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Das Bogenmaß setzt einen Winkel als Verhältnis von Kreisbogen zu Radius an und macht Bogenlänge sowie Kreissektorfläche direkt berechenbar.
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Formel
θ in rad (dimensionslos); s und r in derselben Längeneinheit; A in deren Quadrateinheit.
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Zentriwinkel im Bogenmaß | rad | |
| Länge des zugehörigen Kreisbogens | Längeneinheit | |
| Radius des Kreises | Längeneinheit | |
| Fläche des Kreissektors | Längeneinheit2 |
\theta=\frac{s}{r},\quad s=r\theta,\quad A_{\mathrm{Sektor}}=\frac12r^2\thetaEin Radiant ist der Winkel, für den Bogenlänge und Radius gleich groß sind. Daher ist θ=s/r und s=rθ. Die Sektorfläche ist der Anteil θ/(2π) an der Kreisfläche πr2 und vereinfacht sich zu A=½r2θ. Diese Kurzformen gelten direkt nur, wenn θ in Radiant eingesetzt wird; für Grad muss zuerst mit π/180 umgerechnet werden.
In s=rθ und A=½r2θ muss θ im Bogenmaß stehen. Gradwerte zuerst mit π/180 umrechnen.
Der Winkel im Bogenmaß ist der Anteil der Bogenlänge am Radius.
Radius aus Bogenlänge
θ ist im Bogenmaß anzugeben.
Zentriwinkel aus Bogenlänge
Das Ergebnis ist ein Bogenmaß und als Radiant dimensionslos.
Ein Kreis hat r=4 cm und einen Zentriwinkel von 60°. Bestimme Bogenlänge und Sektorfläche.
60°=π/3 rad.
Daher s=rθ=4π/3≈4,19 cm und A=½r2θ=8π/3≈8,38 cm2.
Probe: 60° ist ein Sechstel des Vollkreises, also ist auch die Fläche ein Sechstel von 16π cm2.
60 als Winkel direkt in s=rθ einsetzen.
Erst umrechnen: 60°=π/3 rad. Sonst wird der Bogen um den Faktor 180/π zu groß.
Formelcluster
Das Bogenmaß ist die Verbindung zwischen Geometrie und Analysis trigonometrischer Funktionen.
Bei r=4 cm und θ=π/3 rad ist s=4π/3 cm≈4,19 cm und A=½·16·π/3=8π/3 cm2≈8,38 cm2. Probe: θ/(2π)=1/6, also ist die Sektorfläche ein Sechstel von πr2=16π cm2.
Kreisbögen und Sektorflächen bestimmen sowie den natürlichen Winkelmaßstab für Analysis und periodische Funktionen verwenden.
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Bogenmaß, Bogenlänge und Kreissektor (θ = s/r; s = rθ; A = ½r²θ).
Aufgabe
Ein Kreis hat r=4 cm und einen Zentriwinkel von 60°. Bestimme Bogenlänge und Sektorfläche.
Rechenweg
60°=π/3 rad.
Daher s=rθ=4π/3≈4,19 cm und A=½r2θ=8π/3≈8,38 cm2.
Probe: 60° ist ein Sechstel des Vollkreises, also ist auch die Fläche ein Sechstel von 16π cm2.
Ein Radiant ist der Zentriwinkel, der einen Kreisbogen mit derselben Länge wie der Radius einschließt. Weil ein Vollkreis 2π Radiant umfasst, entsprechen 180° genau π Radiant. Das Bogenmaß ist deshalb das Verhältnis s/r und nicht eine unabhängige physikalische Einheit. Achte darauf, dass Bogenlänge und Radius dieselbe Längeneinheit verwenden und die Winkel stets als Radiant in den Kurzformeln stehen. Ein Einheitencheck deckt die meisten Verwechslungen auf. Bei gleichem Winkel wächst die Bogenlänge mit r, die Sektorfläche dagegen mit r2. Darum entspricht ein Viertelkreis π/2 rad; die Zahl ist dimensionslos, obwohl rad als SI-Einheit notiert wird.
Multipliziere den Gradwert mit π/180. Zum Beispiel werden 60° zu 60π/180=π/3 rad. Für die Gegenrichtung multiplizierst du Radiant mit 180/π. Diese Umrechnung ist nötig, bevor du s=rθ oder A=½r2θ verwendest, weil diese Beziehungen den Winkel im Bogenmaß voraussetzen. Achte darauf, dass Bogenlänge und Radius dieselbe Längeneinheit verwenden und die Winkel stets als Radiant in den Kurzformeln stehen. Ein Einheitencheck deckt die meisten Verwechslungen auf. Bei gleichem Winkel wächst die Bogenlänge mit r, die Sektorfläche dagegen mit r2. Die Gegenprobe lautet 180°=π rad und 360°=2π rad; so lässt sich das Ergebnis schnell plausibilisieren. Kürze den Faktor vor dem Rechnen.
Der Winkel θ ist als Bogenlänge pro Radius definiert: θ=s/r. Bei festem Radius wächst die Bogenlänge daher proportional mit dem Winkel. Eine doppelt so große Winkelöffnung umfasst doppelt so viel Kreisrand. Bei festem Winkel verdoppelt ein doppelt so großer Radius ebenfalls die Bogenlänge. Achte darauf, dass Bogenlänge und Radius dieselbe Längeneinheit verwenden und die Winkel stets als Radiant in den Kurzformeln stehen. Ein Einheitencheck deckt die meisten Verwechslungen auf. Bei gleichem Winkel wächst die Bogenlänge mit r, die Sektorfläche dagegen mit r2. Die Proportionalität gilt für jeden Winkel im Bogenmaß, auch für mehr als eine volle Umdrehung und für negative Drehrichtung.
Ein Sektor mit Winkel θ ist der Anteil θ/(2π) des Vollkreises. Multipliziere diesen Anteil mit der Gesamtfläche πr2: A=(θ/2π)πr2=½r2θ. Diese Herleitung zeigt zugleich, warum θ im Bogenmaß eingesetzt wird. Für 60° erhält man ein Sechstel des Vollkreises. Achte darauf, dass Bogenlänge und Radius dieselbe Längeneinheit verwenden und die Winkel stets als Radiant in den Kurzformeln stehen. Ein Einheitencheck deckt die meisten Verwechslungen auf. Bei gleichem Winkel wächst die Bogenlänge mit r, die Sektorfläche dagegen mit r2. Bei 60° ist θ=π/3 und damit A=πr2/6; der Anteil stimmt mit 60°/360° überein. Die Rechnung gilt entsprechend für jeden Winkel.
Der Kreisbogen ist nur der gekrümmte Randabschnitt; seine Länge wird mit s=rθ berechnet. Der Kreissektor ist die gesamte Fläche zwischen zwei Radien und diesem Bogen; seine Fläche ist A=½r2θ. Beide hängen von demselben Winkel ab, haben aber unterschiedliche Dimensionen: Länge beziehungsweise Flächeneinheit. Achte darauf, dass Bogenlänge und Radius dieselbe Längeneinheit verwenden und die Winkel stets als Radiant in den Kurzformeln stehen. Ein Einheitencheck deckt die meisten Verwechslungen auf. Bei gleichem Winkel wächst die Bogenlänge mit r, die Sektorfläche dagegen mit r2. Die Sehne zwischen den Endpunkten ist dagegen eine gerade Strecke und meist kürzer als der Kreisbogen.
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