Multiple-Choice-Fragen erstellen: aus Skript, PDF oder Thema, mit Beleg

Quanta erzeugt Multiple-Choice-Fragen aus deiner Quelle. Die richtige Antwort muss sich als Textstelle darin wiederfinden, sonst entsteht die Frage nicht. Ein bis vier Antworten sind richtig, wie in echten Klausuren.

Quellenbindung · ein bis vier richtige Antworten · Beleg je Frage

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Warum die meisten Generatoren raten und Quanta nicht

Ein Multiple-Choice-Generator, der die richtige Antwort erfindet, ist schlimmer als kein Generator: du lernst den Fehler mit.

Der übliche Ablauf sieht so aus: ein Sprachmodell bekommt ein Thema und schreibt daraus Fragen. Alles, was dabei herauskommt, stammt aus dem Modellgedächtnis, auch das, was als richtig markiert ist. Bei Karteikarten fällt eine erfundene Antwort irgendwann auf. Bei Multiple Choice fällt sie nicht auf, weil sie neben drei plausiblen Alternativen steht und dadurch besonders glaubwürdig wirkt.

Quanta dreht die Richtung um. Zuerst steht die Quelle, dann die Frage. Fragen und ihre richtigen Antworten entstehen ausschliesslich aus einer Unterlage, einem Link oder aus Quellen, die Quanta zu einem Thema selbst heraussucht. Findet sich nichts, sagt die App das und nennt die drei Wege, auf denen du eine Quelle nachlieferst. Ein Rückfall auf reines Modellwissen ist seit August 2026 nicht mehr vorgesehen.

Die richtige Antwort steht in der Quelle

Zu jeder Frage hält Quanta die Textstelle fest, aus der die richtige Antwort stammt. Bei Dokumenten kommt die Seiten- oder Folienangabe dazu. Im veröffentlichten Quellen-Test bestanden 1.997 von 2.042 erzeugten Kandidaten diesen Abgleich, der Rest wurde verworfen.

Die falschen Antworten sind plausibel

Falsche Antwortmöglichkeiten stammen aus demselben Themenfeld und sehen aus wie die Fehler, die man tatsächlich macht. Eine Option, die man ohne Fachwissen streichen kann, prüft nichts und verschenkt eine Frage.

Ein bis vier Antworten sind richtig

Jede Frage hat zwei bis vier Antwortmöglichkeiten, mindestens eine ist richtig. Damit lässt sich beides üben: die reine Einfachauswahl und die Mehrfachauswahl, an der die meisten scheitern.

Zu jeder Frage gehört eine Begründung

Nach dem Antworten steht da nicht nur richtig oder falsch, sondern warum. Genau daran erkennst du, ob du die Frage verstanden oder nur gut geraten hast.

So entsteht ein MC-Test in vier Schritten

Der Ablauf ist derselbe, ob du ein PDF hochlädst, einen Link angibst oder nur ein Thema nennst.

  1. 1. Quelle wählen

    Lade dein Skript, deine Vorlesungsfolien oder ein Foto der Buchseite hoch, gib einen Link auf eine öffentlich erreichbare Seite an oder nenne ein Thema. Beim Thema sucht Quanta selbst nach belastbaren Quellen, statt aus dem Modellgedächtnis zu antworten.

  2. 2. Umfang und Anspruch festlegen

    Wähle, wie viele Fragen entstehen sollen, bis zu 30 pro Durchlauf. Der Anspruchsregler entscheidet, wie nah die falschen Antwortmöglichkeiten an der richtigen liegen: von einsteigerfreundlich bis prüfungshart.

  3. 3. Fragen entstehen lassen

    Quanta liest die Quelle, formuliert den Fragestamm, markiert eine bis vier richtige Antworten und schreibt zu jeder Frage eine Begründung. Findet sich für eine richtige Antwort keine Textstelle in der Quelle, entsteht die Frage nicht.

  4. 4. Prüfen, üben, wiederholen

    Sieh dir Belege und Begründungen an, korrigiere im Editor, was dir nicht passt, und starte den Test. Falsch beantwortete Fragen fliessen in die Wiederholungsplanung ein, damit du sie in Abständen wiedersiehst statt einmal.

Drei Fragen, wie Quanta sie ausgibt

Von Hand geschrieben und fachlich gegengerechnet, damit diese Seite ohne Modellaufruf auskommt. Das Format ist dasselbe, das du in der App bekommst.

Zellatmung

In welchem Kompartiment der eukaryotischen Zelle läuft der Citratzyklus ab?

  • Richtig: In der mitochondrialen Matrix
  • Falsch: Im Zytosol
  • Falsch: An der inneren Mitochondrienmembran
  • Falsch: Im Intermembranraum des Mitochondriums

Eine richtige Antwort. Der Citratzyklus läuft in der Matrix ab. Die Glykolyse davor liegt im Zytosol, die Atmungskette danach in der inneren Mitochondrienmembran. Genau diese drei Orte werden in Klausuren gegeneinander abgefragt.

Beleg: Standardstoff der Zellbiologie, nachprüfbar in jedem Lehrbuch der Biochemie unter Citratzyklus.

Säure-Base-Chemie

Eine Pufferlösung enthält eine schwache Säure und ihre korrespondierende Base in gleicher Stoffmengenkonzentration. Was gilt für den pH-Wert?

  • Richtig: Der pH-Wert entspricht dem pKs-Wert der Säure
  • Falsch: Der pH-Wert ist 7, weil sich Säure und Base neutralisieren
  • Falsch: Der pH-Wert entspricht dem pKb-Wert der Base
  • Falsch: Der pH-Wert hängt allein von der Verdünnung ab

Eine richtige Antwort. Aus der Henderson-Hasselbalch-Gleichung pH = pKs + log(c(A⁻)/c(HA)) folgt bei gleichem Verhältnis log(1) = 0, also pH = pKs. Der häufigste Fehler ist die Verwechslung mit dem Neutralpunkt.

Beleg: Henderson-Hasselbalch-Gleichung, Standardstoff der Allgemeinen Chemie.

Elektrischer Stromkreis

Zwei gleiche ohmsche Widerstände werden parallel geschaltet. Welche Aussagen über den Gesamtwiderstand sind richtig?

  • Richtig: Er beträgt die Hälfte eines Einzelwiderstands
  • Richtig: Er ist kleiner als jeder Einzelwiderstand
  • Falsch: Er ist die Summe beider Einzelwiderstände
  • Falsch: Er ist unabhängig von der Schaltungsart

2 richtige Antworten. Bei Parallelschaltung gilt 1/R = 1/R₁ + 1/R₂. Für R₁ = R₂ = R folgt R gesamt = R/2, und damit ist der Gesamtwiderstand zwangsläufig kleiner als jeder Einzelwiderstand. Zwei Aussagen sind richtig, wie in echten Klausuren.

Beleg: Kirchhoffsche Regeln und ohmsches Gesetz, Standardstoff der Elektrizitätslehre.

Die Belege unter den Beispielen verweisen auf allgemein zugängliches Fachwissen, weil eine öffentliche Seite kein fremdes Skript zitieren darf. In der App zeigt der Beleg auf die Stelle in deinem Dokument.

Was eine falsche Antwort taugen muss

Die Qualität einer Multiple-Choice-Frage entscheidet sich an den Antworten, die falsch sind.

Für die Konstruktion von Multiple-Choice-Aufgaben gibt es seit Jahrzehnten zusammengetragene Regeln. Die bekannteste Sammlung stammt von Haladyna & Downing (1989, Applied Measurement in Education, doi:10.1207/s15324818ame0201_3). Ihr Kern für die falschen Antworten lautet: sie müssen plausibel sein. Eine Option, die niemand wählt, verkleinert die Aufgabe auf drei Möglichkeiten und verschenkt Trennschärfe.

Daraus folgen die Regeln, an denen sich der Generierungslauf orientiert: falsche Antworten stammen aus demselben Themenfeld wie die richtige, sie sind ähnlich lang und ähnlich formuliert, sie enthalten keine Verräter wie immer oder nie, und keine von ihnen widerspricht einer anderen so offensichtlich, dass sich die Lösung daraus ableiten lässt. Der Anspruchsregler steuert genau diese Nähe.

Ehrlich bleibt dabei: eine Regel im Prompt ist kein Beweis. Sie erhöht die Trefferquote, sie garantiert keine fehlerfreie Ausgabe. Deshalb steht unter jeder Frage die Begründung, und deshalb gibt es einen Editor.

Für wen sich das lohnt

Multiple Choice ist kein Format für alles. Es ist stark da, wo Wissen eindeutig richtig oder falsch ist.

Studium

Grosse Grundlagenmodule prüfen im Antwort-Wahl-Verfahren, weil die Kohorten es verlangen. Wer aus dem eigenen Skript übt, trifft die Begriffe, die in der Klausur stehen, und nicht die aus einem fremden Fragenkatalog.

Abitur und Oberstufe

Für Klausurvorbereitung in Biologie, Chemie und Physik sind Ankreuzfragen ein schneller Selbsttest zwischen den Lernblöcken. Das Tafelwerk liefert die Formeln dazu, die Fragen kommen aus deinen eigenen Unterlagen.

Ausbildung und IHK

Die schriftlichen Teile vieler Kammerprüfungen sind Antwort-Wahl-Aufgaben. Aus dem Berichtsheft, dem Lehrbuch oder den Unterlagen der Berufsschule entsteht ein Übungssatz in der Sprache deiner Prüfung.

Lehrkräfte

Ein Test lässt sich aus dem eigenen Material erzeugen, von Hand nachschärfen und einer Lerngruppe zuweisen. Ergebnisse laufen zusammen, ohne dass Lernende ein eigenes Konto bei einem fremden Quizdienst brauchen.

Nach Fach üben

Fachtypische Fragetypen, ausgeschriebene Beispiele und die Fallstricke, an denen in diesem Fach Punkte verloren gehen:

Was Multiple Choice nicht kann

Damit du das Format da einsetzt, wo es trägt, und da nicht, wo es täuscht.

  • Ankreuzen prüft Wiedererkennen. Ob du ein Konzept frei erklären kannst, prüft es nicht; dafür gibt es die mündliche Prüfungssimulation.
  • Offene Streitfragen passen schlecht in ein Format mit fester Lösung. Nimm dafür Karteikarten oder ein Gespräch.
  • Die Qualität deines Tests hängt an der Qualität deiner Quelle. Ein veraltetes Skript erzeugt veraltete Fragen, sauber belegt und trotzdem falsch für deine Prüfung.
  • Falsche Antwortmöglichkeiten sind modellgeneriert. Prüfe sie, bevor du einen Satz an eine Lerngruppe gibst.

Häufige Fragen zu Multiple-Choice-Fragen

Kann Quanta Multiple-Choice-Fragen aus einem PDF erstellen?
Ja. PDF ist der häufigste Weg: Skript, Vorlesungsfolien, ein Kapitel aus dem Lehrbuch, auch als Foto oder Screenshot. Quanta liest das Dokument und formuliert die Fragen daraus. Der eigene Weg dafür ist die Seite MC-Test aus PDF, die den Ablauf Schritt für Schritt beschreibt.
Woher weiss ich, dass die richtige Antwort stimmt?
Weil sie belegt sein muss. Zu jeder Frage hält Quanta die Textstelle fest, aus der die richtige Antwort stammt, bei Dokumenten mit Seiten- oder Folienangabe. Findet sich keine Stelle, wird die Frage verworfen statt geraten. Im veröffentlichten Quellen-Test bestanden 1.997 von 2.042 erzeugten Kandidaten diesen Abgleich; der Rest wurde aussortiert.
Wie viele Antworten sind richtig?
Eine bis vier. Jede Frage hat zwei bis vier Antwortmöglichkeiten, und mindestens eine davon ist richtig. Das entspricht dem, was echte Klausuren verlangen: reine Einfachauswahl in dem einen Fach, Mehrfachauswahl in dem anderen. Wer nur Einfachauswahl übt, ist im Ernstfall überrascht.
Woher kommen die falschen Antworten?
Die schreibt das Modell. Das ist die ehrliche Grenze der Quellenbindung: eine falsche Antwort steht per Definition nicht in der Quelle, sonst wäre sie richtig. Belegt ist die richtige Antwort, plausibel gemacht werden die falschen. Deshalb lohnt ein Blick auf die Begründung, bevor du einen Satz mit anderen teilst.
Kann ich MC-Tests einer Klasse zuweisen?
Ja, über den Schulbereich. Eine Lehrkraft legt einen Test an oder lässt ihn erzeugen, bearbeitet ihn im Editor, hängt ihn an ein Thema und weist ihn einer oder mehreren Lerngruppen zu. Es lassen sich Zeitlimit, Auswertung und das Mischen von Fragen und Antworten einstellen.
Kann ich Fragen auch selbst schreiben?
Ja. Der Editor nimmt Fragestamm, bis zu vier Antwortmöglichkeiten, Markierung der richtigen, einen Hinweis und eine Erklärung entgegen. Selbst geschriebene Fragen sind der beste Weg, wenn du die Formulierung deiner Dozentin treffen willst, und sie sind in jedem Plan verfügbar.
Was passiert mit falsch beantworteten Fragen?
Sie kommen wieder. Aktiver Abruf wirkt vor allem dann, wenn er wiederholt und zeitlich verteilt stattfindet; Karpicke & Roediger (2008, Science 319:966) berichten für abrufendes Üben eine deutlich höhere Behaltensleistung als für erneutes Lesen. Quanta plant die Wiederholung deshalb über FSRS und nicht nach Gefühl.
Sind meine Unterlagen sicher?
Die Verarbeitung läuft über die Quanta-Infrastruktur, das Unternehmen sitzt in Dresden, und für Einrichtungen gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Details stehen in der Datenschutzerklärung; sie ist die verbindliche Fassung, nicht dieser Absatz.
AM
Amos Matzke·Gründer & Geschäftsführer, Full-Stack Architect · ehem. MINT-EC Schüler·August 2026

Ersten MC-Test aus deinem Skript erzeugen

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