Lernplan erstellen bis zum Prüfungstermin
Die meisten Lernpläne scheitern nicht am Willen, sondern an der Tabelle. Quanta plant stattdessen aus deinem Lernstand: du trägst Prüfung und Datum ein, ordnest Themen zu, und der Plan sagt dir jeden Tag, was heute dran ist.
FSRS-Wiederholung, nur heute konkret, tägliche Neuberechnung
Starter kostenlos · Quellen und Funktionen zuerst in Ruhe prüfen
Wie erstelle ich einen Lernplan bis zur Prüfung?
Du legst die Prüfung mit Datum an und ordnest ihr die Themen zu, die geprüft werden. Quanta rechnet daraus die heutige Lerneinheit aus: alle Karteikarten, die heute fällig sind, plus eine Portion neuer Karteikarten, gemischt über die Themen der Prüfung. Der Plan wird täglich neu gerechnet, weil sich dein Lernstand täglich ändert.
In vier Schritten zum Lernplan
Prüfung mit Datum anlegen
Eine Prüfung besteht aus Titel und Datum. Das Datum ist der Anker des gesamten Plans, denn erst mit ihm lässt sich rückwärts rechnen, wie viel Zeit pro Thema bleibt und wie stark der Stoff bis dahin noch verblasst.
Themen zuordnen
Du hängst der Prüfung die Themen an, die geprüft werden. Alle Karteikarten dieser Themen bilden den Pool. Gehört eine Karteikarte zu mehreren Prüfungen, wird sie der zeitlich nächsten zugeschlagen, damit derselbe Stoff nicht doppelt in zwei Plänen auftaucht.
Lernstoff bereitstellen
Ohne Karteikarten kein Plan. Du kannst sie von Hand schreiben, aus einer hochgeladenen Unterlage erzeugen lassen oder ein bestehendes Set importieren. Multiple-Choice-Tests und Prüfungssimulationen kommen später dazu, der Plan selbst plant Karteikarten.
Täglich die Einheit abarbeiten
Der Kalender zeigt für heute eine konkrete Einheit, aufgeteilt in Blöcke von etwa 20 Karteikarten. Die weiteren Tage stehen als Schätzung daneben. Nach jeder Sitzung rückt der Plan nach, spätestens alle 24 Stunden wird er komplett neu gerechnet.
Was der Plan jeden Tag tut
Ein Modell, keine Faustregel. Die Tages-Einheit besteht aus genau zwei Dingen.
Das erste sind die fälligen Karteikarten: alles, was die Wiederholungsplanung für heute oder überfällig stellt. Das zweite ist eine Portion neuer Karteikarten, solange der Prüfung noch ungelernter Stoff zugeordnet ist. Neue Karteikarten sind am Anfang das Wichtigste und dürfen deshalb nie hinten herunterfallen, nur weil an einem Tag viele Wiederholungen anstehen.
Beides wird über die Themen der Prüfung gemischt statt blockweise abgearbeitet. Wer in einer Sitzung zwischen zwei Themen wechselt, muss vor jeder Karteikarte erst entscheiden, worum es überhaupt geht, und genau diese Entscheidung ist Teil der Prüfungsleistung. Blockweises Lernen fühlt sich flüssiger an und bereitet schlechter vor.
Konkret gerechnet wird nur der heutige Tag. Weiter zu planen wäre eine Behauptung, die niemand einlösen kann, denn wie viel morgen fällig ist, hängt davon ab, wie du heute bewertest. Die folgenden Tage stehen deshalb als Schätzung im Kalender, über höchstens 60 Tage hinweg, und werden mit jedem Durchlauf genauer.
- Fällige Karteikarten
- Alles, was für heute oder überfällig ansteht, kommt zuerst.
- Neue Karteikarten
- Eine dosierte Tagesration, solange der Prüfung ungelernter Stoff zugeordnet ist.
- Gemischt statt blockweise
- Die Themen der Prüfung wechseln sich innerhalb der Sitzung ab.
- Blöcke statt Marathon
- Der Tagespool wird in Einheiten von etwa 20 Karteikarten geteilt.
Warum es keinen Zeit-Regler gibt
Viele Lernplaner fragen zuerst, wie viele Stunden du pro Tag investieren willst. Das klingt nach Kontrolle und ist in der Praxis die Stelle, an der Pläne kippen: Wer sich drei Stunden vornimmt, füllt die Zeit notfalls mit Stoff auf, der noch gar nicht fällig ist, und wer sich zwanzig Minuten vornimmt, schiebt Fälliges vor sich her, bis der Rückstand nicht mehr aufholbar ist.
Quanta hat diesen Regler bewusst nicht. Es gibt nur eine feste Obergrenze als Sicherheitsnetz, umgerechnet aus rund 5 Stunden Lernzeit am Tag, und die füllt niemand freiwillig aus. Wie viele Karteikarten das sind, misst Quanta an dir: aus deinen bisherigen Antworten wird die mittlere Zeit pro Karteikarte bestimmt und gegen Ausreißer nach oben und unten begrenzt. Wer schnell arbeitet, bekommt bei gleicher Zeit mehr Stoff.
Die zweite bewusste Auslassung ist das Auffüllen. Wenn du an einem Tag alles Fällige geschafft hast und keine neuen Karteikarten mehr übrig sind, sagt der Plan das und lässt den Tag frei. Ein aufgefüllter Tag mit noch nicht fälligem Stoff wäre kein Spaced-Repetition-Plan mehr, sondern Beschäftigung. Ein ehrlicher Ruhetag ist Teil des Verfahrens.
Die Bereitschaft: was sie sagt und was nicht
Neben dem Plan steht ein Wert, der schätzt, wie weit du für diese Prüfung bist. Er setzt sich aus vier Dimensionen zusammen: wie gut die bereits gelernten Karteikarten sitzen, wie viel davon am Prüfungstag noch abrufbar sein dürfte, wie du dich in Prüfungssimulationen geschlagen hast und wie viel des zugeordneten Stoffs du überhaupt schon gesehen hast.
Die zweite Dimension ist die interessanteste, weil sie in die Zukunft rechnet. Sie fragt nicht, was du heute kannst, sondern was am Prüfungstag noch da ist, denn zwischen heute und der Prüfung vergisst du weiter. Karteikarten, die du nie gesehen hast, tragen dazu nichts bei, und das ist der Grund, warum der Wert früh im Semester niedrig aussieht, selbst wenn die gelernten Themen sitzen.
Was der Wert ausdrücklich nicht ist: eine Bestehensgarantie. Er ist eine Schätzung deines Lernfortschritts aus deinen eigenen Daten, nicht eine Vorhersage der Klausur. Prüfungen enthalten Transferaufgaben, Zeitdruck und Tagesform, und keine davon steht in deiner Antworthistorie. Nützlich ist der Wert als Richtungsanzeige, nicht als Zahl, die man am Vorabend anstarrt.
Worauf die Planung beruht
Die Wiederholungsintervalle kommen von FSRS in der sechsten Fassung. Im offenen Vergleich der open-spaced-repetition-Gemeinschaft erreicht FSRS-6 einen Log-Loss von 0,3460 auf 349.923.850 Wiederholungen aus 9.999 Sammlungen (srs-benchmark (vormals fsrs-benchmark), open-spaced-repetition, abgerufen am 5. September 2026). Log-Loss misst den Vorhersagefehler, kleiner ist besser; eine Zeile für SM-2 führt diese Tabelle nicht. Das ist ein Ergebnis dieses Datensatzes und keine pauschale Wirkungszusage für dein Semester.
Dass Abrufen dem Wiederlesen überlegen ist, berichten Karpicke und Roediger mit rund 80 % erinnerten Vokabelpaaren nach einer Woche in den beiden Bedingungen mit wiederholtem Abruf, gegenüber 36 % und 33 % dort, wo die Paare aus dem Test genommen wurden (Karpicke & Roediger 2008, Science 319:966–968). Auch das ist kein allgemeines Versprechen, es begründet aber, warum der Plan aus Abfragen besteht und nicht aus Lesezeiten.
Der praktische Kern ist unspektakulär: Der Plan verteilt Wiederholungen so, dass du eine Karteikarte kurz vor dem Vergessen wiedersiehst, und er zwingt dich, die Antwort selbst herzustellen. Beides zusammen ist der Unterschied zwischen einem Kalender voller guter Vorsätze und einer Liste, die heute abgearbeitet werden kann.
Was du dafür brauchst
Prüfungen anlegen und Karteikarten lernen geht auch im kostenlosen Quanta Starter. Der gerechnete Lernplan mit Kalender gehört zu Quanta Essential und den größeren Plänen; in Starter wird kein Plan geschrieben. Wir schreiben das hier hin, statt es dich nach der Anmeldung herausfinden zu lassen.
Wer den Klausurenplan seines Semesters nicht abtippen will, kann ihn als Foto oder PDF einlesen lassen. Quanta erkennt daraus Termine und legt die Prüfungen an. Auch das gehört zu Essential und ist monatlich gedeckelt, weil hier eine ganze Datei gelesen wird: 12 Einlesevorgänge im Monat in Essential, 20 in Performance. Das trägt mehrere Pläne pro Halbjahr samt Korrekturen.
Der Rest ist Stoff. Karteikarten kannst du von Hand anlegen, aus einer eigenen Unterlage erzeugen lassen oder aus einem bestehenden Set importieren. Für den Plan ist es gleichgültig, woher eine Karteikarte kommt; entscheidend ist, dass sie einem Thema gehört, das der Prüfung zugeordnet ist.
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Häufige Fragen
Wie viele Wochen vor der Prüfung sollte ich anfangen?
Kann ich einstellen, wie viel ich pro Tag lernen will?
Was passiert, wenn ich ein paar Tage nichts mache?
Warum sehe ich nur für heute eine konkrete Liste?
Was bedeutet der Bereitschaftswert genau?
Brauche ich für den Lernplan einen bezahlten Plan?
Trag dein Prüfungsdatum ein
Der Plan sagt dir jeden Tag, was heute dran ist, statt dir eine Tabelle zu geben, die du selbst nachhalten musst.