Ableitung der e-Funktion
Die e-Funktion ist ihre eigene Ableitung; bei e^(kx) tritt nach der Kettenregel der Faktor k hinzu.
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Formel
\frac{d}{dx}\, e^{x} = e^{x}, \quad \frac{d}{dx}\, e^{kx} = k \cdot e^{kx}Variablen & Einheiten – Ableitung der e-Funktion
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| e | Eulersche Zahl (≈ 2,71828) | dimensionslos |
| x | Unabhängige Variable im Exponenten | dimensionslos |
| k | Konstanter Faktor im Exponenten (Wachstumsrate) | dimensionslos |
Herleitung & Hintergrund – Ableitung der e-Funktion
Die e-Funktion ist bis auf konstante Vielfache die einzige Funktion, die mit ihrer eigenen Ableitung übereinstimmt. Genau diese Eigenschaft zeichnet die Basis e ≈ 2,71828 aus (Euler, 1748). Allgemein gilt (e^(kx))′ = k·e^(kx) nach der Kettenregel, und für a^x = e^(x·ln a) folgt (a^x)′ = ln(a)·a^x. Deshalb beschreibt die e-Funktion alle Prozesse, deren Änderungsrate proportional zum Bestand ist.
Prüfungs-Blueprint
Gültigkeitsbereich
Gilt für alle reellen x; die einfache Form (eˣ)′ = eˣ verlangt die Basis e. Für andere Basen gilt (aˣ)′ = ln(a)·aˣ, bei e^(kx) kommt der Faktor k aus der Kettenregel.
Herleitung in Schritten
Der Differenzenquotient von eˣ enthält eˣ als Faktor.
- 1(e^(x+h) − eˣ)/h = eˣ·(e^h − 1)/h.
- 2Für h → 0 geht (e^h − 1)/h gegen 1, genau das definiert die Basis e; übrig bleibt eˣ.
Umstellen
Verketteter Exponent
Innere Ableitung nach vorn, die e-Funktion bleibt stehen.
Allgemeine Basis
Über a^x = e^(x·ln a); für a = e wird ln a = 1.
Stammfunktion
Integrieren teilt durch k, Ableiten multipliziert mit k.
Aufgabenvariante
Leite f(x) = 5e^(−0,5x) ab.
Innere Ableitung −0,5: f′(x) = 5·(−0,5)·e^(−0,5x) = −2,5e^(−0,5x). Die Funktion fällt überall, denn e^(−0,5x) > 0.
Zeige, dass f(x) = e^(3x) die Gleichung f′ = 3f erfüllt.
f′(x) = 3e^(3x) = 3·f(x). Allgemein löst e^(kx) die Differentialgleichung f′ = k·f, das Kennzeichen exponentiellen Wachstums.
Typische Fehler
eˣ mit der Potenzregel ableiten: x·e^(x−1).
Die Potenzregel gilt für xⁿ (Variable in der Basis), nicht für eˣ (Variable im Exponenten).
Bei e^(2x) die innere Ableitung 2 vergessen.
Kettenregel: (e^(2x))′ = 2e^(2x).
(aˣ)′ = aˣ für jede Basis annehmen.
Nur für a = e; sonst kommt der Faktor ln a hinzu.
Klausurkontext
- Kern jeder e-Funktions-Kurvendiskussion: Extrem- und Wendestellen, Tangenten, Wachstumsmodelle.
Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.
Formelcluster
Exponentialfunktionen
Ableitung, Stammfunktion und Wachstumsmodelle der e-Funktion greifen ineinander.
Rechenbeispiel
f(x) = 3e^(2x): f′(x) = 3·2·e^(2x) = 6e^(2x) (Kettenregel, innere Ableitung 2). Bei x = 0: f(0) = 3 und f′(0) = 6, die Steigung ist das k-Fache des Funktionswerts.
Anwendungsgebiete
Exponentielles Wachstum und Zerfall, Differentialgleichungen, Populations- und Kapitalmodelle, Kurvendiskussion von e-Funktionen im Abitur
Quanta-Prüfungsset
Kuratiertes Prüfungsset für "Ableitung der e-Funktion":
Frage (Vorderseite)
Welche Formel beschreibt Ableitung der e-Funktion?
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Wie stellst du (eˣ)' = eˣ nach Verketteter Exponent um?
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Welcher typische Fehler passiert bei (eˣ)' = eˣ?
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Wissenschaftliche Quellen
Häufige Schreibweisen & Suchanfragen
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Weitere Mathematik-Formeln
Häufige Fragen zu Ableitung der e-Funktion
Warum ist die Ableitung von e^x wieder e^x?+
Der Differenzenquotient von eˣ lässt sich zu eˣ·(e^h − 1)/h umformen, weil e^(x+h) = eˣ·e^h gilt. Der Faktor (e^h − 1)/h hängt nicht von x ab; sein Grenzwert für h → 0 ist die Steigung der Exponentialfunktion an der Stelle 0. Die Zahl e ist genau so definiert, dass dieser Grenzwert 1 beträgt: Von allen Exponentialfunktionen aˣ hat nur die mit Basis e ≈ 2,71828 an der Stelle 0 die Steigung 1. Deshalb bleibt beim Ableiten schlicht eˣ übrig. Für jede andere Basis gilt (aˣ)′ = ln(a)·aˣ, der Faktor ln a misst, wie stark die Basis von e abweicht. Diese Selbstreproduktion macht die e-Funktion zum natürlichen Modell für Wachstum, dessen Tempo proportional zum Bestand ist.
Wie leite ich e^(2x) oder allgemein e^(kx) ab?+
Mit der Kettenregel: Die äußere Funktion ist die e-Funktion, deren Ableitung wieder sie selbst ist, die innere Funktion ist kx mit Ableitung k. Also gilt (e^(kx))′ = k·e^(kx); der Faktor aus dem Exponenten wandert als Vorfaktor nach vorn. Konkret: (e^(2x))′ = 2e^(2x), (e^(−0,5x))′ = −0,5·e^(−0,5x). Steht ein allgemeiner Ausdruck im Exponenten, gilt dasselbe Prinzip: (e^(u(x)))′ = u′(x)·e^(u(x)), etwa (e^(x²))′ = 2x·e^(x²). Der klassische Klausurfehler ist, die innere Ableitung zu vergessen und nur e^(2x) zu schreiben; das Ergebnis ist dann um den Faktor 2 zu klein. Merksatz: e-Funktion abschreiben, innere Ableitung davor multiplizieren.
Wie leitet man a^x ab, zum Beispiel 2^x?+
Schreibe die Basis um: a^x = e^(x·ln a), denn e^(ln a) = a. Jetzt greift die Kettenregel mit innerer Ableitung ln a, also (a^x)′ = ln(a)·a^x. Für 2^x heißt das (2^x)′ = ln(2)·2^x ≈ 0,693·2^x, für 10^x entsprechend ln(10)·10^x ≈ 2,303·10^x. Der Faktor ln a ist die Wachstumsrate: Für a > e ist er größer als 1, für a < e kleiner. An der Formel siehst du auch, warum e die „natürliche" Basis ist: Nur für a = e wird ln a = 1 und der Vorfaktor verschwindet. In Klausuren wird 2^x gern als Falle gestellt, weil viele reflexhaft 2^x oder x·2^(x−1) schreiben; beides ist falsch.
Wie leite ich Produkte wie x·e^x oder x²·e^(−x) ab?+
Hier kombinierst du Produktregel und Kettenregel. Für f(x) = x·eˣ gilt f′(x) = 1·eˣ + x·eˣ = (1 + x)·eˣ. Für g(x) = x²·e^(−x) liefert die Produktregel g′(x) = 2x·e^(−x) + x²·(−1)·e^(−x) = (2x − x²)·e^(−x); die innere Ableitung −1 stammt aus der Kettenregel. Praktisch ist das Ausklammern der e-Funktion am Ende: Da eˣ beziehungsweise e^(−x) nie null wird, liest du Nullstellen der Ableitung allein am Polynomfaktor ab, hier 2x − x² = x(2 − x) mit den Kandidaten x = 0 und x = 2. Genau dieses Muster, Polynom mal e-Funktion, ist der häufigste Funktionstyp in Abitur-Kurvendiskussionen.
Warum beschreibt die e-Funktion Wachstums- und Zerfallsprozesse?+
Weil ihre Ableitung proportional zu ihr selbst ist: f(x) = c·e^(kx) erfüllt f′ = k·f. Genau das kennzeichnet natürliche Prozesse, bei denen die Änderungsrate vom aktuellen Bestand abhängt: Je mehr Bakterien da sind, desto mehr kommen pro Stunde hinzu; je mehr radioaktive Kerne existieren, desto mehr zerfallen pro Sekunde. Positives k bedeutet Wachstum, negatives k Zerfall. Die e-Funktion ist die einzige Funktionsklasse mit dieser Eigenschaft, deshalb ist sie die Lösung der Differentialgleichung f′ = k·f. In Anwendungen bestimmst du k aus Angaben wie Verdopplungszeit (k = ln 2/T_D) oder Halbwertszeit (k = −ln 2/T_H). So wird aus der Ableitungsregel direkt ein Modellierungswerkzeug für Biologie, Physik und Finanzmathematik.
Ableitung der e-Funktion prüfungssicher behalten
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Wie berechnet man mit Ableitung der e-Funktion?
So gehst du eine typische Aufgabe zu Ableitung der e-Funktion ((eˣ)' = eˣ) Schritt für Schritt an:
- 1
Aufgabe
Leite f(x) = 5e^(−0,5x) ab.
Rechenweg
Innere Ableitung −0,5: f′(x) = 5·(−0,5)·e^(−0,5x) = −2,5e^(−0,5x). Die Funktion fällt überall, denn e^(−0,5x) > 0.
- 2
Aufgabe
Zeige, dass f(x) = e^(3x) die Gleichung f′ = 3f erfüllt.
Rechenweg
f′(x) = 3e^(3x) = 3·f(x). Allgemein löst e^(kx) die Differentialgleichung f′ = k·f, das Kennzeichen exponentiellen Wachstums.