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Das Raoult’sche Gesetz verknüpft im idealen Flüssigkeitsgemisch den Partialdruck einer Komponente mit ihrem Molenbruch.
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Formel
pi und pi° in derselben Druckeinheit · xi dimensionslos
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Partialdruck von Komponente i über der Lösung | Pa | |
| Molenbruch von i in der Flüssigphase | dimensionslos | |
| Dampfdruck der reinen Komponente i bei derselben Temperatur | Pa |
p_i=x_i p_i^0Für eine ideale Lösung ist pi=xi pi°. Der Gesamtdruck folgt aus Dalton als Summe der Partialdrücke. Die Beziehung ist eine Gleichgewichtsbeziehung an der Flüssig-Gas-Grenzfläche und setzt ideale Flüssigkeitsaktivität voraus. Bei nichtidealen Mischungen wird xi durch Aktivität beziehungsweise Aktivitätskoeffizient korrigiert; bei nichtflüchtigem gelöstem Stoff beschreibt sie die Dampfdruckerniedrigung des Lösungsmittels.
Gilt näherungsweise für ideale Flüssigkeitsgemische bei gleicher Temperatur; Nichtidealität verlangt Aktivitäten.
Das Raoult’sche Gesetz verknüpft im idealen Flüssigkeitsgemisch den Partialdruck einer Komponente mit ihrem Molenbruch.
Nach der gesuchten Größe umstellen
Vor dem Einsetzen Einheiten und Modellgrenzen prüfen.
Für xA=0,40 und pA°=50,0 kPa: Wie groß ist pA?
Ein idealer Flüssigkeitsmix hat xA=0,40 und pA°=50,0 kPa bei festem T. pA=0,40·50,0=20,0 kPa.
Bei xB=0,60 und pB°=30,0 kPa ist pges=20,0+18,0=38,0 kPa.
Probe: xA+xB=1 und jeder Partialdruck bleibt unter pi°.
Die Gleichung ohne Bezugsbedingungen oder mit gemischten Einheiten anwenden.
Einheiten und Modellannahmen vor dem Einsetzen prüfen; der Beispieltext nennt die jeweilige Grenze.
Formelcluster
Die Beziehung pi = xipi° ergänzt verwandte Größen, ersetzt aber weder Einheitenprüfung noch Modellannahmen.
Ein idealer Flüssigkeitsmix hat xA=0,40 und pA°=50,0 kPa bei festem T. pA=0,40·50,0=20,0 kPa. Bei xB=0,60 und pB°=30,0 kPa ist pges=20,0+18,0=38,0 kPa. Probe: xA+xB=1 und jeder Partialdruck bleibt unter pi°.
Dampfdrucke idealer Flüssigkeitsgemische und qualitative Destillationsaufgaben
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Raoult’sches Gesetz (pᵢ = xᵢpᵢ°).
Aufgabe
Für xA=0,40 und pA°=50,0 kPa: Wie groß ist pA?
Rechenweg
Ein idealer Flüssigkeitsmix hat xA=0,40 und pA°=50,0 kPa bei festem T. pA=0,40·50,0=20,0 kPa.
Bei xB=0,60 und pB°=30,0 kPa ist pges=20,0+18,0=38,0 kPa.
Probe: xA+xB=1 und jeder Partialdruck bleibt unter pi°.
Das Raoult’sche Gesetz verknüpft im idealen Flüssigkeitsgemisch den Partialdruck einer Komponente mit ihrem Molenbruch. Die Beziehung pi = xipi° beantwortet damit eine konkrete Frage zu Dampfdrucke idealer Flüssigkeitsgemische und qualitative Destillationsaufgaben. Ein idealer Flüssigkeitsmix hat xA=0,40 und pA°=50,0 kPa bei festem T. pA=0,40·50,0=20,0 kPa. Bei xB=0,60 und pB°=30,0 kPa ist pges=20,0+18,0=38,0 kPa. Probe: xA+xB=1 und jeder Partialdruck bleibt unter pi°. Die Probe kontrolliert den Rechengang und zeigt, welche Bilanz oder welches Vorzeichen erwartet wird. Ordne vor dem Einsetzen jede Größe der tatsächlichen Probe zu. Ein passender Zahlenwert allein beweist noch nicht, dass die Modellannahmen im Experiment erfüllt sind.
Die Größen bedeuten: pi: Partialdruck von Komponente i über der Lösung (Pa); xi: Molenbruch von i in der Flüssigphase (dimensionslos); pi^0: Dampfdruck der reinen Komponente i bei derselben Temperatur (Pa). Die Einheitenregel lautet pi und pi° in derselben Druckeinheit · xi dimensionslos. Zähler und Nenner müssen dieselbe Probe und kompatible Messskalen beschreiben. Bei Lösungen unterscheide Endvolumen und Lösungsmittelmasse; bei Gasen müssen Druck- und Volumeneinheiten zur Gaskonstante passen. Prüfe die Einheiten erst nach dem vollständigen Einsetzen. So erkennst du etwa einen fehlenden Umrechnungsfaktor, bevor er im gerundeten Ergebnis verborgen bleibt. Behalte dabei jedes Symbol an seine Definition gebunden.
Gilt näherungsweise für ideale Flüssigkeitsgemische bei gleicher Temperatur; Nichtidealität verlangt Aktivitäten. Für eine ideale Lösung ist pi=xi pi°. Der Gesamtdruck folgt aus Dalton als Summe der Partialdrücke. Die Beziehung ist eine Gleichgewichtsbeziehung an der Flüssig-Gas-Grenzfläche und setzt ideale Flüssigkeitsaktivität voraus. Bei nichtidealen Mischungen wird xi durch Aktivität beziehungsweise Aktivitätskoeffizient korrigiert; bei nichtflüchtigem gelöstem Stoff beschreibt sie die Dampfdruckerniedrigung des Lösungsmittels. Prüfe diese Grenze vor der Rechnung: Temperatur, Zusammensetzung, Phase und Konzentrationsskala können das Ergebnis beeinflussen. Wenn die Probe die Voraussetzung nicht erfüllt, ist die Formel nicht durch mehr Dezimalstellen zu retten. Nenne die Abweichung oder wähle ein geeigneteres Modell, etwa mit Aktivitäten bei nichtidealen Lösungen oder mit einer Realgasbeschreibung bei hohen Drücken.
Kontrolliere das Beispiel unabhängig: Ein idealer Flüssigkeitsmix hat xA=0,40 und pA°=50,0 kPa bei festem T. pA=0,40·50,0=20,0 kPa. Bei xB=0,60 und pB°=30,0 kPa ist pges=20,0+18,0=38,0 kPa. Probe: xA+xB=1 und jeder Partialdruck bleibt unter pi°. Prüfe danach die Einheit (pi und pi° in derselben Druckeinheit · xi dimensionslos) und setze den berechneten Wert zurück in pi = xipi°. Bei einer Stoffbilanz müssen sich die Anteile konsistent verhalten; bei einem Druck- oder Temperaturgesetz muss die Richtung der Änderung zur Physik passen. Eine abweichende Probe deutet oft auf vermischte Bezugsmengen, einen Einheitenwechsel oder eine falsche Annahme hin.
Raoult’sches Gesetz steht neben Molenbruch und Dalton-Gesetz der Partialdrücke, hat aber eine eigene Aufgabe: Dampfdrucke idealer Flüssigkeitsgemische und qualitative Destillationsaufgaben. Verknüpfte Beziehungen können Größen liefern, die hier als Eingabe dienen; sie ersetzen die Formel nicht. Prüfe für jede Gleichung separat, ob Standardzustand, ideale Mischung oder Reaktionsschritt passen. In einer mehrteiligen Aufgabe hilft eine Reihenfolge: erst Bilanz oder Messgröße bestimmen, dann Gleichgewicht oder Modell anwenden und am Ende die Einheiten rückprüfen. Eine gute Abgrenzung benennt für jede Beziehung die vorhergesagte Größe und den nötigen Messwert.
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