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„Prof. Dr. Stephan O. Hornig 5WS 2013/14Fundamentals of Economics
2.2 Einleitung und Überblick
• Ein Wettbewerbsmarkt ist
• nicht die realistischste Marktform,
• allerdings am einfachsten zu modellieren und
• liefert trotzdem wichtige Erkenntnisse über die Funktionsweise von
Märkten, die sich auf realistischere Marktformen übertragen lassen.“Vorderseite
„Prof. Dr. Stephan O. Hornig 10WS 2013/14Fundamentals of Economics
2.3 Herleitung der Nachfragekurve
• Die Verbindungslinie aller Punkte heißt Nachfragekurve 𝐷𝐷 (engl.
demand) oder kurz Nachfrage.
• Die Nachfragekurve zeigt also, welche Menge eines Gutes die
Konsumenten in Abhängigkeit vom Preis kaufen wollen.
• Auf der Nachfragekurve sind also lauter (potenziell) nachgefragte Mengen
abgetragen.
• Die Unterscheidung zwischen Nachfragekurve/Nachfrage
(Nachfragekurve an sich) und nachgefragter Menge (Punkt auf einer
Nachfragekurve) ist sehr wichtig!
• Die Nachfragekurve 𝐷𝐷 verläuft fallend, was mit der Tatsache
korrespondiert, dass ein höherer Preis die Anzahl der Konsumenten
verringert, die das Gut noch kaufen wollen.
• Dies ist im Gesetz der Nachfrage zusammengefasst: Ceteris paribus
führt ein höherer Preis zu einer geringeren nachgefragten Menge.“Vorderseite
„Prof. Dr. Stephan O. Hornig 23WS 2013/14Fundamentals of Economics
2.3.2 Bewegung entlang der
Nachfragekurve
• Es ist sehr wichtig, den Unterschied zwischen beiden Effekten klar zu
verstehen:
• Wenn sich der Preis ändert, die grundlegenden Nachfragebedingungen
aber nicht, kommt es zu einer
Bewegung entlang der Nach-
fragekurve.
• Wenn sich die grundlegenden
Nachfragebedingungen ändern,
der Preis aber nicht, kommt es
zu einer Verschiebung der
Nachfragekurve.
• Die nebenstehende Graphik
soll dies noch einmal
verdeutlichen.“Vorderseite
„Prof. Dr. Stephan O. Hornig 17WS 2013/14Fundamentals of Economics
2.3.1 Verschiebungen der
Nachfragekurve
• Wichtigste Gründe für Nachfrageschocks (IV):
2. Änderungen des Einkommens:
Man unterscheidet hierbei (II):
• Inferiore Güter:
• Güter, bei denen die Nachfrage (zu gegebenen Preisen) abnimmt, wenn das
Einkommen steigt.
• Beispiele: Kartoffeln, Mietwohnungen
• Nachfrageschocks bei inferioren Gütern:
• Eine Erhöhung des Einkommens führt zu einer Verschiebung der Nachfragekurve nach
links: negativer Nachfrageschock.
• Eine Verringerung des Einkommens führt zu einer Verschiebung der Nachfragekurve
nach rechts: positiver Nachfrageschock.“Vorderseite
„• wie viele Stück die Unternehmen
• zu welchen Preisen produzieren und verkaufen möchten.
• Eine solche Tabelle wird als Angebotsplan bezeichnet.“Vorderseite
„Prof. Dr. Stephan O. Hornig 32WS 2013/14Fundamentals of Economics
2.4.1 Verschiebungen der
Angebotskurve
• Wichtigste Gründe für Angebotsschocks (I):
1. Änderungen der Inputpreise:
• Um Output produzieren zu können, benötigt man Input.
• Als Inputs bezeichnet man Güter, die zur Produktion von Output, d.h. eines
anderen Gutes benötigt werden.
• Diese Inputs haben Preise wie alle Güter.
• Angebotsschocks:
• Eine Erhöhung von Inputpreisen verteuert die Produktion aus Sicht der
Produzenten.
Daher sind sie zu einem gegebenen Preis nur noch bereit, weniger anzubieten.
Dadurch verschiebt sich die Angebotskurve nach links: negativer Angebotsschock.
• Eine Reduktion von Inputpreisen senkt die Produktionskosten aus Sicht der
Produzenten.
Daher sind sie zu einem gegebenen Preis bereit, mehr anzubieten.
Dadurch verschiebt sich die Angebotskurve nach rechts: positiver
Angebotsschock.“Vorderseite
„Prof. Dr. Stephan O. Hornig 47WS 2013/14Fundamentals of Economics
2.5.1 Graphische Analyse des
Marktgleichgewichts
• Damit ist klar, dass ein Markt für ein bestimmtes Gut zu einem einzigen
Preis, dem Gleichgewichtspreis tendiert.
• Aufgrund der beschriebenen Kräfte handelt es sich dabei um ein
stabiles Gleichgewicht.
• Ein Marktgleichgewicht ist dadurch charakterisiert, dass sich kein
Wirtschaftssubjekt durch eine andere Handlung besserstellen könnte.
• Beim Gleichgewichtspreis
• kann sich kein einzelner Verkäufer dadurch besserstellen, dass er
entweder mehr oder weniger von dem Gut anbietet,
• und es kann sich kein individueller Käufer dadurch besserstellen, dass er
entweder mehr oder weniger von dem Gut nachfragt.“Vorderseite
„• Direkte Nachfrage: 𝑞𝑞 𝑝𝑝 = 8 − 2𝑝𝑝“
Vorderseite
„Prof. Dr. Stephan O. Hornig 49WS 2013/14Fundamentals of Economics
2.5.2 Mathematische Herleitung des
Marktgleichgewichts
• Die Nachfrage- und die Angebotsfunktion kann man auf zweierlei Arten
definieren:
• Direkte Funktionen:
Die direkten Funktionen stellen die nachgefragte oder angebotene Menge
in Abhängigkeit des Preises dar.
• Direkte Nachfrage: 𝑞𝑞 𝑝𝑝 = 8 − 2𝑝𝑝
• Direktes Angebot: 𝑞𝑞 𝑝𝑝 = 𝑝𝑝 − 1
• Inverse Funktionen:
Die inversen Funktionen stellen den Preis in Abhängigkeit von der
nachgefragten oder angebotenen Menge dar.
Sie ergeben sich als Umkehrfunktionen der direkten Funktionen.
• Inverse Nachfrage: 𝑞𝑞 = 8 − 2𝑝𝑝
2𝑝𝑝 = 8 − 𝑞𝑞
𝑝𝑝 𝑞𝑞 = 4 − 0,5𝑞𝑞
• Inverses Angebot: 𝑞𝑞 = 𝑝𝑝 − 1
𝑝𝑝 𝑞𝑞 = 1 + 𝑞𝑞“Vorderseite
„Prof. Dr. Stephan O. Hornig 50WS 2013/14Fundamentals of Economics
2.5.2 Mathematische Herleitung des
Marktgleichgewichts
• Um die beiden Funktionen in einem Marktdiagramm zeichnen zu
können, benötigt man die inversen Funktionen, da
• die Abszisse die Mengen-
• und die Ordinate die Preisachse ist.
• Grund: Für eine allgemeine Funktion 𝑦𝑦 = 𝑓𝑓 𝑥𝑥 werden in einem
Koordinatensystem
• die 𝑥𝑥-Werte auf der Abszisse
• und die 𝑦𝑦-Werte auf der Ordinate abgetragen.“API: https://quanta-study.de/api/v1/deck/grundlvwl-2026-ws-27-kapitel-1-praesentation-2026--c32qd683xhnsc8fm