Dein Lernbereich wird geladen
App wird gestartet …
Dein Lernbereich wird geladen
App wird gestartet …
Für eine verdünnte Lösung schätzt die van-’t-Hoff-Gleichung den osmotischen Druck aus der Konzentration gelöster Teilchen und der absoluten Temperatur.
Ansehen kostenlos · Karteikarten oder Multiple-Choice-Test · übernehmen ab Essential
Formel
Π in Pa · c in mol/m3 · R = 8,314 Pa·m3/(mol·K) · T in K · i dimensionslos; alternativ c in mol/L und R in L·atm/(mol·K)
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Osmotischer Druck | Pa | |
| van-’t-Hoff-Faktor; im idealen Grenzfall Teilchenzahl je gelöster Formeleinheit | dimensionslos | |
| Stoffmengenkonzentration des gelösten Stoffes | mol/m3 | |
| Universelle Gaskonstante (8,314) | Pa·m3/(mol·K) | |
| Absolute Temperatur | K |
\Pi = i \cdot c \cdot R \cdot TOpenStax Chemistry 2e gibt für verdünnte Lösungen eines Nicht-Elektrolyten Π = MRT an. Der Faktor i verallgemeinert dies für gelöste Teilchen: Für Glucose ist i = 1; für Elektrolyte ist i im idealen Grenzfall die Zahl der entstehenden Teilchen pro Formeleinheit. Reale Elektrolytlösungen erreichen diesen Wert wegen Ionenwechselwirkungen oft nicht exakt. Das Modell setzt eine verdünnte Lösung, semipermeable Trennung und näherungsweise ideales Verhalten voraus. Bei höheren Konzentrationen können Aktivität und empirisch bestimmter osmotischer Koeffizient nötig sein.
Näherung für verdünnte, näherungsweise ideale Lösungen mit semipermeabler Membran; Elektrolyte benötigen einen passenden van-’t-Hoff-Faktor i. Bei Nicht-Elektrolyten ist i=1.
Für verdünnte Lösungen folgt der osmotische Druck einer Gasgleichung für gelöste Teilchen.
Konzentration aus osmotischem Druck
Druck, Konzentration und R müssen zueinander passende Einheiten verwenden.
Wie groß ist Π einer idealen 0,30-mol/L-Glucoselösung bei 310 K?
Für Glucose gilt i=1.
Mit R=0,08206 L·atm/(mol·K): Π=1·0,30·0,08206·310≈7,63 atm.
Warum muss c bei R=8,314 Pa·m3/(mol·K) in mol/m3 stehen?
Dann kürzen sich mol, m3 und K passend, und Π entsteht in Pa. 0,30 mol/L sind 300 mol/m3.
Celsius direkt als T einsetzen.
Immer absolute Temperatur in Kelvin verwenden; 37 °C sind 310 K.
Bei einem Elektrolyten automatisch die ideale Ionenzahl als i annehmen.
Das ist nur der ideale Grenzwert; reale Wechselwirkungen verringern oft den effektiven Faktor.
Formelcluster
Der Druck hängt im verdünnten Grenzfall von der Zahl gelöster Teilchen ab, nicht von deren chemischer Identität.
Eine ideale Glucoselösung mit c = 0,30 mol/L bei 37 °C hat i = 1 und T = 310 K. Mit R = 0,08206 L·atm/(mol·K) folgt Π = 1·0,30·0,08206·310 ≈ 7,63 atm. In SI-Einheiten ist c = 300 mol/m3 und Π ≈ 7,73×105 Pa. Temperatur stets in Kelvin einsetzen.
Osmose durch semipermeable Membranen, Vergleich kolligativer Eigenschaften, Zell- und Infusionslösungen sowie Abschätzung molarer Massen großer Moleküle
Eine typische Aufgabe Schritt für Schritt: Osmotischer Druck (van-’t-Hoff-Gleichung) (Π = i·c·R·T).
Aufgabe
Wie groß ist Π einer idealen 0,30-mol/L-Glucoselösung bei 310 K?
Rechenweg
Für Glucose gilt i=1.
Mit R=0,08206 L·atm/(mol·K): Π=1·0,30·0,08206·310≈7,63 atm.
Aufgabe
Warum muss c bei R=8,314 Pa·m3/(mol·K) in mol/m3 stehen?
Rechenweg
Dann kürzen sich mol, m3 und K passend, und Π entsteht in Pa. 0,30 mol/L sind 300 mol/m3.
Für eine verdünnte, ideal angenäherte Lösung verwendest du Π = i·c·R·T. c ist die Stoffmengenkonzentration, T muss in Kelvin stehen, und i berücksichtigt, wie viele gelöste Teilchen pro Formeleinheit wirksam sind. Bei Glucose gilt i=1. Für 0,30 mol/L Glucose bei 37 °C setzt du T=310 K und R=0,08206 L·atm/(mol·K) ein: Π≈0,30·0,08206·310=7,63 atm. Das Ergebnis ist ein Druck. Achte darauf, Konzentration und R-Einheiten passend zu wählen; mit SI-R verwendest du c in mol/m3 und erhältst Π in Pa. Für konzentrierte Lösungen können Teilchenwechselwirkungen den idealisierten Schätzwert verändern.
i beschreibt, wie viele gelöste Teilchen im idealen Grenzfall aus einer Formeleinheit entstehen. Für ein Nicht-Elektrolyt wie Glucose, das in Wasser nicht in Ionen zerfällt, ist i=1. Natriumchlorid würde im idealisierten Bild zwei Ionen liefern, daher i≈2; reale Lösungen liegen wegen elektrostatischer Wechselwirkungen oft darunter. Setze deshalb für Elektrolyte nicht blind die stöchiometrische Ionenzahl ein, wenn Konzentrationen nicht sehr klein sind. Eine experimentell effektive i-Zahl kann von Temperatur und Konzentration abhängen. In der verdünnten Formel zählt die Teilchenkonzentration; die chemische Identität ist nur insofern relevant, wie sie die Zahl und Wechselwirkung der Teilchen beeinflusst.
Die Gleichung hängt vom thermodynamischen Temperaturmaß ab, dessen Nullpunkt beim absoluten Nullpunkt liegt. Celsius beginnt willkürlich beim Gefrierpunkt von Wasser und ist deshalb nicht proportional zur thermischen Energie. Bei 37 °C setzt du 310 K ein, nicht 37. Mit Celsius würde die Rechnung viel zu kleine Werte liefern und ein Wechsel der Temperaturskala würde das Ergebnis verändern. Rechne also vor dem Einsetzen um: T/K = t/°C + 273,15. Das gilt auch dann, wenn du die Konzentration in mol/L und R in L·atm/(mol·K) verwendest; die Temperatureinheit wird durch R vorgegeben.
Osmotischer Druck ist der Druck, der nötig wäre, um den Nettofluss von Lösungsmittel durch eine semipermeable Membran in die Lösung zu stoppen. Er entsteht aus einem Unterschied im chemischen Potential des Lösungsmittels. Hydrostatik beschreibt dagegen mechanischen Druck durch eine Flüssigkeitssäule oder äußere Belastung. In einem Osmoseversuch kann der hydrostatische Gegendruck anwachsen, bis er den osmotischen Antrieb ausgleicht; dann gibt es keinen Nettofluss mehr. Die van-’t-Hoff-Gleichung schätzt den osmotischen Druck im verdünnten Idealfall, berechnet aber nicht automatisch die Flüssigkeitshöhe in einer konkreten Apparatur. Dafür braucht man zusätzlich Dichte und Geometrie.
Π=i·c·R·T ist eine Grenzfallnäherung für verdünnte, annähernd ideale Lösungen. Bei höherer Konzentration werden Teilchenwechselwirkungen relevant und die effektive Teilchenaktivität unterscheidet sich von der gemessenen Konzentration. Elektrolyte dissoziieren zudem nicht immer vollständig und ihre Ionen beeinflussen einander; ein ganzzahliges i kann dann den Druck überschätzen. Auch ungewöhnliche Membranpermeabilität, gelöste Stoffe, die die Membran passieren, oder chemische Reaktionen verletzen das einfache Modell. Für präzise Messungen nutzt man Aktivitäten, osmotische Koeffizienten oder empirische Daten. Für Schulaufgaben ist die Formel gut, sofern Verdünnung und ideale Lösung ausdrücklich angenommen werden.
Quanta-Prüfungsset
Kuratiertes Prüfungsset für "Osmotischer Druck (van-’t-Hoff-Gleichung)":
Frage (Vorderseite)
Welche Formel beschreibt Osmotischer Druck (van-’t-Hoff-Gleichung)?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Wie stellst du Π = i·c·R·T nach Konzentration aus osmotischem Druck um?
Antwort in deinem Set
Frage (Vorderseite)
Welcher typische Fehler passiert bei Π = i·c·R·T?
Antwort in deinem Set
+ 8 weitere Karten: Einheiten, Variablen, Herleitung, Beispiel, Klausuraufgabe
Das Formelset enthält 11 Karten. Nach der Übernahme kannst du sie prüfen und lernen; deine Bewertungen bestimmen die weiteren Wiederholungen.
Die Liste nennt Fachquellen und weiterführende Literatur. Eine Seiten- oder Abschnittsnummer steht dabei, wenn sie Teil der Literaturangabe ist; es handelt sich nicht um wörtliche Zitate.
Erstelle ein kuratiertes FSRS-Prüfungsset für Π = i·c·R·T: Formelabruf, Variablen, Herleitung, Umstellung, Beispiel, typische Fehler und Klausurkontext.
Kuratiertes Formelset · LaTeX · FSRS Spaced Repetition · übernehmen ab Essential