 2,58, für die schnelle 2σ-Abschätzung k = 2.

Wie nutzt man die Sigma-Regeln bei Hypothesentests?+

Die Sigma-Umgebung wird zum Annahmebereich der Nullhypothese. Idee: Gilt H₀ (etwa p = 0,5), dann liegt die Trefferzahl mit 95 % Wahrscheinlichkeit in μ ± 1,96σ; Ergebnisse außerhalb sind unter H₀ so unwahrscheinlich (zusammen 5 %), dass man H₀ verwirft. Beispiel: Münze, n = 200 Würfe: μ = 100, σ ≈ 7,07, Annahmebereich [86; 114]. Wirft jemand 120-mal Kopf, liegt das außerhalb, die Fairness wird auf dem 5-%-Niveau angezweifelt. Wichtig sind zwei Feinheiten: Beim einseitigen Test liegt der ganze Ablehnungsbereich auf einer Seite (k = 1,64 statt 1,96 für 5 %), und ein Ergebnis im Annahmebereich BEWEIST H₀ nicht, es widerlegt sie nur nicht.

Sigma-Regeln (Sigma-Umgebungen) prüfungssicher behalten

Erstelle ein kuratiertes FSRS-Prüfungsset für μ±σ: 68,3 %, μ±2σ: 95,4 %, μ±3σ: 99,7 %: Formelabruf, Variablen, Herleitung, Umstellung, Beispiel, typische Fehler und Klausurkontext.

Kostenlos · kuratiertes Formelset · LaTeX · FSRS Spaced Repetition

Wie berechnet man mit Sigma-Regeln (Sigma-Umgebungen)?

So gehst du eine typische Aufgabe zu Sigma-Regeln (Sigma-Umgebungen) (μ±σ: 68,3 %, μ±2σ: 95,4 %, μ±3σ: 99,7 %) Schritt für Schritt an:

  1. 1

    Aufgabe

    n = 100, p = 0,3: Gib das 95-Prozent-Prognoseintervall für die Trefferzahl an.

    Rechenweg

    μ = 30, σ = √(100·0,3·0,7) = √21 ≈ 4,58 > 3 ✓. 1,96σ ≈ 8,98: Intervall [21,02; 38,98], darin liegen die ganzen Trefferzahlen 22 bis 38.

  2. 2

    Aufgabe

    IQ-Werte: μ = 100, σ = 15. Wie viel Prozent liegen zwischen 85 und 115, wie viel über 130?

    Rechenweg

    85 bis 115 ist die 1σ-Umgebung: ≈ 68,3 %. Über 130 (mehr als 2σ über μ): (100 − 95,4)/2 ≈ 2,3 %.

μ±σ: 68,3 %, μ±2σ: 95,4 %, μ±3σ: 99,7 % · 10 Karten fertig

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