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Für ein ideales Gasgemisch ist der Gesamtdruck die Summe der Partialdrücke, und jeder Partialdruck entspricht dem Molenbruch mal Gesamtdruck.
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Formel
pi und pges in derselben Druckeinheit · xi dimensionslos · xi = ni/nges
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Partialdruck der Gaskomponente i | Pa, kPa oder bar | |
| Molenbruch der Gaskomponente i im Gasgemisch | dimensionslos | |
| Gesamtdruck des Gemisches | Pa, kPa oder bar | |
| Stoffmenge der Komponente i | mol | |
| Gesamtstoffmenge aller Komponenten des Gasgemisches | mol |
p_i = x_i \cdot p_\text{ges}, \qquad p_\text{ges}=\sum_i p_iDaltons Gesetz beschreibt ein Gemisch nicht reagierender idealer Gase: pges=Σp_i und pi=xi·pges mit xi=ni/nges. Die Partialdrücke addieren sich, weil jedes Gas im idealen Modell unabhängig den verfügbaren Raum ausfüllt. Die Näherung ist bei niedrigen bis moderaten Drücken und schwachen Wechselwirkungen am zuverlässigsten. Bei realen Gasgemischen können Fugazitäten und nichtideale Wechselwirkungen erforderlich sein. Für feuchte Gase ist der Wasserdampf ebenfalls eine Komponente; der trockene Gaspartialdruck ist dann nicht mit dem Gesamtdruck gleichzusetzen.
Gilt näherungsweise für nicht reagierende ideale Gasgemische. Alle Partialdrücke müssen dieselbe Druckeinheit haben.
Jede Komponente trägt entsprechend ihrem Molenbruch zum Gesamtdruck bei; die Beiträge addieren sich.
Molenbruch aus Partialdruck
Für ein vollständiges Gemisch summieren sich alle xi zu 1.
xO₂=0,21 und pges=100 kPa. Wie groß ist pO₂?
pO₂=0,21·100=21 kPa.
Ein Gemisch hat pA=30 kPa und pB=70 kPa. Bestimme pges und xA.
pges=30+70=100 kPa; xA=pA/pges=0,30.
Den Molenbruch als Prozentzahl ohne Umrechnung einsetzen.
21 % entspricht x=0,21.
Bei feuchtem Gas den Wasserdampfpartialdruck vergessen.
Wasserdampf ist eine weitere Komponente; trockene Partialdrücke summieren sich nicht zum Gesamtdruck.
Formelcluster
Partialdruck verbindet Gaszusammensetzung mit idealer Gasgleichung und Gaslöslichkeit.
Ein trockenes Gasgemisch enthält xO₂=0,21 bei pges=100 kPa. Dann pO₂=0,21·100=21 kPa. Sind die übrigen Komponenten zusammen x=0,79, ist ihr Partialdruck 79 kPa und die Probe 21+79=100 kPa, also wieder der Gesamtdruck.
Gasgemische, Atemluft, stöchiometrische Gasaufgaben, Druckkorrekturen und Bestimmung von Gaslöslichkeit über den Partialdruck
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Dalton-Gesetz der Partialdrücke (pᵢ = xᵢ·p_ges; p_ges = Σpᵢ).
Aufgabe
xO₂=0,21 und pges=100 kPa. Wie groß ist pO₂?
Rechenweg
pO₂=0,21·100=21 kPa.
Aufgabe
Ein Gemisch hat pA=30 kPa und pB=70 kPa. Bestimme pges und xA.
Rechenweg
pges=30+70=100 kPa; xA=pA/pges=0,30.
In einem idealen Gasgemisch ist der Partialdruck pi der Anteil xi mal Gesamtdruck: pi=xi·pgesamt. Der Stoffmengenanteil ist xi=ni/ngesamt. Hat Sauerstoff in einem Gasgemisch den Anteil 0,21 und der Gesamtdruck ist 100 kPa, beträgt sein Partialdruck 21 kPa. Addiere alle Partialdrücke; ihre Summe muss den Gesamtdruck ergeben. Das Gesetz bezieht sich auf Gase im selben Volumen und bei derselben Temperatur und ist eine Näherung für reale Gemische. Prüfe, ob das Gemisch trocken oder feucht ist, und ob alle Komponenten denselben verfügbaren Raum einnehmen. Bei hohen Drücken kann ein ideales Partialdruckmodell die reale Wechselwirkung nicht mehr genau beschreiben.
Der Gesamtdruck ist die Summe der Beiträge aller Gaskomponenten. Der Partialdruck eines Gases entspricht in einem idealen Gemisch dem Druck, den es bei gleicher Temperatur allein im verfügbaren Volumen ausüben würde. Er ist daher ein rechnerischer Anteil und kein separater Behälterdruck. Für trockene Luft nahe Meereshöhe beträgt pO₂ ungefähr 0,21·101 kPa, also rund 21 kPa. Für Löslichkeit, Reaktionsgleichgewichte und Gastransport kann genau dieser Komponentenpartialdruck entscheidend sein. Prüfe, ob das Gemisch trocken oder feucht ist, und ob alle Komponenten denselben verfügbaren Raum einnehmen. Bei hohen Drücken kann ein ideales Partialdruckmodell die reale Wechselwirkung nicht mehr genau beschreiben.
Für ideale Gasgemische gilt pi/pgesamt=xi=ni/ngesamt. Die Gleichung erlaubt es, aus einer bekannten Mischung den Komponentenpartialdruck zu bestimmen oder aus Partialdrücken die Zusammensetzung abzuleiten. Beispiel: pA=30 kPa und pB=70 kPa ergeben pgesamt=100 kPa und xA=0,30. Prüfe, dass die Anteile zu eins summieren und die Drücke zum Gesamtdruck. Für nichtideale Gemische kann der reale chemische Effekt besser über Fugazitäten beschrieben werden. Prüfe, ob das Gemisch trocken oder feucht ist, und ob alle Komponenten denselben verfügbaren Raum einnehmen. Bei hohen Drücken kann ein ideales Partialdruckmodell die reale Wechselwirkung nicht mehr genau beschreiben.
Ja. Das aufgefangene Gas enthält gewöhnlich auch Wasserdampf. Der gemessene Gesamtdruck setzt sich dann aus dem Partialdruck des trockenen Gases und dem Wasserdampfpartialdruck zusammen. Daher gilt pgas=pgesamt−pH₂O bei bekannter Temperatur, denn der Dampfdruck von Wasser temperaturabhängig ist. Erst danach sollte das ideale Gasgesetz oder ein Stoffmengenanteil angewendet werden. Wer den gesamten Druck dem trockenen Gas zuschreibt, überschätzt dessen Stoffmenge. Achte darauf, ob die Messung als trocken oder feucht angegeben ist. Prüfe, ob das Gemisch trocken oder feucht ist, und ob alle Komponenten denselben verfügbaren Raum einnehmen. Bei hohen Drücken kann ein ideales Partialdruckmodell die reale Wechselwirkung nicht mehr genau beschreiben.
Daltons Summenregel ist exakt für das Modell idealer Gase. Bei hohen Drücken oder nahe einer Kondensation können zwischenmolekulare Kräfte und Eigenvolumina wichtig werden. Dann stimmen Partialdruck und tatsächliche thermodynamische Triebkraft nicht mehr einfach überein; Fugazität korrigiert den Druck in chemischen Potentialen. Für viele Schul- und Laborrechnungen bei moderaten Bedingungen ist Dalton dennoch eine gute Näherung. Beschreibe die Annahme als ideal, wenn Genauigkeit oder extreme Bedingungen relevant sind. Prüfe, ob das Gemisch trocken oder feucht ist, und ob alle Komponenten denselben verfügbaren Raum einnehmen. Bei hohen Drücken kann ein ideales Partialdruckmodell die reale Wechselwirkung nicht mehr genau beschreiben.
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Welcher typische Fehler passiert bei pᵢ = xᵢ·p_ges; p_ges = Σpᵢ?
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