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Das Kirchhoff-Gesetz korrigiert eine Reaktionsenthalpie auf eine andere Temperatur über die Wärmekapazitätsdifferenz.
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Formel
ΔrH in J/mol · ΔrCp in J·mol−1·K−1 · T in K
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Reaktionsenthalpie bei Temperatur T | J/mol | |
| Differenz der molaren Wärmekapazitäten Produkte minus Edukte | J·mol−1·K−1 | |
| absolute Temperatur | K |
\Delta_rH(T_2)=\Delta_rH(T_1)+\Delta_rC_p(T_2-T_1)The linear form assumes the reaction heat-capacity change ΔrCp is constant over the temperature interval and no phase transition occurs.
The linear form assumes the reaction heat-capacity change ΔrCp is constant over the temperature interval and no phase transition occurs.
Das Kirchhoff-Gesetz korrigiert eine Reaktionsenthalpie auf eine andere Temperatur über die Wärmekapazitätsdifferenz.
Nach einer Zielgröße umstellen
Die Umstellung gilt unter denselben Modellannahmen wie die Ausgangsbeziehung.
Berechne Kirchhoff-Gesetz für Reaktionsenthalpien mit den im Beispiel genannten Daten und begründe die Probe.
Ist ΔrH(298 K)=−100,0 kJ/mol und ΔrCp=+20 J·mol−1·K−1, dann ΔrH(350 K)=−100,0+20·52/1000=−98,96 kJ/mol.
Probe: positiver ΔrCp erhöht ΔrH beim Erwärmen.
ΔCp mit umgekehrtem Vorzeichen oder bei wechselnden Phasen einsetzen
ΔrCp stets als Produkte minus Edukte bilden und Phasenübergänge separat berücksichtigen.
Formelcluster
Kirchhoff-Gesetz für Reaktionsenthalpien beantwortet eine klar abgegrenzte Teilfrage. Verknüpfte Beziehungen ergänzen sie, wenn deren zusätzliche Voraussetzungen erfüllt sind.
Ist ΔrH(298 K)=−100,0 kJ/mol und ΔrCp=+20 J·mol−1·K−1, dann ΔrH(350 K)=−100,0+20·52/1000=−98,96 kJ/mol. Probe: positiver ΔrCp erhöht ΔrH beim Erwärmen.
Tabellierte Reaktionsenthalpien auf eine andere Temperatur übertragen
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Kirchhoff-Gesetz für Reaktionsenthalpien (ΔrH(T₂)=ΔrH(T₁)+ΔrCpΔT).
Aufgabe
Berechne Kirchhoff-Gesetz für Reaktionsenthalpien mit den im Beispiel genannten Daten und begründe die Probe.
Rechenweg
Ist ΔrH(298 K)=−100,0 kJ/mol und ΔrCp=+20 J·mol−1·K−1, dann ΔrH(350 K)=−100,0+20·52/1000=−98,96 kJ/mol.
Probe: positiver ΔrCp erhöht ΔrH beim Erwärmen.
Das Kirchhoff-Gesetz korrigiert eine Reaktionsenthalpie auf eine andere Temperatur über die Wärmekapazitätsdifferenz. Die Beziehung ΔrH(T2)=ΔrH(T1)+ΔrCpΔT ist für Tabellierte Reaktionsenthalpien auf eine andere Temperatur übertragen gedacht. Ist ΔrH(298 K)=−100,0 kJ/mol und ΔrCp=+20 J·mol−1·K−1, dann ΔrH(350 K)=−100,0+20·52/1000=−98,96 kJ/mol. Probe: positiver ΔrCp erhöht ΔrH beim Erwärmen. Die Probe am Ende kontrolliert eine für diese Formel relevante Bilanz, Richtung oder Größenordnung. Ordne die Größen zuerst dem konkreten Versuch zu; erst dann setzt du Werte ein. Das Ergebnis beschreibt den Modellzusammenhang, nicht automatisch jeden Mechanismus der realen Probe.
Die Symbole bedeuten: ΔrH(T): Reaktionsenthalpie bei Temperatur T (J/mol); ΔrCp: Differenz der molaren Wärmekapazitäten Produkte minus Edukte (J·mol−1·K−1); T: absolute Temperatur (K). Beachte ΔrH in J/mol · ΔrCp in J·mol−1·K−1 · T in K. Alle Konzentrationen, Aktivitäten, Volumina und Zeiten müssen kompatible Skalen verwenden. Ein Logarithmus braucht ein dimensionsloses Argument; eine Bilanz muss alle beitragenden Spezies enthalten. Notiere außerdem Temperatur und Standardzustand, sofern sie Teil der Definition sind. Eine Stoffmenge ist ohne molare Masse keine Masse; eine Aktivität ist keine unnormierte Konzentration. Schreibe dazu, ob Messwerte direkt gemessen oder aus Tabellen übernommen wurden.
The linear form assumes the reaction heat-capacity change ΔrCp is constant over the temperature interval and no phase transition occurs. Prüfe diese Annahme für die konkrete Probe, Temperatur und Phase. Bei Nichtidealität, Stofftransport oder Nebenreaktionen kann selbst eine genaue Rechnung systematisch falsch liegen. Vergleiche daher Reaktionsgleichung und verwendete Aktivitäts- oder Konzentrationsskala mit dem Modell. Dokumentiere die Annahme, die den Zahlenwert am stärksten beeinflusst. Bei Grenzfällen wie konzentrierten Lösungen prüfe zusätzlich Aktivitäten und Phasenzustand. Andere Bedingungen erfordern eine erneute Modellprüfung. Berichte auch Messunsicherheiten und verwendete Standardwerte.
Rechne das Beispiel nach: Ist ΔrH(298 K)=−100,0 kJ/mol und ΔrCp=+20 J·mol−1·K−1, dann ΔrH(350 K)=−100,0+20·52/1000=−98,96 kJ/mol. Probe: positiver ΔrCp erhöht ΔrH beim Erwärmen. Prüfe ΔrH in J/mol · ΔrCp in J·mol−1·K−1 · T in K und setze den Wert in ΔrH(T2)=ΔrH(T1)+ΔrCpΔT zurück. Frage zusätzlich, ob Vorzeichen, Bilanz oder Größenordnung chemisch plausibel sind. Bei einer Abweichung prüfe zuerst Einheiten, Koeffizienten und Bezugswerte; Rundung ist selten die erste Ursache. Die Rückeinsetzung kontrolliert die Algebra, der Modellvergleich die Eignung für das Experiment. Bei konstantem ΔrCp gilt ΔrH(T2)=ΔrH(T1)+ΔrCp·ΔT; bei veränderlichem Cp muss über den Temperaturweg integriert werden.
Kirchhoff-Gesetz für Reaktionsenthalpien ist mit Reaktionsenthalpie (Satz von Hess), Gibbs-Energie (Freie Enthalpie), Clausius-Clapeyron-Gleichung für Verdampfung, Gibbs-Helmholtz-Gleichung verknüpft, beantwortet aber eine eigene Frage: Tabellierte Reaktionsenthalpien auf eine andere Temperatur übertragen. Verwechsle sie nicht mit einer Formel, die eine benachbarte Größe oder einen anderen Standardzustand beschreibt. Benenne zuerst die gesuchte Größe und die Bedingungen der Probe, dann wähle die Beziehung, die diese Größe enthält. Ähnlich aussehende Gleichungen können andere stöchiometrische Bezüge oder Gültigkeitsbereiche besitzen. Die verwandten Einträge liefern gegebenenfalls Eingaben für den nächsten Schritt, ersetzen diese Abgrenzung aber nicht. So bleibt die Interpretation überprüfbar.
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Wie stellst du ΔrH(T₂)=ΔrH(T₁)+ΔrCpΔT nach Nach einer Zielgröße umstellen um?
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Welcher typische Fehler passiert bei ΔrH(T₂)=ΔrH(T₁)+ΔrCpΔT?
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