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Die Nettoprimärproduktion ist die Bruttofixierung biologisch verfügbarer Energie abzüglich der autotrophen Atmung; trophische Effizienz vergleicht die Produktion benachbarter Ebenen.
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Formel
GPP, RA und NPP in derselben Flächen- und Zeiteinheit, etwa kJ·m−2·a−1 oder g C·m−2·a−1 · TE in %
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Bruttoprimärproduktion, gesamte photosynthetisch fixierte Energie oder Kohlenstoffmenge | kJ·m−2·a−1 oder g C·m−2·a−1 | |
| Autotrophe Atmung der Primärproduzenten im selben Zeitraum | wie GPP | |
| Nettoprimärproduktion, verbleibender Zuwachs der Produzenten | wie GPP | |
| Produktion auf trophischer Ebene n im festgelegten Zeitraum | gleiche Energie- oder Biomasseeinheit | |
| Produktion der unmittelbar nächsthöheren trophischen Ebene | wie Pn | |
| Anteil der Produktion einer Ebene, der als Produktion der nächsten Ebene erscheint | % |
NPP=GPP-R_A,\qquad TE_n=\frac{P_{n+1}}{P_n}\cdot100\%Eigene schematische Darstellung von Quanta
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Für Produzenten gilt NPP=GPP−RA: Die Atmung wird von der gesamten Fixierung abgezogen. NPP ist die Grundlage für Wachstum und den Energieeintrag in Konsumenten, aber nicht die gesamte Sonneneinstrahlung und nicht die Gesamtenergie, die ein Pflanzenbestand umsetzt. Trophische Effizienz ist hier das Verhältnis der Produktion zweier benachbarter Ebenen über denselben Raum und Zeitraum. Sie hängt von Organismen, Nahrung, Klima und Definition der Produktion ab; ein pauschaler Prozentwert ist kein Naturgesetz. Energie- und Kohlenstoffbilanzen dürfen nicht vermischt werden.
GPP, autotrophe Atmung und NPP müssen denselben Raum, Zeitraum und dieselbe Energie- oder Kohlenstoffbasis haben. Trophische Effizienz vergleicht die Produktion direkt benachbarter Ebenen; sie ist kein konstanter Naturwert.
Ein Teil der durch Produzenten fixierten Energie wird veratmet; der verbleibende Zuwachs steht für Wachstum und weitere trophische Ebenen zur Verfügung.
Bruttoprimärproduktion
Bilanzgrößen müssen dieselbe Einheit und Zeitbasis tragen.
Produktion der nächsten Ebene
TE als Prozentwert durch 100 teilen.
GPP=2 500 und RA=1 000 kJ·m−2·a−1. Die nächsthöhere Ebene bildet 150 kJ·m−2·a−1. Bestimme NPP und TE.
NPP=2 500−1 000=1 500 kJ·m−2·a−1; TE=150/1 500·100%=10%.
Probe: NPP+RA=GPP.
Sonnenlicht oder GPP mit der an Konsumenten übertragenen NPP gleichsetzen oder verschiedene Zeiträume vergleichen.
Atmung abziehen und für beide trophischen Ebenen dieselbe Fläche, Dauer sowie Energie- oder Kohlenstoffbasis verwenden.
Formelcluster
NPP beschreibt den Zuwachs der Produzenten; trophische Effizienz vergleicht die Produktion auf aufeinanderfolgenden Ebenen.
Ein Ökosystem hat GPP=2 500 kJ·m−2·a−1 und RA=1 000 kJ·m−2·a−1. Damit NPP=1 500 kJ·m−2·a−1. Entstehen daraus 150 kJ·m−2·a−1 Konsumentenproduktion, ist TE=150/1 500·100%=10%. Probe: GPP=NPP+RA; Zähler und Nenner der Effizienz beziehen sich auf gleiche Fläche und Zeit.
Stoff- und Energieflüsse zwischen Produzenten und Konsumenten bilanzieren sowie biologische Produktivität vergleichen
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Primärproduktion und Energiefluss im Ökosystem (NPP = GPP − RA; TEn = Pn+1/Pn · 100 %).
Aufgabe
GPP=2 500 und RA=1 000 kJ·m−2·a−1. Die nächsthöhere Ebene bildet 150 kJ·m−2·a−1. Bestimme NPP und TE.
Rechenweg
NPP=2 500−1 000=1 500 kJ·m−2·a−1; TE=150/1 500·100%=10%.
Probe: NPP+RA=GPP.
GPP ist die gesamte Primärproduktion, die Produzenten durch Photosynthese oder andere autotrophe Prozesse fixieren. Ein Teil davon wird für die eigene Zellatmung verbraucht. NPP ist der verbleibende Zuwachs: NPP=GPP−RA. Wenn GPP 2 500 und Atmung 1 000 kJ·m−2·a−1 beträgt, bleiben 1 500 kJ·m−2·a−1 NPP. Dieser Zuwachs kann Biomasse aufbauen und bildet die Grundlage für Konsumenten. GPP und NPP sind Flussgrößen pro Fläche und Zeit, nicht bloße Bestandsmessungen; beide müssen auf derselben räumlichen und zeitlichen Basis verglichen werden. Diese Unterscheidung ist zentral, wenn Messwerte aus Gaswechsel oder Biomassezuwachs miteinander verglichen werden.
Produzenten verbrauchen einen Teil der fixierten chemischen Energie selbst, um Stoffwechsel, Erhaltung und Wachstum zu betreiben. Diese autotrophe Atmung steht deshalb nicht als neuer Pflanzenzuwachs für Herbivoren oder Zersetzer zur Verfügung. Die Bilanz zieht RA von GPP ab und nennt den verbleibenden Zuwachs NPP. Dabei wird nicht die gesamte Ökosystematmung abgezogen: Die Atmung von Tieren und Mikroorganismen gehört nicht zu RA der Produzenten. In Kohlenstoffdaten und Energiedaten bleibt die Rechnung formal gleich, aber Masse und Energie dürfen nicht direkt addiert oder miteinander verglichen werden. Nur die Atmung der autotrophen Produzenten gehört in diese Gleichung; Verbraucheratmung liegt außerhalb dieser Produktionsbilanz.
Die trophische Effizienz setzt die Produktion einer Ebene ins Verhältnis zur Produktion der unmittelbar darunterliegenden Ebene: TE=P(n+1)/Pn·100 %. Wenn Produzenten 1 500 kJ·m−2·a−1 NPP bilden und die Konsumentenproduktion 150 kJ·m−2·a−1 beträgt, ist TE=10 %. Zähler und Nenner müssen dieselbe Fläche, Zeitdauer und Einheit verwenden. Diese Effizienz beschreibt die Übertragung zwischen Produktionsstufen, nicht den Anteil des Sonnenlichts, der von Pflanzen absorbiert wird. Sie ist empirisch und variiert mit Ökosystem, Organismen und Messdefinition; 10 % ist kein universelles Gesetz. Die Quote vergleicht erzeugte Produktionsraten, nicht die Nahrungsmenge, die von einer Ebene aufgenommen oder gefressen wird.
Nein. NPP ist die Nettoproduktion der Produzenten, aber nicht alles davon wird gefressen. Ein Teil bleibt als nicht abgeweidete Biomasse zurück, wird abgestoßen oder gelangt später in Detritus und Zersetzerpfade. Von der aufgenommenen Nahrung wird wiederum nicht alles assimiliert; ein Anteil wird ausgeschieden oder veratmet. Darum nimmt die Produktion entlang eines Nahrungsnetzes ab, und trophische Effizienz vergleicht die tatsächlich gebildete Produktion statt bloß die gefressene Menge. Eine Biomassepyramide ist außerdem ein Bestand, während NPP eine Rate pro Zeit ist; vergleiche sie nicht ohne Zeitbezug. Ein Teil der NPP gelangt über abgestorbene Biomasse in Detritus und Zersetzer, statt direkt von Herbivoren gefressen zu werden.
Die Rechnung bündelt komplexe ökologische Prozesse in messbare Bilanzgrößen. GPP und Atmung hängen von Saison, Temperatur, Wasserverfügbarkeit und Erfassungsmethode ab. Auch die Zuweisung zu trophischen Ebenen kann bei Allesfressern und Nahrungsnetzen mehrdeutig sein. Die Gleichungen setzen vergleichbare Flächen und Zeiträume voraus und sagen nicht, welche Arten oder Stoffe beteiligt sind. Für Kohlenstoffbilanzen müssen Speicheränderungen und Transport über Systemgrenzen berücksichtigt werden; für Energiebilanzen kommen Wärmeverluste hinzu. Verwende deshalb die Formel zum Vergleichen definierter Messungen, nicht als vollständiges Ökosystemmodell oder als pauschale Transferregel. Für Feldvergleiche müssen Messmethode, Saison und Systemgrenze dokumentiert werden, weil sie die bilanzierten Flüsse beeinflussen.
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