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Die Gegenspannung steigt oberhalb der Grenzfrequenz linear mit der Lichtfrequenz und macht die Photoelektronenenergie messbar.
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Formel
Ug in V · h/e in V·s · f und f0 in Hz.
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Betrag der Gegenspannung am Photostrom-Nullpunkt | V | |
| Steigung der Gegenspannungs-Frequenz-Geraden | V·s | |
| Frequenz des eingestrahlten Lichts | Hz | |
| Grenzfrequenz des Materials | Hz |
U_g=\frac{h}{e}(f-f_0)Eigene schematische Darstellung von Quanta
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Ein Gegenfeld bremst die ausgelösten Elektronen. Bei der Grenzspannung erreicht selbst das schnellste Elektron gerade die Anode nicht, sodass eU_g=Ekin,max gilt. Mit Einsteins Energiebilanz und f0=WA/h folgt Ug=(h/e)(f−f0): Die Messgerade hat die universelle Steigung h/e und schneidet die Frequenzachse bei der materialspezifischen Grenzfrequenz. Unterhalb f0 gibt es im Einphotonenmodell keine Photoemission.
Photoemission erfolgt und die Gegenspannung wird gerade so groß eingestellt, dass der Photostrom verschwindet.
Photonenenergie minus Austrittsarbeit ist die maximale Elektronenenergie; das elektrische Gegenfeld verrichtet eU_g Arbeit.
Gegenspannung aus Licht und Austrittsarbeit bestimmen
Photoemission erfolgt und die Gegenspannung wird gerade so groß eingestellt, dass der Photostrom verschwindet.
λ=500 nm liefert 2,48 eV; bei WA=2,00 eV ist Ug≈0,48 V.
Licht mit λ=500 nm hat Eγ=hc/λ≈2,48 eV.
Bei WA=2,00 eV ist Ekin,max≈0,48 eV und damit Ug≈0,48 V, weil 1 eV der Energie eines Elektrons beim Durchlaufen von 1 V entspricht.
Probe: 2,48−2,00=0,48 eV.
eV und Joule mischen oder die Gegenspannung mit falschem Vorzeichen einsetzen.
Ug wird als positiver Betrag angegeben; numerisch gilt Energie in eV geteilt durch e den Spannungswert in V.
Formelcluster
Die Gegenspannung übersetzt die maximale Elektronenenergie in eine direkt messbare Spannung.
Bei λ=500 nm ist f=c/λ≈6,00×1014 Hz. Für ein Material mit f0=4,84×1014 Hz ergibt sich Ug=(4,136×10−15 V·s)(1,16×1014 Hz)≈0,48 V. Probe: Die Steigung mal Frequenzdifferenz liefert Volt, und eU_g≈0,48 eV entspricht hf−WA.
Photozellen, Bestimmung der Austrittsarbeit und experimentelle Prüfung der linearen Frequenzabhängigkeit des Photoeffekts.
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Photoeffekt: Gegenspannung und Grenzfrequenz (Ug = (h/e)(f − f₀)).
Aufgabe
λ=500 nm liefert 2,48 eV; bei WA=2,00 eV ist Ug≈0,48 V.
Rechenweg
Licht mit λ=500 nm hat Eγ=hc/λ≈2,48 eV.
Bei WA=2,00 eV ist Ekin,max≈0,48 eV und damit Ug≈0,48 V, weil 1 eV der Energie eines Elektrons beim Durchlaufen von 1 V entspricht.
Probe: 2,48−2,00=0,48 eV.
Sie ist der Betrag der Spannung, bei der der Photostrom gerade verschwindet. Elektronen mit maximaler kinetischer Energie schaffen es dann knapp nicht mehr zur Gegenelektrode. Deshalb gilt Ekin,max=eU_g. Die reale Kennlinie ist wegen Kontaktpotentialen und Energieverteilung sorgfältig zu interpretieren. Experimentell bestimmt man den Stopppunkt, indem man die Gegenspannung erhöht und den Photostrom beobachtet. Der Strom verschwindet nicht für alle Elektronen gleichzeitig, weil sie unterschiedliche Anfangsenergien haben. Die Grenzspannung entspricht dem energiereichsten Elektron und liefert deshalb Ekin,max, nicht den mittleren Energiewert.
f0=WA/h ist die kleinste Frequenz, bei der ein einzelnes Photon genug Energie zur Überwindung der Austrittsarbeit besitzt. Bei f=f0 ist die maximale kinetische Energie null; unterhalb davon werden im einfachen Einphotonenmodell keine Elektronen ausgelöst, auch nicht durch höhere Intensität. Die Grenzfrequenz hängt vom Material ab, weil Elektronen in verschiedenen Oberflächen unterschiedlich stark gebunden sind. Die Materialeigenschaft tritt über die Austrittsarbeit oder äquivalent die Grenzfrequenz ein. Vergleiche verschiedene Metalle deshalb über f0, nicht nur über die gemessene Stromstärke bei einer Lichtquelle.
Bei f oberhalb der Schwelle erhöht stärkere Intensität hauptsächlich die Photonen- und damit Elektronenzahl. Die maximale Energie jedes Elektrons hängt dagegen linear von f ab: Ekin,max=hf−WA. Das unterscheidet das Photonmodell von der klassischen Erwartung, Energie werde allein über die Lichtstärke übertragen. Bei gleicher Frequenz verdoppelt größere Intensität vor allem die Zahl einfallender Photonen pro Zeit. Dadurch steigt der Photostrom, während die maximale Energie und damit die Stoppspannung gleich bleiben. Diese Trennung von Zahl und Energie der Photonen ist eine zentrale Vorhersage des Quantenmodells. Bei Δf=1014 Hz steigt die Energiegrenze um rund 0,414 eV; eine Intensitätsänderung bewirkt diesen Energiezuwachs nicht.
Ein Elektron gewinnt beim Durchlaufen von 1 V die Energie 1 eV. Daher entspricht eine maximale Energie von 0,48 eV einer Gegenspannung von 0,48 V. Diese praktische Gleichheit gilt für ein Elektron und darf nicht blind auf beliebige geladene Teilchen übertragen werden; allgemein bleibt E=qU. Verwende für eV-Rechnungen eine konsistente Schreibweise. Wenn Energie in Joule steht, teile eU durch die Elementarladung; wenn Energie in eV steht, ist der Zahlenwert der zugehörigen Elektronenspannung direkt in Volt gleich. Das Vorzeichen der Gegenspannung im Schaltplan ist negativ, die hier notierte Größe aber ihr positiver Betrag.
Trage Ug gegen die Lichtfrequenz f auf. Aus eU_g=hf−WA folgt eine Gerade mit Steigung h/e und Achsenabschnitt −WA/e. Der Schnittpunkt mit Ug=0 liefert f0; daraus folgt WA=hf0. Abweichungen können durch Kontaktpotentiale, Spektralbreite und Oberflächenzustand entstehen. Eine lineare Ausgleichsgerade aus mehreren Frequenzen ist robuster als ein einzelner Messpunkt. Eine sorgfältige Messung kontrolliert daher Elektrodenmaterial und Spannungsreferenz, bevor die Steigung als Bestimmung von h/e interpretiert wird. Im idealen Modell bestimmt die Steigung h/e das Plancksche Wirkungsquantum unabhängig vom Metall. Nutze mehrere Messpunkte und gib die Unsicherheit des linearen Fits an.
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