Kurz erklärt: Active Recall, mit Quelle, Einordnung, Abgrenzung zum Nachbarbegriff und praktischem Lernbezug.
Wissen selbst abrufen statt es erneut zu lesen; rund 80 % erinnerte Vokabelpaare nach einer Woche im Experiment von Karpicke & Roediger 2008, Science 319:966–968.
Quelle: Karpicke & Roediger, Science 319, 2008, PMID: 18276894
Alle vier Bedingungen der Studie arbeiteten dieselbe Zeit mit demselben Material; verteilt wurden nur die Lese- und Testdurchgänge. Die schwächeren Bedingungen haben weiter gelesen und trotzdem verloren, weil der eigene Abruf fehlte.
Aus Karpicke und Roediger (2008, Science 319:966–968). Vier Bedingungen bearbeiteten dieselben Vokabelpaare, verteilt auf Lese- und Testdurchgänge. Karpicke und Roediger (2008) berichten nach einer Woche rund 80 % erinnerte Vokabelpaare in den beiden Bedingungen mit wiederholtem Abruf und 36 % und 33 % in den beiden Bedingungen, in denen die Paare nach dem ersten Treffer aus dem Test genommen wurden; die Werte gelten für diese Versuchsanordnung und sind kein allgemeines Wirkversprechen für jede Lernsituation oder für Quanta.
Ja. Der Versuch selbst bereitet die spätere Speicherung vor, und die anschließende Rückmeldung wirkt stärker als ein Text, den man ohne Anlauf liest. Wichtig ist nur, dass der Versuch vor dem Aufdecken kommt.
Prüfungen selbst sind die beste Lernstrategie – nicht nur Messung, sondern Verstärkung.
Englischer Fachbegriff für aktiven Abruf – synonym mit Active Recall und Testing Effect.
Konzept in eigenen Worten erklären → Lücken identifizieren. In Quanta: KI-Prüfungssimulation.