Kurz erklärt: Leitner-System, mit Quelle, Einordnung, Abgrenzung zum Nachbarbegriff und praktischem Lernbezug.
Klassisches 5-Boxen-System für Karteikarten (1972). FSRS-6 ersetzt die fixen Boxen durch individuelle Intervalle.
Quelle: Leitner, S. (1972). So lernt man lernen. Herder, Freiburg.
Dieselbe Grundidee, zwei sehr verschiedene Genauigkeiten.
Als Idee nicht, als Raster schon. Der Gedanke, schwierige Karteikarten öfter und leichte seltener zu zeigen, ist genau richtig. Die festen Abstände von 1, 2, 5, 8 und 14 Tagen passen nur nicht zu jeder Karteikarte und zu jeder Person.
Der Ablauf fühlt sich ähnlich an, nur ohne Fächer: du bewertest nach dem Aufdecken, und der Termin wird berechnet statt aus einer Tabelle genommen. Feste Boxen gibt es nicht, weil sie die Genauigkeit kosten würden.
Wiederholungsplaner mit Gedächtnismodell je Karteikarte; Log-Loss 0,3460 im offenen Vergleich.
SuperMemo 2 (1987), Grundlage von Ankis Legacy-Planung; ohne individuelles Gedächtnismodell.
Cepeda et al. (2006, Psychological Bulletin 132(3), 354–380) zeigen in einer Metaanalyse von 317 Experimenten einen robusten Spacing-Effekt über viele Bedingungen, aber keinen universellen 2–3x-Faktor für jede Lernsituation.