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Vergleicht viskosen linearen Stokes-Widerstand an einer Kugel mit dem quadratischen Widerstandsmodell für viele stumpfe Körper bei dominierenden Trägheitseffekten.
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Formel
FD in N; vt in m/s; η in Pa·s; r,d in m; vrel in m/s; ρs,ρf in kg/m3; g in m/s2; A in m2; CD und Rep dimensionslos.
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Betrag der entgegen der Relativbewegung gerichteten Widerstandskraft | N | |
| dynamische Viskosität des Fluids | Pa·s | |
| Kugelradius für das Stokes-Modell | m | |
| vrel | Geschwindigkeit des Körpers relativ zum Fluid | m/s |
| Massendichte des Fluids | kg/m3 | |
| Massendichte der Kugel | kg/m3 | |
| örtliche Fallbeschleunigung | m/s2 | |
| Betrag der terminalen Sinkgeschwindigkeit bei ρs>ρf | m/s | |
| form- und strömungsabhängiger Widerstandsbeiwert | dimensionslos | |
| Bezugsfläche quer zur Strömung | m2 | |
| Teilchen-Reynolds-Zahl ρf d|vrel|/η | dimensionslos |
F_D=6\pi\eta r|v_{rel}|,\quad v_t=\frac{2r^2(\rho_s-\rho_f)g}{9\eta}\ (Re_p\ll1);\quad F_D=\frac12\rho_f C_DA v_{rel}^2\ (Re_p\gg1)Eigene schematische Darstellung von Quanta
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Das Stokes-Gesetz FD=6πηr|vrel| gilt für eine starre Kugel in stationärer Kriechströmung bei Rep=ρf(2r)|vrel|/η≪1. Bei einer sinkenden Kugel folgt die terminale Geschwindigkeit aus Gewichtskraft minus Auftrieb gleich Widerstand: (4/3)πr3(ρs−ρf)g=6πηrvt, also vt=2r2(ρs−ρf)g/(9η), sofern ρs>ρf. Das quadratische Modell FD=½ρfCD A vrel2 beschreibt viele stumpfe Körper bei dominierenden Trägheitseffekten; CD hängt von Form und Reynolds-Zahl ab. Der Übergang ist nicht scharf und benötigt oft empirische Korrelationen. Beide Widerstandsgleichungen geben den Betrag an; als Vektor wirkt die Kraft entgegen vrel.
Das Stokes-Gesetz FD=6πηr|vrel| gilt für eine starre Kugel in stationärer Kriechströmung bei Rep=ρf(2r)|vrel|/η≪1. Bei einer sinkenden Kugel folgt die terminale Geschwindigkeit aus Gewichtskraft minus Auftrieb gleich Widerstand: (4/3)πr3(ρs−ρf)g=6πηrvt, also vt=2r2(ρs−ρf)g/(9η), sofern ρs>ρf. Das quadratische Modell FD=½ρfCD A vrel2 beschreibt viele stumpfe Körper bei dominierenden Trägheitseffekten; CD hängt von Form und Reynolds-Zahl ab. Der Übergang ist nicht scharf und benötigt oft empirische Korrelationen. Beide Widerstandsgleichungen geben den Betrag an; als Vektor wirkt die Kraft entgegen vrel.
Vergleicht viskosen linearen Stokes-Widerstand an einer Kugel mit dem quadratischen Widerstandsmodell für viele stumpfe Körper bei dominierenden Trägheitseffekten.
Teilchen-Reynolds-Zahl zur Modellwahl
Für eine Kugel mit Durchmesser 2r gilt Stokes bei Re_p≪1; quadratischer Widerstand ist eine Näherung im inertial dominierten Bereich, nicht am Übergang.
Terminale Sinkgeschwindigkeit bei kleiner Reynolds-Zahl
Kugelförmig, ρs>ρf, Gewicht minus Auftrieb gleich Stokes-Widerstand und Rep≪1.
Eine Kugel mit r=1,0 μm bewegt sich mit 0,010 m/s in einer Flüssigkeit (η=1,0×10−3 Pa·s, ρ=1000 kg/m3). Prüfe Rep und berechne den Stokes-Widerstand.
Rep=ρ(2r)v/η=0,020≪1.
Daher ist Stokes plausibel: FD=6πηrv≈1,88×10−10 N.
Ein Körper in Luft hat ρ=1,2 kg/m3, CD=0,47, A=0,010 m2 und v=20 m/s. Berechne den quadratischen Widerstand.
FD=½ρCDAv2=½·1,2·0,47·0,010·202≈1,13 N.
Eine Kugel mit ρK=2500 kg/m3 und r=50 μm sinkt in einer Flüssigkeit mit ρF=1000 kg/m3 und η=0,10 Pa·s. Berechne vt und prüfe Re_p.
Aus (4/3)πr3(ρK−ρF)g=6πηrv_t folgt vt=2r2(ρK−ρF)g/(9η)=8,18×10−5 m/s.
Re_p=ρF(2r)vt/η≈8,2×10−5≪1; Stokes ist selbstkonsistent.
Einheiten oder Voraussetzungen aus der Formelbeschreibung übergehen: FD in N; vt in m/s; η in Pa·s; r,d in m; vrel in m/s; ρs,ρf in kg/m3; g in m/s2; A in m2; CD und Rep dimensionslos.
Einheiten vor dem Einsetzen angleichen und Gültigkeitsbereich prüfen; erst dann runden.
Formelcluster
Verwandte Beziehungen: newton-zweites-gesetz, gewichtskraft, reibungskraft.
Für r=1,0 μm und v=0,010 m/s in einer Flüssigkeit mit η=1,0×10−3 Pa·s und ρf=1000 kg/m3 ist Rep=0,020≪1 und FD≈1,88×10−10 N. Zusätzlich: Für eine Kugel mit r=50 μm, ρs=2500 kg/m3, ρf=1000 kg/m3 und η=0,10 Pa·s folgt vt=2r2(ρs−ρf)g/(9η)≈8,18×10−5 m/s. Probe: Rep≈8,2×10−5≪1, somit ist die Stokes-Annahme für die Sinkgeschwindigkeit erfüllt.
Terminale Sinkgeschwindigkeit kleiner Kugeln sowie Modellwahl für fallende Körper und technische Strömungen; Gültigkeit über die Reynolds-Zahl prüfen.
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Stokes-Gesetz, Sinkgeschwindigkeit und quadratischer Widerstand (FD=6πηr|vrel|; vt=2r²(ρs−ρf)g/(9η) (Re≪1); FD=½ρfCDAvrel² (Re≫1)).
Aufgabe
Eine Kugel mit r=1,0 μm bewegt sich mit 0,010 m/s in einer Flüssigkeit (η=1,0×10−3 Pa·s, ρ=1000 kg/m3). Prüfe Rep und berechne den Stokes-Widerstand.
Rechenweg
Rep=ρ(2r)v/η=0,020≪1.
Daher ist Stokes plausibel: FD=6πηrv≈1,88×10−10 N.
Aufgabe
Ein Körper in Luft hat ρ=1,2 kg/m3, CD=0,47, A=0,010 m2 und v=20 m/s. Berechne den quadratischen Widerstand.
Rechenweg
FD=½ρCDAv2=½·1,2·0,47·0,010·202≈1,13 N.
Aufgabe
Eine Kugel mit ρK=2500 kg/m3 und r=50 μm sinkt in einer Flüssigkeit mit ρF=1000 kg/m3 und η=0,10 Pa·s. Berechne vt und prüfe Re_p.
Rechenweg
Aus (4/3)πr3(ρK−ρF)g=6πηrv_t folgt vt=2r2(ρK−ρF)g/(9η)=8,18×10−5 m/s.
Re_p=ρF(2r)vt/η≈8,2×10−5≪1; Stokes ist selbstkonsistent.
Die Beziehung Stokes-Gesetz, Sinkgeschwindigkeit und quadratischer Widerstand ordnet messbare Größen zu und macht sichtbar, welche Größen das Ergebnis bestimmen. Vergleicht viskosen linearen Stokes-Widerstand an einer Kugel mit dem quadratischen Widerstandsmodell für viele stumpfe Körper bei dominierenden Trägheitseffekten. Vor dem Einsetzen muss der betrachtete Zustand klar sein. Die Formel ist keine bloße Rechenabkürzung: Ihre Proportionalitäten erlauben Vorhersagen, auch ohne Zahlen. Prüfe zum Beispiel, ob eine Verdopplung einer Eingangsgröße das Ergebnis verdoppelt oder ob ein Winkel, eine Fläche oder ein Quadrat die Abhängigkeit verändert. So lässt sich das Ergebnis vorab abschätzen. Das ist besonders nützlich, wenn eine Aufgabe nur eine qualitative Prognose verlangt. Zugleich wird klar, welche Größen man messen und welche Bedingungen man dokumentieren muss.
Für r=1,0 μm und v=0,010 m/s in einer Flüssigkeit mit η=1,0×10−3 Pa·s und ρf=1000 kg/m3 ist Rep=0,020≪1 und FD≈1,88×10−10 N. Zusätzlich: Für eine Kugel mit r=50 μm, ρs=2500 kg/m3, ρf=1000 kg/m3 und η=0,10 Pa·s folgt vt=2r2(ρs−ρf)g/(9η)≈8,18×10−5 m/s. Probe: Rep≈8,2×10−5≪1, somit ist die Stokes-Annahme für die Sinkgeschwindigkeit erfüllt. Eine saubere Rechnung nennt zuerst bekannte Größen samt Einheiten, stellt dann nach der gesuchten Größe um und rundet erst am Ende. Vergleiche außerdem Einheit und Größenordnung mit dem beschriebenen Vorgang; die Gleichung allein entscheidet nicht, ob die Eingangsdaten sinnvoll sind. Wenn ein Zahlenwert überraschend wirkt, prüfe zuerst Vorzeichen, Einheitenumrechnungen und eingesetzte Winkel. Die Formelprobe hilft zusätzlich: Ersetze einen Parameter gedanklich durch null oder durch einen verdoppelten Wert und prüfe, ob das Ergebnis sinnvoll reagiert. In einem Versuch sollte man Messwerte und Modellannahmen getrennt notieren; dadurch erkennt man eher, ob ein Unterschied vom Rechnen oder von der Idealisierung stammt.
Das Stokes-Gesetz für eine starre Kugel setzt stationäre Kriechströmung mit Rep≪1 voraus. Die Sinkformel folgt zusätzlich aus Gewicht minus Auftrieb gleich Widerstand und benötigt ρs>ρf. Das quadratische Modell passt dagegen zu vielen stumpfen Körpern bei dominierenden Trägheitseffekten; sein CD hängt von Form und Reynolds-Zahl ab. Zwischen beiden Regimen gibt es keinen scharfen universellen Umschaltwert. Prüfe daher Rep und die Geometrie, bevor du ein Widerstandsmodell wählst. Beide Formeln geben den Kraftbetrag an; die Vektorkraft zeigt entgegen der Relativgeschwindigkeit. Für die Sinkgeschwindigkeit muss auch die Auftriebskraft berücksichtigt werden.
Schreibe die Einheiten zunächst neben jeden Messwert und führe Umrechnungen vor dem Einsetzen aus. Prüfe dann, ob die Einheiten auf beiden Seiten der Beziehung zusammenpassen; zum Beispiel muss ein Ergebnis für eine Geschwindigkeit die Dimension Länge pro Zeit haben, während eine Energie Joule verlangt. Für r=1,0 μm und v=0,010 m/s in einer Flüssigkeit mit η=1,0×10−3 Pa·s und ρf=1000 kg/m3 ist Rep=0,020≪1 und FD≈1,88×10−10 N. Zusätzlich: Für eine Kugel mit r=50 μm, ρs=2500 kg/m3, ρf=1000 kg/m3 und η=0,10 Pa·s folgt vt=2r2(ρs−ρf)g/(9η)≈8,18×10−5 m/s. Probe: Rep≈8,2×10−5≪1, somit ist die Stokes-Annahme für die Sinkgeschwindigkeit erfüllt. liefert einen konkreten Größenordnungscheck: Vergleiche das Ergebnis mit dem beschriebenen Vorgang und frage, ob es plausibel groß ist. Runde Zwischenwerte nicht früh, weil sich kleine Rundungsfehler bei Potenzen, Wurzeln oder sehr kleinen Größen verstärken können. Eine korrekte Dimension beweist die Rechnung nicht, schließt aber viele falsche Umstellungen und Einheitenfehler aus.
Terminale Sinkgeschwindigkeit kleiner Kugeln sowie Modellwahl für fallende Körper und technische Strömungen; Gültigkeit über die Reynolds-Zahl prüfen. In einer Aufgabe liefert diese Beziehung meist nur einen Teil der gesuchten Beschreibung: Eine weitere Gleichung kann etwa eine fehlende Messgröße, eine Erhaltungsbilanz oder eine Randbedingung ergänzen. Lege zuerst fest, welches System betrachtet wird und welche Größen darin bekannt sind. Verwende anschließend jede Formel nur für die Annahmen, unter denen sie gilt; gleiche Symbole können in verschiedenen Modellen unterschiedliche Rollen haben. Schreibe die gemeinsame Rechnung in klaren Zwischenschritten auf. So wird erkennbar, welche Aussage aus Stokes-Gesetz, Sinkgeschwindigkeit und quadratischer Widerstand stammt und welche Information die ergänzende Beziehung beiträgt.
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Wie stellst du FD=6πηr|vrel|; vt=2r²(ρs−ρf)g/(9η) (Re≪1); FD=½ρfCDAvrel² (Re≫1) nach Teilchen-Reynolds-Zahl zur Modellwahl um?
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Welcher typische Fehler passiert bei FD=6πηr|vrel|; vt=2r²(ρs−ρf)g/(9η) (Re≪1); FD=½ρfCDAvrel² (Re≫1)?
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