Kapazität eines Kondensators
Die Kapazität gibt an, wie viel Ladung ein Kondensator pro Volt Spannung speichert.
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Formel
C = \frac{Q}{U}Variablen & Einheiten – Kapazität eines Kondensators
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| C | Kapazität | F (Farad) |
| Q | Gespeicherte Ladung | C (Coulomb) |
| U | Anliegende Spannung | V |
Herleitung & Hintergrund – Kapazität eines Kondensators
Q und U sind beim Kondensator proportional; die Konstante C hängt nur von der Bauform ab. Für den Plattenkondensator gilt C = ε₀·ε_r·A/d — große Plattenfläche und kleiner Abstand erhöhen die Kapazität, ein Dielektrikum (ε_r > 1) verstärkt sie zusätzlich. Ein Farad ist riesig; übliche Werte liegen im Mikro-, Nano- und Pikofarad-Bereich.
Prüfungs-Blueprint
Gültigkeitsbereich
C = Q/U gilt für jeden Kondensator im elektrostatischen Gleichgewicht. Die Bauformformel C = ε₀ε_r·A/d gilt für den Plattenkondensator mit homogenem Feld (Randeffekte vernachlässigt).
Herleitung in Schritten
Ladung und Spannung sind am Kondensator proportional — die Kapazität ist der Proportionalitätsfaktor.
- 1Mehr Ladung auf den Platten erzeugt ein proportional stärkeres Feld und damit höhere Spannung: Q ∝ U.
- 2Definition des Faktors: C = Q/U, Einheit Farad = Coulomb/Volt.
Umstellen
Ladung aus Kapazität und Spannung
Die Ladung wächst linear mit der angelegten Spannung.
Spannung aus Ladung und Kapazität
Kleine Kapazität heißt: Wenig Ladung erzeugt schon hohe Spannung.
Plattenkondensator
Große Fläche, kleiner Abstand und Dielektrikum erhöhen C.
Aufgabenvariante
Ein 100-µF-Kondensator liegt an U = 9 V. Welche Ladung speichert er?
Q = C·U = 10⁻⁴ × 9 = 9×10⁻⁴ C = 0,9 mC.
Auf C = 150 µF sitzen Q = 3×10⁻³ C. Bestimme die Spannung.
U = Q/C = 3×10⁻³ / 1,5×10⁻⁴ = 20 V.
Typische Fehler
µF, nF und pF nicht in Farad umrechnen.
µ = 10⁻⁶, n = 10⁻⁹, p = 10⁻¹² — vor dem Einsetzen umrechnen.
Kapazität mit Ladung verwechseln.
C ist das Speichervermögen pro Volt, Q die tatsächlich gespeicherte Ladung.
Beim Verdoppeln des Plattenabstands doppelte Kapazität erwarten.
C ∝ 1/d — doppelter Abstand halbiert die Kapazität.
Klausurkontext
- Typisch: Plattenkondensator mit Dielektrikum, Ladung/Spannung nach Umschalten, Reihen- und Parallelschaltung von Kondensatoren.
Die typischen Fehler stecken als eigene Karten im Prüfungsset. Einmal aktiv trainiert, passieren sie in der Klausur selten.
Formelcluster
Kondensator
Kapazität definiert das Bauteil, die Energieformel seinen Nutzen.
Rechenbeispiel
Ein Kondensator speichert Q = 6×10⁻⁴ C bei U = 12 V: C = 6×10⁻⁴/12 = 5×10⁻⁵ F = 50 µF.
Anwendungsgebiete
Glättung in Netzteilen, Kamerablitz, Timer-Schaltungen (RC-Glied), Touchscreens, DRAM-Speicherzellen
Quanta-Prüfungsset
Kuratiertes Prüfungsset für "Kapazität eines Kondensators":
Frage (Vorderseite)
Welche Formel beschreibt Kapazität eines Kondensators?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Wie stellst du C = Q/U nach Ladung aus Kapazität und Spannung um?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Welcher typische Fehler passiert bei C = Q/U?
Antwort in deinem Set
+ 7 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe
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Wissenschaftliche Quellen
Häufige Schreibweisen & Suchanfragen
Verwandte Formeln
Weitere Physik-Formeln
Häufige Fragen zu Kapazität eines Kondensators
Wie rechnet man mit der Kondensatorformel C = Q/U?+
Teile die gespeicherte Ladung in Coulomb durch die anliegende Spannung in Volt, dann erhältst du die Kapazität in Farad. Beispiel: Q = 6×10⁻⁴ C bei U = 12 V ergibt C = 5×10⁻⁵ F = 50 µF. Meist ist die Kapazität bekannt und du suchst die Ladung (Q = C·U) oder die Spannung (U = Q/C). Da ein Farad riesig ist, tragen reale Bauteile Werte in Mikro-, Nano- oder Pikofarad — rechne die Vorsätze konsequent um: µ = 10⁻⁶, n = 10⁻⁹, p = 10⁻¹². Ein 100-µF-Kondensator an 9 V speichert Q = 10⁻⁴ × 9 = 9×10⁻⁴ C. Die Einheitenkontrolle Coulomb pro Volt = Farad sichert jede Umstellung ab.
Was bedeutet die Kapazität eines Kondensators anschaulich?+
Die Kapazität ist das Fassungsvermögen für Ladung pro Volt: Ein Kondensator mit 1 F nimmt bei 1 V genau 1 C Ladung auf. Ein hilfreiches Bild ist ein Wassertank: Die Kapazität entspricht der Grundfläche des Tanks, die Spannung dem Wasserstand, die Ladung der Wassermenge. Ein breiter Tank (große Kapazität) speichert bei gleichem Pegel mehr Wasser; ein schmaler Tank erreicht schon mit wenig Wasser einen hohen Pegel — genauso erzeugt wenig Ladung an einer kleinen Kapazität bereits hohe Spannung. Wichtig ist die Abgrenzung: C beschreibt das Speichervermögen des Bauteils (nur von der Geometrie abhängig), Q die tatsächlich gespeicherte Ladung (hängt von der angelegten Spannung ab).
Wovon hängt die Kapazität eines Plattenkondensators ab?+
Von drei Baugrößen: C = ε₀·ε_r·A/d. Größere Plattenfläche A bietet mehr Platz für Ladung und erhöht C linear. Kleinerer Plattenabstand d verstärkt die Anziehung zwischen den entgegengesetzten Ladungen und erhöht C ebenfalls — C ist umgekehrt proportional zu d. Ein Dielektrikum zwischen den Platten (Kunststoff, Keramik) polarisiert sich im Feld, schwächt es ab und vervielfacht die Kapazität um den Faktor ε_r (Keramik bis über 1.000). Die Naturkonstante ε₀ = 8,854×10⁻¹² F/m setzt die Skala — und erklärt, warum Kondensatoren mit Zentimeter-Abmessungen nur Piko- bis Mikrofarad erreichen. Rechenbeispiel: A = 0,01 m², d = 1 mm, Luft: C = 8,854×10⁻¹² × 0,01/0,001 ≈ 88,5 pF.
Was passiert mit Ladung und Spannung, wenn man den Kondensator von der Quelle trennt?+
Das ist die wichtigste Fallunterscheidung bei Kondensatoraufgaben. Bleibt der Kondensator an der Spannungsquelle, ist U festgenagelt — änderst du dann die Kapazität (etwa durch Einschieben eines Dielektrikums), fließt Ladung nach: Q = C·U wächst mit. Trennst du ihn vorher ab, ist die Ladung Q gefangen, denn sie kann nirgendwohin abfließen — nun passt sich die Spannung an: U = Q/C. Schiebst du bei getrenntem Kondensator ein Dielektrikum mit ε_r = 4 ein, vervierfacht sich C und die Spannung sinkt auf ein Viertel. Ziehst du stattdessen die Platten auseinander, sinkt C und die Spannung steigt — die dafür nötige Arbeit leistet deine Hand gegen die Anziehung der Platten.
Wie addieren sich Kapazitäten in Reihen- und Parallelschaltung?+
Genau umgekehrt zu Widerständen. Parallel geschaltete Kondensatoren addieren sich direkt: C_ges = C₁ + C₂ — beide liegen an derselben Spannung, ihre Plattenflächen wirken wie eine große. Zwei 100-µF-Kondensatoren parallel ergeben 200 µF. In Reihe addieren sich die Kehrwerte: 1/C_ges = 1/C₁ + 1/C₂ — auf allen Kondensatoren sitzt dieselbe Ladung, die Spannungen addieren sich, und die Gesamtkapazität ist kleiner als die kleinste Einzelkapazität. Zwei 100-µF-Kondensatoren in Reihe ergeben 50 µF. Die Merkregel "parallel addieren, in Reihe Kehrwerte" ist also gegenüber Widerständen vertauscht — der häufigste Fehler in gemischten Klausuraufgaben. Reihenschaltung nutzt man auch, um die Spannungsfestigkeit zu erhöhen.
Kapazität eines Kondensators prüfungssicher behalten
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Wie berechnet man mit Kapazität eines Kondensators?
So gehst du eine typische Aufgabe zu Kapazität eines Kondensators (C = Q/U) Schritt für Schritt an:
- 1
Aufgabe
Ein 100-µF-Kondensator liegt an U = 9 V. Welche Ladung speichert er?
Rechenweg
Q = C·U = 10⁻⁴ × 9 = 9×10⁻⁴ C = 0,9 mC.
- 2
Aufgabe
Auf C = 150 µF sitzen Q = 3×10⁻³ C. Bestimme die Spannung.
Rechenweg
U = Q/C = 3×10⁻³ / 1,5×10⁻⁴ = 20 V.