Kurz erklärt: Elaborative Interrogation, mit Quelle, Einordnung, Abgrenzung zum Nachbarbegriff und praktischem Lernbezug.
Warum-Fragen stellen zum Gelernten – erzwingt tieferes Verständnis als bloßes Wiederholen.
Quelle: Pressley et al. (1987); Dunlosky et al. (2013), Psychological Science in the Public Interest
Beide verarbeiten den Stoff. Nur eine erzeugt eine Verbindung, die vorher nicht da war.
Dieselbe Information, zwei Fragen. Die rechte Spalte verlangt eine Verbindung.
| Faktenfrage | Warum-Frage |
|---|---|
| Der Citratzyklus hat acht Schritte. | Warum acht und nicht sechs, und was leistet jeder zusätzliche Schritt? |
| Natrium steht in der ersten Hauptgruppe. | Warum reagiert Natrium heftiger mit Wasser als Lithium, obwohl beide dort stehen? |
| Die Weimarer Republik endete 1933. | Warum brachen die Präsidialkabinette die parlamentarische Praxis schon vor 1933? |
Nur eingeschränkt. Die Warum-Frage wirkt, weil sie neues Material mit vorhandenem verbindet. Wer noch kein Vorwissen hat, findet keine Verbindung, und dann ist zuerst die Grundlage dran.
Dunlosky und Kollegen (2013, Psychological Science in the Public Interest) stuften ausarbeitende Befragung als mittel wirksam ein, also wirksamer als Zusammenfassen und Markieren, aber schwächer als Abrufübung und verteiltes Wiederholen.