Kurz erklärt: Spaced Repetition, mit Quelle, Einordnung, Abgrenzung zum Nachbarbegriff und praktischem Lernbezug.
Cepeda et al. (2006, Psychological Bulletin 132(3), 354–380) zeigen in einer Metaanalyse von 317 Experimenten einen robusten Spacing-Effekt über viele Bedingungen, aber keinen universellen 2–3x-Faktor für jede Lernsituation.
Quelle: Cepeda et al. 2006, Psychological Bulletin 132(3); Ebbinghaus 1885; Leitner 1972
Gleiche Gesamtzeit, andere Verteilung, sehr verschiedenes Ergebnis nach einer Woche.
Cepeda und Kollegen (2006, Psychological Bulletin) werteten 317 Experimente aus und fanden bei gleicher Gesamtlernzeit einen robusten Spacing-Effekt über viele Bedingungen, aber keinen universellen Faktor für jede Lernsituation.
Weil beim massierten Lernen der Abruf leicht fällt: der Stoff ist noch präsent. Diese Leichtigkeit wird als Können gedeutet, ist aber nur Nähe zum letzten Kontakt. Der Unterschied zeigt sich erst nach Tagen, also nach der Selbsteinschätzung.
Wiederholungsplaner mit Gedächtnismodell je Karteikarte; Log-Loss 0,3460 im offenen Vergleich.
40% Vergessen nach 20 Min, 65% nach 1 Tag, 75% nach 6 Tagen (Ebbinghaus 1885).
Das Gegenteil von Spaced Repetition – kurzfristig effektiv, langfristig katastrophal.
Wissen selbst abrufen statt es erneut zu lesen; rund 80 % erinnerte Vokabelpaare nach einer Woche im Experiment von Karpicke & Roediger 2008, Science 319:966–968.