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Der Mittelwertsatz garantiert zwischen zwei Endpunkten eine Stelle, an der die momentane Änderungsrate der mittleren Änderungsrate entspricht.
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Formel
x und c in der Eingabeeinheit; f′ und der Differenzenquotient in f-Einheit pro x-Einheit.
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| auf [a,b] stetige und auf (a,b) differenzierbare Funktion | Funktionswert-Einheit | |
| Intervallgrenzen mit a<b | Eingabeeinheit | |
| garantierte Stelle im offenen Intervall | Eingabeeinheit |
f'(c)=\frac{f(b)-f(a)}{b-a},\quad c\in(a,b)Die Sekantensteigung zwischen (a,f(a)) und (b,f(b)) wird an mindestens einer inneren Stelle als Tangentensteigung erreicht. Voraussetzung sind Stetigkeit auf dem abgeschlossenen und Differenzierbarkeit im offenen Intervall. Der Satz garantiert die Existenz, nicht die Eindeutigkeit von c.
Die Sekantensteigung zwischen (a,f(a)) und (b,f(b)) wird an mindestens einer inneren Stelle als Tangentensteigung erreicht. Voraussetzung sind Stetigkeit auf dem abgeschlossenen und Differenzierbarkeit im offenen Intervall. Der Satz garantiert die Existenz, nicht die Eindeutigkeit von c.
Die fachliche Grundannahme wird in eine messbare Beziehung übersetzt: Die Sekantensteigung zwischen (a,f(a)) und (b,f(b)) wird an mindestens einer inneren Stelle als Tangentensteigung erreicht. Voraussetzung sind Stetigkeit auf dem abgeschlossenen und Differenzierbarkeit im offenen Intervall. Der Satz garantiert die Existenz, nicht die Eindeutigkeit von c.
Mittlere Änderungsrate
c existiert unter den Satzvoraussetzungen, muss nicht eindeutig sein.
Berechne und begründe den im Beispiel genannten Wert: Für f(x)=x2 auf [1,3] ist die mittlere Steigung (9−1)/(3−1)=4. Da f′(x)=2x, folgt 2c=4 und c=2. Probe: 2 liegt in (1,3) und f′(2)=4.
Für f(x)=x2 auf [1,3] ist die mittlere Steigung (9−1)/(3−1)=4.
Da f′(x)=2x, folgt 2c=4 und c=2.
Probe: 2 liegt in (1,3) und f′(2)=4.
Eine Variable mit falscher Bedeutung oder Einheit einsetzen und dadurch die Modellgrenze übergehen.
Ordne jede Variable ihrer Definition zu, gleiche die Einheiten an und nenne die Annahme, die hier gilt.
Formelcluster
Diese Seite ordnet Mittelwertsatz der Differentialrechnung in Monotonie- und Fehlerabschätzungen begründen sowie mittlere und momentane Änderungsraten verbinden. ein.
Für f(x)=x2 auf [1,3] ist die mittlere Steigung (9−1)/(3−1)=4. Da f′(x)=2x, folgt 2c=4 und c=2. Probe: 2 liegt in (1,3) und f′(2)=4.
Monotonie- und Fehlerabschätzungen begründen sowie mittlere und momentane Änderungsraten verbinden.
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Mittelwertsatz der Differentialrechnung (f′(c) = (f(b)−f(a))/(b−a)).
Aufgabe
Berechne und begründe den im Beispiel genannten Wert: Für f(x)=x2 auf [1,3] ist die mittlere Steigung (9−1)/(3−1)=4. Da f′(x)=2x, folgt 2c=4 und c=2. Probe: 2 liegt in (1,3) und f′(2)=4.
Rechenweg
Für f(x)=x2 auf [1,3] ist die mittlere Steigung (9−1)/(3−1)=4.
Da f′(x)=2x, folgt 2c=4 und c=2.
Probe: 2 liegt in (1,3) und f′(2)=4.
Die Beziehung f′(c) = (f(b)−f(a))/(b−a) ordnet Größen aus dem Themenfeld Differentialrechnung einander zu. Sie beantwortet die Frage: Monotonie- und Fehlerabschätzungen begründen sowie mittlere und momentane Änderungsraten verbinden. Entscheidend ist, jedes Symbol mit seiner Definition aus der Variablentabelle zu lesen; dieselbe Buchstabenwahl kann in einem anderen Kapitel etwas anderes bedeuten. Die Gleichung allein legt weder Messverfahren noch Modellannahmen fest. Notiere daher zuerst Eingaben, gesuchte Größe und Einheiten. Prüfe anschließend, ob der in der Formel beschriebene Zusammenhang zur Aufgabe passt. Diese Lesart verhindert, dass eine passende Zahl in eine falsche physikalische oder geometrische Situation eingesetzt wird.
Die Herleitung beginnt bei folgender fachlicher Idee: Ziehe von f die Sekante durch die Intervallendpunkte ab. Die Differenzfunktion hat an beiden Enden denselben Wert; der Satz von Rolle sichert eine innere Stelle mit Ableitung null und damit eine Tangentensteigung gleich der Sekantensteigung. Daraus wird die Beziehung f′(c) = (f(b)−f(a))/(b−a) aufgebaut. In einer Lösung trennst du zuerst die Definitionen der Größen von den Modellannahmen; anschließend führst du die nötige geometrische, algebraische oder physikalische Umformung aus. Dieser Weg macht klar, weshalb die Formel gilt und welche Voraussetzung dabei wesentlich ist. Prüfe nach der Umformung, dass die gesuchte Größe wirklich isoliert ist, alle Einheiten zusammenpassen und der ursprüngliche Gültigkeitsbereich erhalten blieb.
Das Beispiel rechnet mit konkreten, kompatiblen Größen: Für f(x)=x2 auf [1,3] ist die mittlere Steigung (9−1)/(3−1)=4. Da f′(x)=2x, folgt 2c=4 und c=2. Probe: 2 liegt in (1,3) und f′(2)=4. Der Zahlenwert ist erst aussagekräftig, wenn Einheiten und Bezugspunkte mitgeführt werden. Rechne deshalb zuerst die Größen in eine gemeinsame Einheit um und setze sie anschließend in die angegebene Beziehung ein. Die Probe im Beispiel prüft eine unabhängige Konsequenz, nicht bloß dieselbe Rechnung ein zweites Mal. Ändert man eine Eingangsgröße, sollte außerdem der erwartete Trend eintreten. Wenn das Resultat diesem Trend widerspricht, kontrolliere zuerst Umrechnung, Vorzeichen und die Zuordnung der Variablen, bevor du mehr Stellen ausgibst.
Vor dem Einsatz prüfst du diese Grenze: Die Funktion muss auf [a,b] stetig und im offenen Intervall differenzierbar sein. Eine Ecke oder ein Sprung im Inneren verletzt die Voraussetzung; dann garantiert der Satz keinen Punkt mit passender Tangentensteigung. Das ist keine formale Fußnote, denn sie entscheidet, ob die verwendete Beziehung die Aufgabe überhaupt beschreibt. Vergleiche die Angaben mit den Definitionen in der Variablentabelle und schreibe nötige Idealisierungen ausdrücklich dazu. Eine Größenordnung oder ein Grenzfall kann anschließend zeigen, ob das Ergebnis plausibel bleibt. Wenn die Bedingung nicht erfüllt ist, verwende ein erweitertes Modell oder beschränke die Aussage auf den zulässigen Bereich; eine zusätzliche Dezimalstelle behebt keine falsche Modellwahl.
Ein typischer Fehler ist, nur die sichtbaren Zahlen einzusetzen und dabei die Bedeutung der Größen zu übergehen. Hier ist besonders zu beachten: x und c in der Eingabeeinheit; f′ und der Differenzenquotient in f-Einheit pro x-Einheit. Auch ein geometrisch oder rechnerisch korrektes Ergebnis ist falsch, wenn etwa eine senkrechte Höhe durch eine schräge Seite, ein Betrag durch eine gerichtete Größe oder eine Näherung durch eine exakte Gleichheit ersetzt wird. Verwende eine Skizze oder Vorzeichenkonvention, sofern sie für diese Formel relevant ist. Als Abschlussprobe setzt du dein Ergebnis in die Ausgangsbeziehung ein und prüfst Dimension, Grenzfall und erwarteten Trend.
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